Wandlkogel im zweiten Anlauf / 15.9.2026


Der Wandlkogel steht schon einige Jahre auf meiner Wunschliste. Der erste und bisher einzige Besteigungsversuch liegt bereits Jahre zurück. Damals musste ich am Fuße des Felsens umkehren und nahm mir fest vor, im nächsten Jahr wiederzukommen. Ein Irrtum, wie sich jetzt nach 15 Jahren herausstellt.

Diesmal beginne ich meinen Aufstieg im Hauergraben. Zuerst geht es zum Durchgang hinauf. Der Weg ist stellenweise etwas rutschig, was im schattigen und feuchten Graben aber kaum verwunderlich ist. Nach einer kurzen Trink- und Fotopause steige ich wieder ein Stück ab, bis ich auf eine Forststraße treffe, der ich bis zum Gsolberg folge.

An einer geeigneten Stelle steige ich weglos zum breiten Kamm hinauf und erreiche schon nach kurzer Zeit den höchsten Punkt. Ein schlichtes Naturkreuz markiert den Gipfel. Ich gehe weiter und stoße wenig später wieder auf die Forststraße, von der aus ich den Wandlkogel schon sehen kann. Um dorthin zu gelangen, muss ich allerdings noch ein Stück absteigen. Gelegentlich entdecke ich Steinmarkierungen, besonders hilfreich sind sie aber nicht.

Nach dem tiefsten Punkt bleibe ich immer am Kamm und folge nun den eindeutig erkennbaren Steigspuren. Schließlich komme ich zum Felsaufbau des Wandlkogels. Der Steig verläuft hier aber nicht knapp am Felsen, sondern führt etwas unterhalb vorbei. So lässt sich diese Stelle einfach bewältigen. Allerdings liegt jetzt noch der eigentliche Aufstieg vor mir.

Anfangs ist das Gelände zwar steil, aber nicht ausgesetzt. Dann komme ich zum Übergang zum Kreuz – eine zwar kurze, aber für mein Empfinden recht luftige Stelle. Nach einer kurzen Verschnaufpause gehe ich konzentriert weiter. Geschafft!
 
Am Gipfel ist dann wieder mehr Platz, so richtig wohl fühle ich mich hier oben aber nicht. Ich mache noch einige Fotos und steige vorsichtig zum Wandfuß ab, wo ich völlig entspannt eine lange Pause einlege.

Der Rückweg entspricht dann der Aufstiegsroute, allerdings halte ich mich vor dem Gegenanstieg eher rechts, um nicht zu viel an Höhe zu verlieren.

Bilder