Ziel verfehlt, Kilometer verdoppelt / 24.8.2026


Ich fahre nach längerer Zeit wieder mit Bahn und Bus zur Landesgrenze. Mein Ziel ist das 1,5 km östlich vom Angerkogel gelegene Kühfeld. Etwa 1000 hm sind dabei zu überwinden, die letzten allerdings weglos. So schwierig kann das nicht sein.

Nach einer guten Stunde komme ich zur Hintereggeralm und biege dort auf den Weg 287 zur Alblhütte ab. Hier kann ich erstmals die abweisende Südseite des Kühfelds sehen. Der unmarkierte Steig zum Gipfel soll sich aber etwas weiter westlich befinden.

Ich gehe weiter, schaue nach einer Abzweigung, werde aber nicht fündig. Den Steig dürfte ich übersehen haben. Ich gehe wieder zurück, schaue nochmals ganz genau, ob irgendwo eine Abzweigung oder Markierung zu sehen ist – leider vergeblich. Ich hätte mich doch genauer informieren sollen.

Für den Rückweg wähle ich die etwas längere Variante zur Hintersteineralm. Leider ist der Bus mittlerweile ohne mich abgefahren. In der Annahme, dass ich bei der Wurzeralmbahn sicher eine Mitfahrgelegenheit bis zur Bahnstation finden werde, gehe ich zuerst über das Hintersteinermoos und anschließend durch den Gipsgraben zur Talstation weiter.

Nach einer Stunde komme ich zum leeren Parkplatz. Damit habe ich nicht gerechnet. Da es mit dem Autostoppen nicht klappt, setze ich meinen Weg auf dem Gewässerlehrpfad nach Spital am Pyhrn fort. Für die sicher informativen Schautafeln am Weg habe ich mittlerweile nichts mehr übrig, ich will nur mehr den Zug erreichen.

Die letzten Kilometer ziehen sich, aber nach fast 25 km sehe ich endlich die Bahnstation vor mir und den soeben abfahrenden Zug. Heute geht aber auch alles schief. Notgedrungen verlängert sich mein Wandertag um eine Stunde, bis der nächste Zug kommt.

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