Aufstieg / 2.10.2013

DSC_1793 Von Altaussee nach Hinterstoder

Drei Tage
im Toten Gebirge

Obwohl ich schon oft in diesem Gebirge gewandert bin, gibt es für mich immer noch unbekannte Abschnitte. Der Weg von Altaussee zum Appelhaus ist so einer.

Der Ausgangspunkt ist mit Bahn und Bus ganz gut zu erreichen, eine gewisse Gelassenheit kann aber nicht schaden. So kann man kleine Erschwernisse, wie z.B. einen Maschinenschaden kurz nach Wels, besser verkraften (man kann das auch positiv sehen: im Flugzeug wäre so etwas wirklich unangenehm).

Von Altaussee gehe ich zuerst entlang des malerischen Seeufers mit der mächtigen Trisselwand im Hintergrund zur Seewiese. Hier verlasse ich den flachen Spazierweg und steige teilweise auf einer Forststraße zum Hochklapfsattel auf. Hier treffe ich auf den 01er (E4), den ich in den kommenden Tagen bis Hinterstoder begehen werde. Von der Zeit liege ich ganz gut, also geht sich auch noch eine Kaffeepause aus.

Nun geht es zur Augstwiesenalm hinunter, die heute einen sehr verlassenen Eindruck macht. Keine Wanderer, kein Vieh, aber dennoch ist es nicht ruhig. Das Röhren der Hirsche begleitet mich nun bis zum Appelhaus, manchmal hab ich das Gefühl, dass hinter der nächsten Biegung ein Hirsch auf mich lauert.

Kurz vor Sonnenuntergang stehe ich vor dem geschlossenen Appelhaus, nur der Winterraum ist offen. Gleich mache ich mich ans Einheizen, und nach kurzer Zeit ist es angenehm warm. Der Abend verläuft dann relativ unspektakulär, zuerst Kerze suchen, dann Stirnlampe reparieren, anschließend Suppe kochen, noch etwas Holz hacken, schlafen.

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