Durch den Budergraben auf den Gamsplan, ein langer Aufstieg, landschaftlich beeindruckend, aber etwas mühsam. Meine Beine fühlen sich kraftlos an und dementsprechend langsam komme ich voran.
Nach 3¾ Stunden stehe ich endlich am Gipfel. Die Hohe Nock, nur 60 Meter höher und zum Greifen nahe, ist heute für mich unerreichbar.
Ich mache eine lange Pause und wie immer ein Gipfelfoto. Dabei fallen mir plötzlich die in einen Felsen eingemeißelten Zahlen auf. Das könnte 1909 heißen. Vielleicht finde ich zu Hause eine plausible Erklärung. Jetzt genieße ich aber die Aussicht.
Der Rückweg ist ident mit dem Aufstiegsweg, also rund 1300 hm wieder hinunter.
Und hier ist das Ergebnis einer kurzen Suche im Internet (von KI zusammengefasst und geschrieben):
Der Gipfel des Gamsplans im Sengsengebirge (1.902 m ü. A.) beherbergt ein gut erhaltenes Dokument der alpingeschichtlichen Landesaufnahme. Eine im Felsgestein eingemeißelte Markierung markiert den Standort eines historischen Messpunkts und hält den damaligen Kartenwert von 1.909 Metern fest, der in den älteren k.u.k. Spezialkarten der Jahrhundertwende offiziell geführt wurde.
Befund des Fundorts
- Ziffernfolge „1909“: Während die erste Ziffer („1“) durch starke Karstverwitterung kaum noch vom natürlichen Fels zu unterscheiden ist, sind die Ziffern „909“ deutlich lesbar eingehauen.
- Koordinatenkreuz: Unmittelbar unterhalb der Zahl ist eine tiefe Einkerbung aus einem waagrechten und einem senkrechten Strich sichtbar, die ein präzises Kreuz bzw. ein umgedrehtes „T“ bildet.
Historische Einordnung
- Das Zusammenspiel aus Zahl und Kreuz markiert einen offiziellen Höhenfestpunkt der österreichischen Landesvermessung. Die Zahl „1909“ stellt dabei keine Jahreszahl dar, sondern die damals gemessene Seehöhe von 1.909 Metern. Die Abweichung von sieben Metern zum heutigen offiziellen Wert (1.902 m) liegt im üblichen Toleranzbereich der damaligen optischen Messverfahren. Der Kreuzungspunkt der beiden Striche diente den k.u.k. Geometern als exakte Referenzlinie (Abschlaglinie) für die Aufstellung ihrer Messgeräte und zur präzisen Visur der Nachbargipfel. Trotz jahrzehntelanger Frost- und Verwitterungsprozesse auf fast 2.000 Metern Höhe ist dieser historische Fixpunkt als Dokument der frühen Kartografie bis heute erhalten geblieben.