Der Sonne entgegen / 14.1.2020

Brunnental und Katzengraben = kalt und schattig

Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen. Und trotzdem komme ich immer wieder gerne hier her. Das gemeine bei diesem Aufstieg zur Steyrerhütte ist der Umstand, dass man zwar die Sonne sehen kann, aber trotzdem über eine Stunde im Schatten gehen muss. Dafür ist die Freude dann umso größer, wenn man endlich das Schattendasein beendet hat und in der starhlenden Sonne steht.

Knapp über zwei Stunden benötige ich bis zur Steyrerhütte, die heute ausnahmsweise geöffnet ist. Eine großangelegte Lawinenübung mit über 50 Bergrettern, Soldaten und drei Hubschraubern ist für den Nachmittag/Abend geplant. So gesehen bin ich heute auf der sicheren Seite unterwegs.

Nach kurzer Pause gehe ich mit den Schneeschuhen weiter. Zuerst flach bis zur Halterhütte, dann zuerst langsam ansteigend und später immer steiler werdend in Richtung Gipfel. Kurz vorm Latschengürtel befindet sich die steilste Stelle, was nach meiner Einschätzung auch die Grenze für noch sinnvolles Schneeschuhgehen ist. Aber es wird gleich wieder flacher und bald stehe ich am Kasberg.

Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch ist es heute weder windig noch besonders kalt. Und wieder kann ich die außerordentlich gute Fernsicht genießen.

Nach einer halben Stunde steige ich wieder ab, wobei das Hinuntergehen mit den Schneeschuhen im Steilhang alles andere als ein Vergnügen ist. Dafür kann man hier maximal etwas abrutschen, da der Hang unten flach ausläuft. Und dort unten mache ich dann meine Mittagspause in einer Mulde unter einem Baum. Es ist windstill, sonnig und warm, besser geht's nicht.

Den Nachmittagskaffee bekomme ich bei der Steyrerhütte, wo ich der einzige Freizeitgast bin. Die anderen Anwesenden sind von Polizei und Bundesheer, die sich auf den Einsatz vorbereiten. Ich hingegen gehe gemütlich ins Tal zurück, wo nichts außer den drei Hubschraubern an den gerade laufenden Übungseinsatz hinweist.

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