Die folgende Abfahrt ins Hintergebirge sollte man nicht unterschätzen. Die Schotterstraße ist nämlich stellenweise steiler als es aussieht und das Bremsen mit einem schweren Stromradl eine heikle Angelegenheit. Vorausschauendes Fahren ist kein Nachteil, nicht nur hier.
Weißwasser. Idyllisch plätschert der Bach neben mir während ich auf der Schotterstraße ins Hintergebirge radle. Ich komme zu mehreren Tafeln, auf denen die Geschichte des ehemaligen Bergbaugebietes kurz dargestellt wird. Mangels Handyempfang ist die virtuelle Zeitreise aber nicht möglich. Auch zu Hause habe ich es nicht geschafft, schade. Manchmal wäre eine kleine (analoge) Broschüre die bessere Wahl.
Mittlerweile ist es schon sehr warm geworden und ich freue mich auf "meinen" Badeplatz bei der großen Schlucht. Eine schattige Schotterbank und ein zwei Meter tiefer Tümpel in dem ich sogar etwas schwimmen kann, besser geht es nicht. Hier könnte man stundenlang sitzen und auf das gleichmäßige Rauschen des Wassers hören.
Von der Zivilisation (Bahnstation in Reichraming) trennen mich nur mehr 20 km, noch dazu leicht bergab. Es ist ein gemütlicher letzter Abschnitt trotz der spürbar höheren Temperatur im Ennstal.