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Heimspiel / 18.4.2026

Oft vorbei geradelt, aber noch nie stehen geblieben. Wahrscheinlich kennt das jeder/jede, dass man das Naheliegende manchmal übersieht, während man in fremden Ländern keine Mühen und Kosten scheut, vermeintliche oder echte Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Daher passt es heute ganz gut, bei meiner Fahrt nach Passau einen kurzen Stopp beim ehemaligen Römerbad in Schlögen einzulegen, sozusagen ein Heimspiel.

Auf einigen Schautafeln wird die römische Badekultur kurz und informativ beschrieben. Dass es damals bereits drei unterschiedliche Baderäume gegeben hat (kalt/lau/warm) ist schon beeindruckend, ebenso der Umstand, dass im Gebäude eine Fußbodenheizung verlegt war.

Und fast wäre ich heute auch in den "Genuss" eines Bades gekommen, aber zum Glück haben mich die dunklen Wolken im oberen Donautal verschont.

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Noch ist es ruhig am R1 / 6.3.2026

Erste Fahrt nach Passau, fünf Wochen früher als letztes Jahr. Das frühlingshafte Wetter macht es möglich. Am Radweg ist natürlich wenig los, auch der Schiffsverkehr auf der Donau ist überschaubar.

Zwischen Aschach / Kaiserau und Kobling ist der R1 wegen Felssicherungsarbeiten gesperrt. Ein Ausweichen auf das linke Ufer ist nicht möglich, da die Radfähren noch nicht in Betrieb sind. Daher bleibt mir nur den Umweg über Haibach ob der Donau. Sieben Kilometer geht es bis zum Ort bergauf. Die Steigung ist moderat und stellt weder für Fahrer noch für dan Akku eine besondere Herausforderung dar.

Die anschließende lange Abfahrt nach Kobling ist etwas tückisch, zumal in den schattigen Kurven der Feind der Radler lauert - Rollsplitt. Dafür ist dann der Donauradweg wieder gut befahrbar.

Zwischenstopp in Jochenstein. Hier bleibe ich hin und wieder stehen um die Trinkflasche zu füllen, vorwiegend aber wegen der köstlichen Torten. Nach über 70 km kann etwas Zucker nicht schaden.

Beim Kraftwerk könnte ich jetzt auf das rechte Donauufer wechseln, das liegt aber im Schatten. Ich radle daher bis Passau am linken sonnigen Ufer und hebe mir das schattige rechte Ufer für den Sommer auf.

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Ostwind / 3.10.2025


Bei meiner heutigen Fahrt nach Passau ist der Ostwind mein Begleiter. Mit leichtem Rückenwind entfliehe ich bald dem morgendlichen Nebel. Wie unangenehm der Gegenwind sein kann, merke ich bei den Schlögener Schlinge. Hier macht die Donau eine 180° Wendung und ich radle einige Kilometer gegen den Wind.

Bei Schlögen komme ich wieder in den Genuss des Ostwindes, während auf der Donau die Ostwind von Westen kommend in Richtung Osten fährt.

Eine Stunde vor Abfahrt des Zuges erreiche ich Passau. Die verbleibende Zeit nutze ich für einen kurze Erkundungsrunde zum Kraftwerk Kachlet. Schon aus der Ferne fällt mir die massive Ziegelbauweise des Krafthauses auf. Heute würde man vermutlich nicht mehr so bauen.

Bei der anschließenden Rückfahrt zum Bahnhof springt der Tacho auf die 20000 Marke um. Ich bleibe kurz stehen um eine Foto dieses historischen Augenblickes zu machen. Leider wird dieses Ereignis das Weltgeschehen nicht positiv beeinflussen.

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Dampf im Steyrtal / 6.9.2025

Meine heutige Radtour führt mich ins Steyrtal, genauer gesagt zum alten Bahnhof in Steinbach, knapp 45 km entfernt. Spätestens um 11 Uhr möchte ich dort sein, da laut Fahrplan um diese Zeit der Nostalgiezug mit Dampflok in Richtung Steyr abfährt.

Ich starte um 8 Uhr und radle vorerst nach Traun und ab dort am Kremstalweg R10 nach Rohr und weiter am Voralpenweg R12 nach Bad Hall. Erste kurze Pause zwecks Beschaffung von Kraftstoff (Jause). 

Obwohl ich nicht das Gefühl habe langsam gefahren zu sein, vergeht die Zeit rascher als mir lieb ist. Damit ich pünktlich nach Steinbach komme, muss ich also einen Zahn zulegen. Trotzdem mache ich einen kurzen Abstecher zum Empire State Building. Die prominente Adresse lautet 4541 Adlwang Nord. Die Einreise ist unkompliziert (keine ESTA Registrierung notwendig) und man ist auch nicht der Unberechenbarkeit eines Präsidenten ausgeliefert.

Kurz vor 11 Uhr komme ich nach Steinbach. Die rauschende Dampflok steht schon bereit. Ich mache einige Fotos und radle dann am Steyrtalweg R8 einige Kilometer flussabwärts um den Museumszug in voller Fahrt fotografieren zu können. Hier werden Erinnerungen wach, da ich Anfang der 1980er Jahre die Bahn noch im Planbetrieb erleben konnte.

Auf Nebenstraßen komme ich am Nachmittag nach Steyr, wo ich meine heute Ausfahrt beende.

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Erster Morgennebel / 3.9.2025

So schnell geht es, und der Sommer ist schon wieder in der Zielgeraden.

Der morgendliche Nebel lichtet sich entgegen meiner Erwartung nicht so bald, schon gar nicht an der Traun, wo es besonders feucht ist. Erst bei Marchtrenk treffen mich die ersten Sonnenstrahlen und es wird spürbar wärmer.

Einige Kilometer später radle ich bei strahlendem Sonnenschein durch Wels und nach einer kurzen Trinkpause weiter nach Lambach. In der Ferne tauchen langsam die ersten hohen Berge auf, Traunstein, Brunnkogel und wie sie alle heißen.

Ich radle auf Nebenstraßen entlang von hohen Maisfeldern, frisch gepflügten Äckern und Wiesen. Besonders schön ist der Abschnitt zwischen Stadl-Paura und dem Traunfall, wo das Höllengebirge schon gut zu sehen ist.

Anders als in den letzten Jahren mache ich heute einen Bogen um das Industriegebiet bei Laakirchen und bleibe westlich der Traun. Eine gute Entscheidung, denn die sich dabei mehr oder weniger zufällig ergebende Route ist landschaftlich wirklich sehr schön. Dabei komme ich auch nach Obernathal, eine Ortschaft mit 9 Adressen (Stand 2020). Eine davon ist Obernathal 2, das Bernhard Haus

Da mir nicht nach einer Besichtigung zumute ist und das Haus nur am Wochenende offen hat, radle ich nach Ohlsdorf weiter. Dann geht es bergab zur Traun und am schönen Uferweg komme ich direkt zum Rathausplatz in Gmunden.

Auf eine Weiterfarhrt nach Ebensee verzichte ich, da der Radweg hier direkt an der stark befahrenen B 145 verläuft. Da gibt es ruhigere Strecken, beispielsweise über Pinsdorf, Aurachkirchen und Wankham nach Attnang-Puchheim, wo ich meine Fahrt nach 91 km beende.

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Passau - die Fünfte / 1.9.2025


Immer wieder lese/höre ich in letzter Zeit von schweren Unfällen mit E-Bikes. Um mein persönliches Risiko etwas zu reduzieren, radle ich daher gerne auf Radwegen. So auch heute wieder auf meiner Standardtour durch das Donautal. Und obwohl es heuer bereits die fünfte Fahrt auf dieser Strecke ist, entdecke ich ich doch etwas für mich Neues.

Da wäre einmal Elis Radlertreff in Unterlandshaag. So einen liebevoll gestalteten Rastplatz habe ich noch nie gesehen. Neben gekühlten Getränken und Kuchen gibt es sogar eine Espressomaschine und passend dazu eine gemütliche Sitzgelegenheit mit Schutz vor Wind und Wetter. Besser geht es nicht. 

Meine zweite Entdeckung ist eine leicht zu übersehende Hinweistafel an der Bundesstraße nach Passau. Sie erinnert an ein ehemaliges Lager zur Zeit des Ständestaates. Es handelt sich um das Bettlerlager Schlögen, von dem heute nichts mehr zu sehen ist.

Nach 90 Kilometern ohne brenzligen Situationen komme ich nach Passau und beende dort wie immer die Tour beim Bahnhof.

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Umweg nach Gmunden / 19.8.2025

Die letzten Jahre habe ich immer den direkten Weg nach Gmunden genommen, also meist entlang der Traun. Heute entscheide ich mit für eine andere Variante. Etwas Abwechslung kann ja nicht schaden.

Bis Wels folge ich der Traun, dann biege ich beim Autobahntunnel Noitzmühle auf den R11 (Almradweg) ab. Kurz begleitet mich noch der Lärm von der A8 (Innkreis Autobahn), der sich aber bald in der Luft auflöst. Erst bei Eberstallzell mache ich wieder Bekanntschaft mit einer Schnellstraße, diesmal ist es die A1 (Westautobahn). Der Geräuschpegel wird durch die Lärmschutzwände ganz gut gemindert, wohnen möchte ich hier aber trotzdem nicht.

Nach einigen Kurven, einem Kreisverkehr und einer langen Geraden komme ich nach Pettenbach, wo das Almtal beginnt (so steht es zumindest auf meiner Landkarte). Zur Alm (Fluss) ist es vom Ort nicht mehr weit. Dort biege ich auf den Almuferweg ab, auf dem ich bis Steinbachbrücke fahre bzw. teilweise das Rad schiebe.

Die überfällige Mittagspause mache ich kurz vor Scharnstein bei einer Schotterbank. Dort ist die Alm zum Schwimmen tief genug (sofern die Wassertemperatur von etwa 15 Grad kein Hindernis ist).

Abgekühlt und ausgerastet setze ich meine Fahrt über St. Konrad nach Gmunden fort. Der Radweg verläuft meist neben der Straße, ist aber weit nicht so unangenehm zu befahren wie der Abschnitt Gmunden - Traunkirchen entlang der stark befahrenen B145.

Bei Kranichsteg biege ich links ab und radle leicht ansteigend entlang der Laudach bis zum Gasthaus Franzl im Holz. Dieser kurze Umweg zahlt sich auf jeden Fall aus, denn die Alternative "Hauptstraße" ist alles andere als verlockend.

Dann geht es lange bergab bis zum Traunsee. Bei der Traunbrücke mache ich nicht nur eine kurze Rast, sondern auch das klassische Foto "Gisela mit Höllengebirge". Einfallslos, aber trotzdem schön.

Das Ende der Tour rückt langsam näher. Allerdings bin ich noch unschlüssig, ob ich erst in Attnang oder gleich in Gmunden in den Zug steigen soll. Die Entscheidung verschiebe ich vorerst bis zum Bahnhof.

Zuerst durch die malerische Kirchengasse, dann auf der weniger schönen Bahnhofstraße trete ich die Steigung bis zu einem Kreisverkehr hinauf, wo man als Radler schnell einmal überfordert sein kann. Möglicherweise gibt es eine radlerfreundlichere Variante um zum Bahnhof zu kommen. Jedenfalls komme ich 10 Minuten vor der Abfahrt des Zuges nach Attnang an. Da fällt mir die Entscheidung leicht, zumal ich ohnedies schon fast 90 km am Tacho habe.

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Einfallslos / 19.7.2025


In Anbetracht des zu erwartenden Urlauberreiseverkehrs sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene radle ich "zur Abwechslung" wieder einmal nach Passau. Klingt einfallslos und ist es auch.

Andererseits ist das unbeschwerte Radfahren entlang der Donau ungemein beruhigend. Besonders wenn man alleine unterwegs ist. Ich kann das Tempo und die Pausen alleine bestimmen.

Heute ist der Radverkehr trotz Wochenende und Urlaubszeit eher schwach. Lediglich zwischen Aschach und Schlögen kommen mir einige Radtouristen mit ihren einfärbigen Einheitsrädern entgegen. Sie haben vermutlich alle einen Landausflug gebucht und steigen bei der nächsten Anlegestelle wieder auf ihr Schiff.

Nach Wesenufer wird es am Radweg ruhig. Jetzt freue ich mich schon auf die Kaffeepause in Engelhartszell. Im Schatten der prächtigen Stiftskirche genieße ich eine vorzügliche Kardinalschnitte mit Cappuccino.

Gestärkt radle ich weiter und erreiche mit ausreichender Zeitreserve den Bahnhof in Passau.

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Rückenwind / 24.6.2025


Heute steht wieder einmal "Passau" am Programm. Auf Grund der Windrichtung fahre ich diesmal mit dem Zug zum Ausgangspunkt und mit starkem Westwind im Rücken zurück. Wie von einer unsichtbaren Hand angeschoben spule ich ohne nennenswerte Anstrengung die Kilometer herunter. Nur in der Schlögener Schlinge trifft mich kurz der Gegenwind.

Ab Aschach wird es spürbar wärmer. Auch vom sonst kühlenden Fahrtwind ist heute wenig zu spüren. Trotzdem ist es neben der Donau meistens um einige Grade kühler. Erst bei der leicht ansteigenden Fahrt nach Dörnbach spüre ich die Hitze. Dafür geht es anschließend bergab nach Pasching.

Im Sinne von "Lerne deine Heimat kennen" radle ich weiter nach Traun und von dort über Audorf, Freindorf, Fischdorf bis nach Ebelsberg. Die Gegend bietet - abgesehen vom Schloss Traun - wenig Sehenswürdigkeiten, dafür einen fast durchgehenden Radweg.

In Ebelsberg überquere ich wieder die Traun und gelange auf mir bereits bekannten Radwegen zum Endpunkt meiner Ausfahrt. Nach 120 km stelle ich das Rad mit halbvollem Akku in der Garage ab. Der Rückenwind macht's möglich.

Fazit: die Fahrt durchs Donautal ist immer wieder schön, für die Gegend südlich von Linz reicht mir ein einmaliger Besuch.

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Schiederweiher / 10.5.2025

Eigentlich habe ich eine Wanderung bei den Haller Mauern geplant. Der morgendliche Blick auf die Webcam von Admont verheißt aber nichts Gutes. Tief hängende Wolken verhüllen die Berge. Und kalt ist es außerdem. Also muss ein Ersatzziel her, natürlich möglichst sonnig. Und was bietet sich da an? Passau, was sonst.

Für manche ist es wahrscheinlich einfallslos immer wieder entlang der Donau zu radeln. Für mich ist es aber entspannend. Und es gibt ja auch Bergsteiger, die wöchentlich den Traunstein besteigen.

Zur Route gibt es nicht viel zu sagen. Heute bleibe ich ausschließlich südlich der Donau. Zwischen Aschach und Schlögen kommen mir einige Radler entgegen, die anscheinend alle ihr Schiff in Schlögen verlassen haben und jetzt den wohl schönsten Teil des Donauradweges befahren.

Dann ist es wieder ruhig. Erst in Passau ändert sich das Bild. Bei der Stadtgrenze mache ich noch ein Foto vom Schiederweiher und radle dann zum Bahnhof, wo die Herausforderung des Tages auf mich wartet. Ein Aufzug ist ausgefallen. Also muss ich das schwere E-Bike über die Treppe auf den Bahnsteig tragen. Wahrlich kein leichtes Unterfangen. Bei Bedarf könnte man Hilfe anfordern, was mein Stolz aber verbietet.

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Römerradweg / 30.4.2025


Im September habe ich den ersten Teil des Römerradweges in Vöcklamarkt beendet. Heute setzte ich die Fahrt in Richtung Passau fort. Die vor mir liegende Strecke ist mir unbekannt und verläuft teilweise in Bayern. Dementsprechend gespannt bin ich, was mich erwartet.

Ich kaufe mir im Ort noch eine Jause und radle los. Die ersten 16 km geht es leicht bergauf was mich aber nicht wundert, muss ich doch die Hügelkette des Kobernaußer Waldes überwinden. Mit dem E-Bike ist das aber keine Herausforderung.

Nach dem höchsten Punkt (Höhe 702m) geht es bergab. Zwei Kurven später verlasse ich den Wald und eine sanfte Hügellandschaft liegt vor mir. Ich lasse das Rad laufen und bremse mich erst in Waldzell zur ersten Rast ein.

Dann setze ich meine Fahrt fort und folge - mit kleinen Abweichungen - der Waldzeller Ache und in weiterer Folge der Mühlheimer Ache bis zur Mündung in den Inn. Dass das gesamte Gewässer auch Pollinger Ache genannt wird, ist für Ortsunkundige etwas verwirrend.

Beim Kraftwerk Ering-Frauenstein radle ich über die Staatsgrenze und muss bald feststellen, dass die Markierung des Römerradweges in Bayern sehr dürftig ist. Es gibt zwar hin und wieder Tafeln mit einem Fahrradsymbol, aber ob es sich um den Römerradweg handelt, bleibt oft ein Geheimnis.

Länger als angenommen radle ich durch die Gegend, viel gibt es nicht zu sehen ... oder habe ich übersehen. Zweifellos übersehen habe ich ein Umleitungsschild in Mittich, was meine Fahrtstrecke um 10 km verlängert. Irgendwie bin ich dann froh, als ich über die alte Innbrücke nach Schärding komme und dort die gewohnten grünen Schilder mit weißer Schrift sehe.

Auf den letzten Abschnitt bis nach Passau verzichte ich, da ich diesen bereits 2012 befahren habe. Und 112 km sind für heute genug.

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Eine Überraschung / 12.4.2025

Der Donauradweg ist wieder frei befahrbar und der Wind ist günstig. Der kommt heute aus östlicher Richtung und somit ist die Fahrtrichtung vorgegeben.

Die ersten Kilometer bis Wilhering radle ich auf der Bundesstraße. Das klingt unangenehmer als es ist. Der Verkehr ist überschaubar und die wenigen Autos überholen mich ausnahmslos mit großem Abstand. Trotzdem bin ich froh ab dem Stift auf den Radweg ausweichen zu können.

Kurzer Halt in Aschach. Hier kaufe ich mir wie immer eine Jause und setze die Fahrt entlang der Donau nach Schlögen fort. Um diese Jahreszeit ist es noch ruhig am Radweg, nur wenige Radler kommen mir entgegen. Schiffe sind auch keine unterwegs, aber vielleicht liegt das am geringen Wasserstand.

In Wesenufer wechsle ich wieder die Seite. Ab hier sind es noch 10 km bis zur Kaffeepause beim Haus am Strom in Jochenstein. Da der Übergang nach Österreich noch gesperrt ist, radle ich auf der deutschen Seite weiter.

Bei Lindau, also kurz vor Passau, dann die Überraschung. Ein Zug überquert gerade die alte Eisenbahnbrücke. Bisher war ich der Meinung, dass die Strecke längst eingestellt wurde. Ein Irrtum, wie sich jetzt herausgestellt hat. Näheres zur Bahnlinie kann man hier nachlesen.

Wenig später erreiche ich Passau und überquere auf der Prinzregent Luitpoldbrücke ein letztes Mal die Donau. In der Stadt ist viel los, es ist Samstag Nachmittag und herrliches Ausflugswetter. Aus den ersten Kreuzfahrtschiffen strömen die Touristen an Land und erkunden die Stadt. Ich aber radle gemütlich zum Bahnhof und beende dort die Fahrt.

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Zum tiefsten Punkt von OÖ / 20.3.2025

Da der Radweg nach Passau wegen Felssicherungsarbeiten teilweise nicht befahrbar ist, radle ich heute in die entgegengesetzte Richtung nach St. Nikola im Strudengau.
 
Bereits zu Beginn eine positive Feststellung. Vom Ausgangspunkt in Untergaumberg bis zum nördlichen Donauufer kann man durchgehend einen vom Straßenverkehr getrennten Radweg benutzen. Man kommt zwar einmal auf Tuchfüllung mit der Autobahn, aber spätestens nach dem Überqueren der Donau ist die Radlerwelt wieder in Ordnung. Links der Auwald und rechts der Fluss, und in der Mitte ein perfekter Radweg ohne Schlaglöcher, da kommt Freude auf.
 
Beim Kraftwerk Abwinden/Asten führt der Radweg etwas abseits von der Donau und trifft erst wieder bei Mauthausen auf den Fluss. Hier könnte ich auf der schon in die Jahre gekommenen Brücke das Ufer wechseln, ich entscheide ich mich aber am nördlichen Ufer zu bleiben.
 
Vor mir breitet sich jetzt das weite Machland aus. Beim Radeln durch die flache Landschaft erinnere ich mich an einen Spruch, der meinen subjektiven Eindruck ganz gut beschreibt: Berg und Tal haben einen gemeinsamen Feind, die Ebene. Stunden- oder sogar tagelang möchte ich nicht in so einer Gegend radeln.
 
Bei Dornach ändert sich das Bild. Hier beginnt der Strudengau, wo die Donau eingebettet zwischen Hügel ruhig dahinfließt. Vor der Zähmung der Donau war diese Passage allerdings sehr gefürchtet.
 
Der letzte Abschnitt von Grein nach St. Nikola ist für Radfahrer nicht attraktiv, eher sogar gefährlich. Hier verläuft der Radweg ohne bauliche Trennung am Rand der stark befahrenen Bundesstraße (die Variante am südliche Ufer ist wesentlich verkehrsärmer).
 
In St.Nikola beende ich nach 68 km meine Ausfahrt. Hier befindet sich der tiefste Punkt von OÖ mit 230 Meter Höhe. Wieder etwas gelernt.
 

Erste Aschachrunde / 8.3.2025

Eigentlich wollte ich ja nach Passau fahren. Und wie wenn ich es geahnt hätte schaue ich am Vortag wegen einer möglichen Sperre im Netz nach. Tatsächlich ist im Bereich der Schlögener Schlinge eine Unterbrechung. Also starte ich etwas später und radle vorerst nach Aschach.

Es ist ungewöhnlich warm für die Jahreszeit, ein Umstand, den ich für eine lange Mittagspause am Donauufer nutze. Heute sind schon einige Radler unterwegs und ganz Verwegene sogar in kurzer Hose. Das wäre mir eindeutig zu kalt.

Für die Rückfahrt nehme ich den Eferdinger Landl-Weg R18, allerdings mit einigen Abweichungen. So komme ich gleich zu Beginn nach Deinham, wo ich einen schon länger beabsichtigten Halt beim Kriegerfriedhof Hartkirchen mache. Heute nehme ich mir die Zeit und gehe durch das gesamte Areal mit seinen vielen, teilweise auch namenlosen Grabsteinen.

Dann lasse ich die Vergangenheit hinter mir und radle wieder zurück in die Gegenwart nach Hinzenbach, wo ich den nächsten kurzen Halt bei der Sprungschanze einlege. Hier herunter zu springen verlangt schon eine große Portion Mut und Können. Ich bleibe lieber erdverbunden und radle nach Eferding weiter.

Hier verlasse ich den R18 und trete die moderate Steigung nach Unterscharten hinauf. Über Forst, Axberg und Schauersfreiling komme ich nach 67 km zum Ausgangspunkt meiner Ausfahrt zurück.

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Auf der Sonnenseite / 17.10.2024

Heute herrschen wieder die richtigen Bedingungen für eine herbstliche Ausfahrt nach Passau. Kein Nebel und leichter Ostwind, dazu noch viel Sonne von früh bis spät.

Auf Grund der um diese Jahreszeit bereits tief stehenden Sonne ist der südliche Donauradweg schon oft im Schatten. Daher radle ich heute großteils nördlich der Donau.

Für die Kaffeepause bietet sich diesmal das "Haus am Strom" in Jochenstein an. Die Käsesahnetorte schmeckt vorzüglich und gibt mir die notwendige Energie für die verbleibenden Kilometer bis nach Passau.

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Buchsteinblick / 6.10.2024

Gerade ist der letzte Schnee geschmolzen, da kommt schon wieder Nachschub. Diesmal liegt die Schneefallgrenze aber weiter oben, was mir die Tourenauswahl etwas erleichtert.

Beim Start in Ardning ist es ziemlich frisch aber sonnig. Zwar versteckt sich die Sonne manchmal hinter Nebelschwaden, was mich aber zumindest im Tal nicht stört.

Beim Buchauer Sattel biege ich auf die Forststraße zur Grabneralm ab und verschwinde bald im Hochnebel. Die vor mir liegende 5 km lange Schotterstraße ist gut zu befahren und nirgends besonders steil.

Oben angekommen stelle ich das Rad ab, fixiere das Rückenteil auf eine der beiden Packtaschen und gehe los. Und zu meiner Freude erreiche ich bald die Nebelobergrenze. Jetzt ist der Blick auf die Gesäuseberge frei, was für ein toller Ausblick.

Kurz unterhalb vom Gipfel wird es etwas winterlich. Der Neuschnee bereitet mir aber keine Probleme und am Grabnerstein ist es aper. Trotz des eisigen Windes bleibe ich lange am Gipfel und betrachte die umliegenden Berge. Den Aufstieg zum Mittagskogel (Tour vom Vorjahr) würde ich bei den aktuellen Bedingungen aber nicht riskieren.

Wärmer und fast windstill ist es eine Stunde später beim Grabneralmhaus. Ich genieße die heiße Kaspressknödelsuppe, eine vorzügliche Schokoschnitte mit Kaffee und den herrlichen Ausblick zum Gr. Buchstein. Den werde ich bei der Abfahrt zum Buchauer Sattel noch mehrmals sehen.

Für die anschließende Rückfahrt nach Ardning nehme ich wieder den Ennsradweg. Abseits der Hauptstraße radle ich ohne Eile zur Bahnstation, von wo mich der REX pünktlich nach Linz bringt. Auf den Hauptstrecken sieht es derzeit aber anders aus.

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Römerradweg / 21.9.2024

Mit einer Länge von 242 km führt dieser Radweg von Passau nach Enns. In welche Richtung man fährt, ist auf Grund der guten Beschilderung egal. Daher richte ich mich nach dem Wind, und der weht heute aus östlicher Richtung. Nach dem Motto "alle Wege führen nach Rom" befahre ich die Etappe von Vöcklamarkt nach Traun daher in entgegengesetzter Richtung.

Den überwiegenden Teil der Strecke kenne ich schon von vergangenen Ausfahrten. Trotzdem gibt es immer wieder Neues zu entdecken.

Wels. Die Modellbahnanlage des Polizeisportvereins habe ich schon oft bewundert, aber noch nie in Betrieb gesehen. Doch heute herrscht hier reges Treiben, nicht nur auf den Schienen. Auch ferngesteuerte Lastautos werden hier mit einer verblüffenden Präzision bewegt.

Lambach. Auf Grund der letzten starken Regenfälle wird beim Kraftwerk gerade viel Wasser abgelassen und stürzt tosend über die Staumauer. Hier kann ich die immense Kraft des Wassers hautnah erleben.

Schwanenstadt. Der an der Ager verlaufende Radweg bringt mich direkt zu einem Stöbelturnier. So etwas habe ich auch noch nie gesehen. Meins wird es aber nicht werden.

Am Nachmittag komme ich nach Vöcklamarkt. Da ich noch etwas Zeit bis zur Abfahrt des Zuges habe, drehe ich eine Runde durch den Ort. Viel ist hier nicht los und das vermutlich einzige Cafe sperrt erst später auf. Aber da sitze ich schon im Zug nach Linz. 

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Nach dem Regen / 19.9.2024

Die Unwetter der letzten Tage haben nicht nur Überschwemmungen, sondern auch viel Neuschnee im Gebirge gebracht. Da ich mich für eine Winterwanderung nicht motivieren kann, steige ich lieber auf mein Rad und radle "zur Abwechslung" wieder einmal nach Passau. Hochwasserbedingte Sperren sind zwar nicht ganz auszuschließen, aber Ausweichmöglichkeiten gibt es ja genug.

Heute bleibe ich ausschließlich südlich der Donau, komme an drei Kraftwerken vorbei und erreiche nach 95 km Fahrt ohne Probleme mein Ziel.

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Abkühlung / 29.8.2024

Das Wetter ist nach wie vor hochsommerlich. Da es auch im Gebirge ungewöhnlich warm ist, verzichte ich auf eine Wanderung und suche mir eine andere Abkühlung. Am besten erscheint mir dafür ein Bad in einem kalten Fluss zu sein.

Vor zwei Jahren habe ich einen schönen Badeplatz an der Alm entdeckt, den ich heute wieder besuche möchte. Für die Radfahrt dorthin wähle ich diesmal aber eine etwas andere Route, und zwar die Variante über Vorchdorf und Bad Wimsbach-Neydharting.

Bis Lambach radle ich auf der mir vertrauten Strecke. Dort überquere ich die Traun und suche einen normalerweise gut sichtbaren Wegweiser, leider vergeblich. Erst im Nachhinein lese ich in Internet, dass derzeit noch keine Beschilderung von Lambach bis Einsiedling existiert. Da ich auch keinen GPS-Track habe, nehme ich einfach den kürzesten Weg, der sich aber nicht immer als optimal herausstellt. Manchmal ist ein kleiner Umweg auf Nebenstraßen die bessere Wahl.

Nach gut 80 anstrengenden Kilometer komme ich zum Badeplatz bei der Viktoriahütte (Redtenbachersche Industriesiedlung). Die Alm ist dort tief genug, dass ich sogar etwas schwimmen kann. Bei 16° eine erfrischendes Vergnügen.

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Kulmspitze / 14.8.2024

Von Linz nach Oberhofen mit dem Regionalzug. Das ist Entschleunigung pur. Keine Haltestelle wird bei der zweistündigen Fahrt ausgelassen. Das hat aber den Vorteil, dass im Zug nur wenige Fahrgäste sind. Der Radtransport ist daher - im Gegensatz zur Salzkammergutstrecke - völlig problemlos.

In der noch kühlen Morgenluft radle ich von der kleinen Haltestelle nach Zell am Moos, wo ich meine Begleiterin für die heutige Radtour treffe.

Auf asphaltierten Nebenstraßen beginnen wir mit einer Bergauffahrt in Richtung Mondseeberg und biegen nach 6 km auf eine Forststraße ab. In schöner Fahrt ohne größere Steigungen geht es nun immer im Wald weiter. Die erste Trinkpause machen wir bei der kleinen Waldkapelle in Radstatt.

Unser nächstes Ziel ist die Kulmspitze, zu der wir auf einer leicht ansteigenden Stichstraße kommen. Dass sich am höchsten Punkt eine Aussichtswarte befindet, war mir bisher nicht bekannt. Ich bin von der wunderbaren Aussicht beeindruckt und nehme mir vor, bei besserer Sicht nochmals hierher zu kommen.

Ab nun geht es bergab bis Mondsee. Auf kürzestem Weg durchfahren wir den Ort und folgen dann der Zeller Ache zur Erlachmühle. Anschließend radeln wir uns auf Nebenstraßen wieder zum Ausgangspunkt der Tour. Der Irrsee verschafft uns dann die notwendige Abkühlung an diesem heißen Sommertag.

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