AV-Ausflug Wachau / 3.10.2026

Auch heuer ist die Wachau wieder das Ziel des jährlichen Ausflugs der Ortsgruppe Leonding. Diesmal wandern wir in zwei Gruppen auf unterschiedlich langen Wegen von Senftenberg nach Stein.
 
Gleich zu Beginn geht es nördlich des Steinbachtales steil zur Hiesbergwarte hinauf. Der Ausblick vom Gipfelfelsen (427 m) ist für verwöhnte Bergmenschen eher bescheiden – Flachlandbewohner werden das wahrscheinlich mit anderen Augen sehen.

Abwechslungsreich geht es dann in einem weiten Bogen nach Egelsee, wo wir auf den Weitwanderweg 06 (Mariazellerweg) treffen. Es folgt ein kurzer Anstieg zur schön gelegenen Donauwarte. Der 1884 errichtete Aussichtsturm bietet einen herrlichen Blick über die vorgelagerten Weinberge und die Donau bis hin zum Stift Göttweig.

Die Schlussetappe führt uns durch Weingärten hinunter nach Stein, dem Endpunkt der Wanderung. Traditionsgemäß unterbrechen wir die Rückfahrt für einen Heurigenbesuch in Oberarnsdorf.

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Vom Karrenfeld zum Kühfeld / 30.9.2026

Diesmal bin ich besser vorbereitet, denn ein nochmaliges Scheitern an diesem doch relativ einfachen Berg möchte ich unbedingt vermeiden. Und da ich heute nicht auf den Bus angewiesen bin, habe ich gleich eine komplett andere Runde zusammengestellt.

Ausgangspunkt ist die Hintereggeralm, wo wir bereits beim Parkplatz den Aufstiegsweg zum ersten Gipfel sehen können. Sehr steil geht es hier zum Nazogl hinauf, was sich beim Näherkommen aber etwas relativiert. Ja, die Südflanke ist wirklich steil, aber der Weg ist so geschickt angelegt, dass man davon nicht sehr viel bemerkt. Der Traunstein ist jedenfalls unangenehmer zu besteigen.

Nach etwa 2½ Stunden stehen wir beim Gipfelkreuz. Die Aussicht ist immer wieder beeindruckend. Hier könnte man lange sitzen und "nur" schauen, beispielsweise zum Angerkogel. Noch besser ist es aber, wenn man gleich dorthin geht. Es ist nur ein Katzensprung und schon stehen wir auch auf diesem Gipfel.

Wir machen die üblichen Gipfelfotos und steigen dann nördlich zur verfallenen Angereralm ab. Dieser Abschnitt gefällt mir besonders gut, da man immer die Hochmölbing- und Warscheneckgruppe vor Augen hat. Der weitere Weg bietet dann weniger Ausblicke, dafür aber ein riesiges Karrenfeld, das wir uns etwas genauer ansehen.

Langsam nähern wir uns dem Kühfeld. Aufmerksam halten wir jetzt nach Steigspuren Ausschau und entdecken nach einer kurzen Gegensteigung tatsächlich so etwas wie einen Pfad. Und wir haben Glück: Hier geht es tatsächlich in Richtung Gipfel hinauf. Allerdings muss man stellenweise schon sehr genau schauen, damit man nicht einer Wildspur folgt (was uns einmal passiert ist). Weiter oben nimmt die Steigung ab und dann sehen wir auch schon das kleine Holzkreuz vor uns. Jetzt noch ein paar Schritte, dann haben wir es geschafft.

Für eine längere Rast fehlt uns heute leider die Zeit. Wir machen noch ein paar Erinnerungsfotos, dann beginnen wir den Rückweg zur Hintereggeralm. Eineinhalb Stunden später stoßen wir im schönsten Nachmittagslicht bei der Kinkhütte auf unsere gelungene Erstbesteigung an.

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Der lange Weg zum Hochsengs / 28.9.2026

Beim Blättern in meinem alten Tourenbuch fällt mir auf, dass ich noch nie den Hochsengs von der Südseite bestiegen habe. Ich war zwar mehrmals im Zuge der Überschreitung am Gipfel, den einzigen Besteigungsversuch vom Teichltal aus musste ich 2015 aber aufgrund der Schneelage abbrechen.

Heute sind die Bedingungen aber anders. Bei bestem Herbstwetter nehme ich den gleichen Weg wie vor neun Jahren und erreiche nach 4¼ Stunden den Gipfel. Die letzten 100 Meter haben mich viel Kraft gekostet, die bei der langen Rast aber langsam wieder zurückkehrt. Diese kann ich auch brauchen, denn der Abstieg ins Tal ist lang.

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100 Meter / 26.9.2026


Wieder einmal steige ich in Ardning aus dem Zug. Es ist nebelig und feuchtkalt – also richtig herbstlich. Mein Ziel ist der Kitzstein und, falls möglich, der Übergang zum Lahnerkogel mit anschliessendem Abstieg zum Pyhrnpass. Ob ich mir die kurze, aber luftige Passage zwischen den beiden Gipfeln heute zutraue, wird sich zeigen.

Vorerst gehe ich aber in 2½ Stunden zum Rossfeldboden, vorwiegend auf Forststraßen mit wenig Aussicht. Aber dann ändert sich das Bild: Der Weg führt jetzt steil und meist in der Falllinie die Südflanke hinauf. Besonders wohl fühle ich mich hier nicht, denn ich bevorzuge sanftere Anstiege. Schließlich erreiche ich aber doch problemlos den Kitzstein und genieße erst einmal die herrliche Aussicht.

Dann liegt der zwar kurze, aber etwas luftige Übergang zum Lahnerkogel vor mir. Schaut eigentlich nicht so schwierig aus. Konzentriert und ohne in die Tiefe zu blicken, gehe ich weiter. Es sind nur 100 Meter bis zu einem Felskopf – technisch einfach, aber für mich trotzdem grenzwertig. Daher bin ich auch erleichtert, als diese Stelle hinter mir liegt und ich wieder einen „normalen“ Weg vor mir sehe.

Wenig später komme ich zum Lahnerkogel, auf dem ich schon öfter gestanden bin. Heute ist es aber anders, denn hinter mir liegt eine Überschreitung, die ich schon lange machen wollte und heute realisieren konnte.

Dann beginne ich den westseitigen Abstieg: zuerst im freien Gelände an der Lawinenverbauung vorbei, später im Wald hinunter zur Fuchsalm. Nach einer kurzen Trinkpause (Gösser) erreiche ich zehn Minuten vor der Abfahrt die Bushaltestelle.

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Über den Brandberg zum Almsee / 23.9.2026


Mit 1074 m Höhe ist der Brandberg einer der Nebenschauplätze im Almtal. Einen markierten Weg zum Gipfel gibt es nicht, wohl aber ein schlichtes Kreuz. Aufgrund des Geländes dürfte der Aufstieg aber nicht allzu schwierig sein.

Ich beginne meine Rundwanderung beim Jagersimmerl. Nur leicht ansteigend gehe ich zuerst nördlich um den Berg und komme nach einer Stunde in den Bereich des Vorderen Springbaches. Ich könnte hier weiter auf der Forststraße bleiben, entscheide mich aber für die „Abkürzung“ über die Ostflanke. Der folgende weglose Aufstieg im teilweise hohen Gras ist mühsam und wahrscheinlich auch kein Zeitgewinn.

Nach 2¼ Stunden stehe ich am flachen Gipfel. Wie erwartet ist die Aussicht direkt beim Kreuz aufgrund der Bäume eingeschränkt, weiter unten könnte sie besser sein. Vorsichtig steige ich auf der Westseite ab und finde tatsächlich einen schönen Aussichtspunkt. Für eine längere Rast ist es mir hier aber zu luftig. Aber weiter unten am Ende einer Forststraße gibt es ihn: den perfekten Jausenplatz mit Almseeblick.

Der Rückweg bzw. Abstieg zum See zieht sich dann etwas, da ich aufgrund der Erfahrung beim Aufstieg auf eine Abkürzung verzichte. So kommen am Ende insgesamt 12,5 km zusammen.

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Wandlkogel im zweiten Anlauf / 15.9.2026


Der Wandlkogel steht schon einige Jahre auf meiner Wunschliste. Der erste und bisher einzige Besteigungsversuch liegt bereits Jahre zurück. Damals musste ich am Fuße des Felsens umkehren und nahm mir fest vor, im nächsten Jahr wiederzukommen. Ein Irrtum, wie sich jetzt nach 15 Jahren herausstellt.

Diesmal beginne ich meinen Aufstieg im Hauergraben. Zuerst geht es zum Durchgang hinauf. Der Weg ist stellenweise etwas rutschig, was im schattigen und feuchten Graben aber kaum verwunderlich ist. Nach einer kurzen Trink- und Fotopause steige ich wieder ein Stück ab, bis ich auf eine Forststraße treffe, der ich bis zum Gsolberg folge.

An einer geeigneten Stelle steige ich weglos zum breiten Kamm hinauf und erreiche schon nach kurzer Zeit den höchsten Punkt. Ein schlichtes Naturkreuz markiert den Gipfel. Ich gehe weiter und stoße wenig später wieder auf die Forststraße, von der aus ich den Wandlkogel schon sehen kann. Um dorthin zu gelangen, muss ich allerdings noch ein Stück absteigen. Gelegentlich entdecke ich Steinmarkierungen, besonders hilfreich sind sie aber nicht.

Nach dem tiefsten Punkt bleibe ich immer am Kamm und folge nun den eindeutig erkennbaren Steigspuren. Schließlich komme ich zum Felsaufbau des Wandlkogels. Der Steig verläuft hier aber nicht knapp am Felsen, sondern führt etwas unterhalb vorbei. So lässt sich diese Stelle einfach bewältigen. Allerdings liegt jetzt noch der eigentliche Aufstieg vor mir.

Anfangs ist das Gelände zwar steil, aber nicht ausgesetzt. Dann komme ich zum Übergang zum Kreuz – eine zwar kurze, aber für mein Empfinden recht luftige Stelle. Nach einer kurzen Verschnaufpause gehe ich konzentriert weiter. Geschafft!
 
Am Gipfel ist dann wieder mehr Platz, so richtig wohl fühle ich mich hier oben aber nicht. Ich mache noch einige Fotos und steige vorsichtig zum Wandfuß ab, wo ich völlig entspannt eine lange Pause einlege.

Der Rückweg entspricht dann der Aufstiegsroute, allerdings halte ich mich vor dem Gegenanstieg eher rechts, um nicht zu viel an Höhe zu verlieren.

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Laglsberg / 12.9.2026

Ein Besuch der Zeller Hütte gehört schon fast zum jährlichen Standardprogramm. Es ist auch wirklich sehr angenehm, dort auf der sonnigen Terrasse zu sitzen und auf die bekannten Gipfel des Stodertales zu blicken. Vor dem Genuss warten aber noch zwei Gipfel auf meine Besteigung.

Zuerst besuche ich den Schallerkogel, der fast am Weg liegt und eine herrliche Aussicht ins Loigistal bietet. Dann gehe ich weiter, passiere die 2000er-Marke und stehe kurz darauf am Lagelsberg. Auch dieser Gipfel ist ein erstklassiger Aussichtsberg.

Der kalte Wind und die Vorfreude auf eine heiße Suppe beschleunigen meinen Abstieg zur Hütte. Dort ist es windstill und warm – eine gute Kombination, wenn man noch vor einer halben Stunde mit Mütze und Jacke unterwegs war.
Beim Rückweg umrunde ich noch den Schafferteich, einschließlich Probeliegen im Himmelbett mit Seeblick. Zum Baden ist mir das Wasser allerdings zu trüb und so richtig erhitzt bin ich auch nicht.

Der letzte Abschnitt führt zuerst auf der Straße, dann über Wiesen direkt in die Ortsmitte von Vorderstoder. Der pünktliche Bus bringt mich zur Bahnstation Hinterstoder, wo ich in den pünktlichen Zug einsteige, der überpünktlich – nämlich eine Minute zu früh – in Linz ankommt.

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Über den Rinnerkogel zum Wildensee / 6.9.2026

Etwa 1.350 Höhenmeter liegen vor mir – also kein Spaziergang. Ohne nennenswerten Höhengewinn gehe ich zuerst entlang des Offensees bis zu einer kleinen Brücke, die über einen derzeit wasserlosen Bach führt. Ab hier beginnt der eigentliche Anstieg.

Da ich meine Kräfte einteilen muss, drossle ich das Tempo und steige gleichmäßig bis zur Abzweigung des unmarkierten Steiges kurz vor der Rinnerhütte auf. Nach einer kurzen Trinkpause gehe ich weiter. Der Wegverlauf ist gut zu sehen, auch eine gelbe Markierung gibt es fallweise. Beim Blick nach oben könnte man den Eindruck gewinnen, dass bald die ersten Kletterpassagen kommen. Ein Irrtum, zum Glück! Denn der Steig schlängelt sich geschickt zwischen den Felsen und kurzen grasigen Abschnitten in die Höhe.

Auf etwa 1.900 Metern Höhe ändert sich die Landschaft. Fast flach gehe ich – immer das imposante Kreuz im Blick – die letzten Meter zum Gipfel hinauf. Nach 4¼ Stunden erreiche ich den höchsten Punkt. Die Aussicht ist hervorragend, die Gipfeljause ebenso.

Beim Abstieg nehme ich den Normalweg und mache noch einen Abstecher zum Wildensee. Ohne lange zu zögern, springe ich in das 16 Grad kalte Wasser und schwimme eine kleine Runde – einfach herrlich!

Erfrischt beginne ich dann den langen Abstieg ins Tal. Leider geht sich die Einkehr bei der Rinnerhütte diesmal nicht mehr aus, dafür ist mein Zeitplan zu straff. Das ist aber auch schon der einzige Nachteil bei Touren mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

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Grenzsteine / 2.9.2026

Nach einer entspannten Fahrt steige ich in Putzleinsdorf aus dem Bus und beginne meine Wanderung am Böhmischen Jakobsweg mit einer Kaffeepause. Vor der Bäckerei sitzend lasse ich die Idylle des kleinen Ortes auf mich wirken. Was für ein Kontrast zum hektischen Treiben in Linz! Dann gehe ich endlich los.

Um zum nächsten Ort zu gelangen, muss ich 200 Höhenmeter überwinden. Der gut beschilderte Weg führt zuerst auf Nebenstraßen, später auf einem Waldweg zu den ersten Häusern von Pfarrkirchen. Dort treffe ich zwei Radfahrer aus Bayern, die den Jakobsweg mit dem Fahrrad von Krumau nach Passau befahren. Wir unterhalten uns eine Zeitlang und tauschen Erfahrungen aus. Solche Treffen sind selten und ich kann mich nur an zwei weitere Begegnungen in den letzten Jahren erinnern. Auf den Hauptrouten in Spanien schaut das aber ganz anders aus.

Es folgt ein längeres Bergabstück zum Rannastausee. Mittlerweile stellt sich ein erstes Hungergefühl ein und ich halte Ausschau nach einem Rastplatz. Wenig später sitze ich in einer Hängematte und genieße die Pause. So ein Glück hat man selten! Ausgeruht gehe ich nach Neustift weiter und biege am Ortsende in den Wald ab.

Bald tauchen die ersten Grenzsteine auf. 54 hat es seinerzeit gegeben, wie ich auf einer Schautafel nachlesen kann. Dann komme ich zur Ruine Neujochenstein. Viel ist hier nicht mehr zu sehen, aber immerhin etwas mehr als von der Ruine Altjochenstein.

Den Jakobsweg habe ich mittlerweile verlassen, denn der führt oberhalb der Donau nach Gottsdorf weiter. Ich gehe aber aufgrund der besseren Verkehrsanbindung zum Kraftwerk hinunter, wo nach kurzer Wartezeit der Bus nach Linz kommt.

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Genusstour / 30.8.2026

Nach der gestrigen Wanderung bleibe ich heute den ganzen Tag sitzen, aber nicht zu Hause, sondern im Sattel. Und tatsächlich ist das Radfahren – noch dazu mit Unterstützung – ein relativ gemütliches Unterfangen. Nur das Sitzfleisch meldet sich meistens nach 70 km. Ich frage mich, wie das die Teilnehmer der Tour de France 3.500 km lang aushalten. Jedenfalls nicht so entspannt wie ich bei meiner monatlichen Genusstour durchs Donautal.

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Punktlandung / 29.8.2026

Am Hofalmsattel

Nachdem die letzte Wanderung nicht ganz optimal verlaufen ist, bleibe ich heute auf vertrautem Terrain. Auf markierten Wanderwegen gehe ich von der Steiermark (Ardning) nach Oberösterreich (Spital am Pyhrn) – da kann diesmal wirklich nichts schiefgehen!

Da ich es nicht eilig habe, genieße ich ausgiebig die kulinarischen Pausen: Zu Mittag auf der Ardningalm und am Nachmittag auf der Hofalm.

Schließlich liegen 15 km und 830 hm hinter mir, als ich 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges bei der Bahnstation ankomme. Eine Punktlandung. So soll's sein!

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Freier Seezugang / 27.8.2026

Zwecks Erholung von meiner letzten Wanderung verlege ich mich heute wieder aufs Radfahren. Einfallslos – aber trotzdem immer wieder schön – ist der Traunsee mein Ziel. Außerdem gibt es dort noch einen Badeplatz, den ich besuchen möchte.

Etwas abweichend von meiner sonstigen Strecke wähle ich ab Lambach spontan eine Route weiter östlich des beschilderten Radwegs. Besser wäre es jedoch gewesen, die Route schon zu Hause zu planen, um nicht erst während der Fahrt an jeder zweiten Kreuzung auf die Karte oder das Handy schauen zu müssen. Aber ich habe es ja nicht eilig – nervig ist es trotzdem.

Um die Mittagszeit komme ich nach Gmunden. Im Zentrum ist heute viel los, da gerade für den bevorstehenden Töpfermarkt aufgebaut wird. Ich fahre ein Stück weiter bis zum Ende der Esplanade, wo sich die Freizeitanlage „Lehenaufsatz“ befindet. Ich bin positiv überrascht, dass es hier einen so schönen öffentlichen Seezugang gibt. Nach einer ausgiebigen Badepause radle ich zum nächsten Badeplatz weiter: die Bräuwiese in Traunkirchen.

Hier hat sich seit meiner Jugend wenig verändert. Nur die schattenspendenden Bäume waren in den 1970er-Jahren noch nicht vorhanden. Dafür gab es damals einige unangenehme Schlingpflanzen in Ufernähe, von denen heute nichts mehr zu sehen oder zu spüren ist.

Anschließend radle ich gemütlich nach Ebensee weiter, wo ich die Ausfahrt nach 94 Kilometern beende.

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Ziel verfehlt, Kilometer verdoppelt / 24.8.2026


Ich fahre nach längerer Zeit wieder mit Bahn und Bus zur Landesgrenze. Mein Ziel ist das 1,5 km östlich vom Angerkogel gelegene Kühfeld. Etwa 1000 hm sind dabei zu überwinden, die letzten allerdings weglos. So schwierig kann das nicht sein.

Nach einer guten Stunde komme ich zur Hintereggeralm und biege dort auf den Weg 287 zur Alblhütte ab. Hier kann ich erstmals die abweisende Südseite des Kühfelds sehen. Der unmarkierte Steig zum Gipfel soll sich aber etwas weiter westlich befinden.

Ich gehe weiter, schaue nach einer Abzweigung, werde aber nicht fündig. Den Steig dürfte ich übersehen haben. Ich gehe wieder zurück, schaue nochmals ganz genau, ob irgendwo eine Abzweigung oder Markierung zu sehen ist – leider vergeblich. Ich hätte mich doch genauer informieren sollen.

Für den Rückweg wähle ich die etwas längere Variante zur Hintersteineralm. Leider ist der Bus mittlerweile ohne mich abgefahren. In der Annahme, dass ich bei der Wurzeralmbahn sicher eine Mitfahrgelegenheit bis zur Bahnstation finden werde, gehe ich zuerst über das Hintersteinermoos und anschließend durch den Gipsgraben zur Talstation weiter.

Nach einer Stunde komme ich zum leeren Parkplatz. Damit habe ich nicht gerechnet. Da es mit dem Autostoppen nicht klappt, setze ich meinen Weg auf dem Gewässerlehrpfad nach Spital am Pyhrn fort. Für die sicher informativen Schautafeln am Weg habe ich mittlerweile nichts mehr übrig, ich will nur mehr den Zug erreichen.

Die letzten Kilometer ziehen sich, aber nach fast 25 km sehe ich endlich die Bahnstation vor mir und den soeben abfahrenden Zug. Heute geht aber auch alles schief. Notgedrungen verlängert sich mein Wandertag um eine Stunde, bis der nächste Zug kommt.

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Seen sammeln / 15.8.2026

Bis jetzt habe ich in diesem Sommer schon einige Seen besucht und natürlich auch darin gebadet. Um die Sammlung zu erweitern, besuche ich heute im Flachgau die dortigen Seen.

Ausgehend – oder besser gesagt ausfahrend – von Straßwalchen radle ich zuerst zum Grabensee. Leider gibt es dort kaum einen freien Seezugang. Der mir von früher bekannte Platz beim sogenannten Gnadenbründl wirkt alles andere als einladend. Wahrscheinlich darf man dort auch nicht baden (Naturschutzgebiet). Beim öffentlichen Strandbad von Perwang ist mir zu viel los.

Nächstes Ziel ist der Mattsee. Ein freier Seezugang ist auch dort kaum möglich. Ich habe den Eindruck, dass der Uferbereich fest in privater Hand ist. Zufällig entdecke ich aber doch noch eine Möglichkeit, ins Wasser zu gelangen und eine Runde zu schwimmen.

Beim nahen Obertrumer See habe ich mehr Glück. Dort gibt es einen wunderbaren Naturbadeplatz, den ich bei meiner Wanderung auf dem Jakobsweg letztes Jahr entdeckt habe. Mittlerweile wurde dort eine kleine Stiege angebracht, was den Zugang erheblich erleichtert. Nach einem ausgiebigen Bad setze ich die Fahrt auf Umwegen nach Neumarkt am Wallersee fort, wo ich die Seenrundfahrt beende.

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Landpartie / 14.8.2026


Wenn es so weitergeht, wird der August 2026 in die Geschichte eingehen. So viele Rad- und Badetage in kurzer Zeit sind wirklich ungewöhnlich.

Da ich ruhige Plätze bevorzuge, fällt meine Wahl heute wieder auf das Almtal. Zur Abwechslung habe ich mir diesmal eine teilweise neue Route zusammengestellt: Über Sipbachzell, Kremsmünster und Voitsdorf radle ich bei hochsommerlichen Temperaturen dem erfrischenden Bad in der Alm entgegen.

Zurück geht's wieder über den Ziehberg und in schneller Fahrt hinunter ins Kremstal.

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Langbathsee / 8.8.2026

Heute beginne die Radtour erstmals in Pinsdorf. Praktischerweise befindet sich neben der Bahnstation ein großes Lebensmittelgeschäft, wo ich mich mit Proviant eindecken kann. Dann radle ich bei aufgelockerter Bewölkung los.

Die Fahrt durchs Aurachtal ist unspektakulär, es ist eine ruhige Gegend mit den typischen Häusern meist im klassischen Landhausstil. Gepflegte Gärten, ein geschlossenes Gasthaus, wenig Verkehr.

Erste Pause bei der Nadasdy Klause. Von der ist allerdings wenig zu sehen, aber der Ausblick zum Höllengebirge ist auch nicht zu verachten. Ich unterhalte mich kurz mit einer Radlerin, die mit einem extrem leichten Carbonrad unterwegs ist. So ein Fliegengewicht könnte ich jetzt gut gebrauchen. Die folgende Auffahrt zum Sattel "Lueg" ist aber auch mit dem schweren E-Bike locker zu schaffen.

Bei der kurzen Abfahrt zum hinteren Langbathsee fällt mir das verfärbte Laub auf. Stellenweise sieht es hier aus wie Anfang Oktober. Dass es aber erst Anfang August ist, merke ich spätestens beim Schwimmen im See. Der Kälteschock, wie es bei einem Bergsee manchmal zu erwarten ist, bleibt aus.

Nach einer langen Pause fahre ich zum vorderen Langbathsee und weiter nach Ebensee. Hier ist es spürbar wärmer, eine weitere Badepause wäre jetzt angebracht. Diese mache ich aber erst in Traunkirchen, wo es gleich im Ort einen frei zugänglichen Badeplatz gibt. Solche Plätze sind nicht hoch genug zu schätzen, zumal der freie Seezugang leider nicht überall eine Selbstverständlichkeit ist.

Am Nachmittag radle ich weiter, vermeide diesmal aber die Hauptstraße. So komme ich ungeplant auch noch zu einem vorzüglichen Kaffee samt Vorführung einer Feldbahn. Liebevoll wurde hier eine schöne Strecke angelegt, ein sehr großes Spielzeug für Erwachsene, das aber auch Kinder erfreut.

Endpunkt meiner Ausfahrt ist wieder einmal der große Bahnhof in Attnang-Puchheim. Mein Zug kommt aus Salzburg und bleibt sprichwörtlich bei jedem Misthaufen stehen. Der Andrang ist daher sehr überschaubar und viel Platz für Rad und Radler (und -Innen, solche sind aber nicht zu sehen).

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Laudachsee / 5.8.2026

Mit dem Rad zum Laudachsee. Klingt nicht schwierig, zumal mehrere beschilderte Forstwege dorthin führen. Ohne lange zu überlegen wähle ich die Route über den Mitterweg, auf der ich schon einmal zum Laudachsee geradelt bin. Damals allerdings mit dem leichten Mountainbike und 22 Jahre jünger.

Ich starte beim Bahnhof, radle zuerst bergab zum See und anschließend in einer weiten Schleife bis zum letzten Parkplatz hinauf. Dort endet die asphaltierte Straße und der für Radfahrer freigegebene Wanderweg beginnt.

Anfangs noch ganz gut befahrbar, wird der Weg mit zunehmender Höhe immer steiniger. Mein schweres E-Bike ist für diese Bedingungen nur bedingt geeignet. Ohne Federung dringen sämtliche Schläge ungefiltert zu mir durch. Mich wundert es auch, dass die abgefahrenen Reifen diese Tortur unbeschadet überstehen. Zum Glück erreiche ich weiter oben die rettende Forststraße, auf der ich dann bequem bis zum Laudachsee fahren kann.

Zuerst radle ich noch um den See, dann gönne ich mir eine lange Badepause schön gelegenen See, eingerahmt von Katzenstein und Traunstein.

Die Weiterfahrt ins Almtal verläuft dann wesentlich entspannter als die Auffahrt von Gmunden. Abgesehen von einem kurzen Abschnitt im Hauergraben sind die Forststraßen gut zu befahren. Nach einer weiteren Badepause an der Alm radle ich wieder über den Ziehberg zur Bahnstation nach Kirchdorf.

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4-Seen-Fahrt / 3.8.2026

Sommerzeit ist Badezeit, das gilt besonders bei den aktuellen Temperaturen. Subjektiv habe ich den Eindruck, dass es von Tag zu Tag wärmer wird. Meine Wanderambitionen verschiebe ich daher abermals auf später.

Hier die Eckdaten meiner Route:

Bahnstation Oberhofen - Irrsee - Mondsee (erste Abkühlung) - Attersee (zweite Abkühlung) - Traunsee (dritte Abkühlung) - Bahnstation Traunkirchen.

Dabei befahre ich erstmals auch das Weissenbachtal, eine bei Motorradfahrern sehr beliebte Strecke. Der Radweg führt aber bis auf die letzten 2 km abseits der Straße, somit ist vom Straßenverkehr kaum etwas zu spüren.

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Kolomansbergrunde / 31.7.2026


Heiß geht es weiter und wieder "flüchte" ich aus dem Zentralraum auf das Land. Ich starte bei der Bahnstation Oberhofen und radle vorerst zum Campingplatz in Zell am Moos, wo ich meine Begleiterin treffe.

In Anbetracht der zu erwartenden Hitze entscheiden wir uns für eine nicht allzu lange Tour auf den Kolomansberg. Die Strecke ist abwechslungsreich und führt stellenweise durch den Wald.

Nach einer längeren Rast (nicht am höchsten Punkt, denn dort steht die Radarstation des Bundesheeres), genießen wir die lange Abfahrt über den Thalgauberg mit kurzem Zwischenstopp bei der Kneippanlage am Vetterbach.

Die letzten Kilometer in der Mittagshitze spulen wir mit etwas mehr Unterstützung rasch ab. So ein E-Bike hat nicht nur bei Steigungen einen Vorteil. Äußerst angenehm ist dann die Abkühlung im Irrsee. Weiter hätte ich heute nicht radeln wollen.

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22222 Kilometer / 30.7.2026

Der nächste heißer Tag. Diesmal radle ich wieder an die Alm zu meinem bevorzugten Badeplatz. Der einzige Nachteil ist derzeit der Schienenersatzverkehr auf der Almtalbahn, was die Rückfahrt um eine Stunde verlängert.

Die nächstgelegene Bahnstation befindet sich in Kirchdorf und dazwischen liegt der Ziehberg. Die Auffahrt zur Ziehberghöhe zieht sich etwas, nomen est omen. Dafür entschädigt die anschließende Abfahrt auf der gut ausgebauten Straße ins Kremstal.

Bei schon tief stehender Sonne beende ich die Fahrt in Kirchdorf. Der Tachostand ist heute um weitere 96 km angewachsen. Der "runde" Wert von 22222, erreicht zu Mittag in Lambach, ist am Abend schon wieder Geschichte.

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Kaltenbachwildnis / 28.7.2026

Wir beginnen die AV-Wanderung bei der Haltestelle Schloss Weyer mit dem Aufstieg am Ortnersteig auf den Grünberg. Zum Glück verläuft der steile Weg großteils im Schatten, sehr angenehm bei der schon am Vormittag herrschenden Hitze.

Nach einer ersten Pause am Grünberg gehen wir in Richtung Gschliefgraben weiter und nähern uns langsam der Kaltenbachwildnis. Bald wird der Steig schmäler, die Wände steiler und die Ausblicke in die Schlucht immer beeindruckender.

An einem schattigen Platz machen wir nochmals eine ausgiebige Rast, steigen dann in Richtung Hoisn ab, machen noch einen Abstecher zum Miesweg und gehen zur Schiffsanlegestelle zurück. Hier gibt es endlich die ersehnte Bademöglichkeit im Traunsee, der mit 24° bereits überdurchschnittlich warm ist.

Zurück geht's dann mit dem Schiff nach Gmunden und mit Bus und Bahn über Attnang nach Linz.

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Sandstrand / 25.7.2026


Baden in der Donau, das klingt etwas ungewohnt. Das Wasser ist trüb, die Strömung ist nicht zu unterschätzen und Badeplätze sind rar. Bei der aktuellen Hitze sollte man aber gewisse Vorurteile einmal vergessen und einen Versuch wagen.

Bei Engelhartszell, etwas unterhalb vom Kraftwerk Jochenstein, direkt am Radweg, befindet sich ein leicht zugänglicher Uferbereich, der nicht nur mit schattenspendenden Bäumen, sondern auch mit einem feinen Sandstrand aufwarten kann.

Der Wasserstand ist niedrig, eine Strömung nicht erkennbar. Vorsichtig steige ich ins Wasser. Der Übergang vom flachen Ufer ins tiefe Wasser verläuft ziemlich abrupt, das sollte man bedenken.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist es aber schon im trüben Wasser zu schwimmen. Optisch ist es jedenfalls sauber und nicht kalt. Für eine kurze Abkühlung an einem heißen Sommertag ideal. Erfrischt setze ich meine Fahrt nach Passau fort.

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Bruderkogel / 20.7.2026

Eine Erstbesteigung in den Rottenmanner Tauern. Wir beginnen beim Parkplatz in Pölsen auf rund 1200 m Höhe. Die Luft ist frisch und rein, eine Wohltat nach den letzten heißen Wochen.

Den Gipfel können wir bereits bei der Anfahrt sehen und wie so oft täuscht der erste Eindruck. Obwohl nur etwas über 1000 Höhenmeter zu überwinden sind, ist der Weg zum Gipfel lang. Besonders die letzten 200 Höhenmeter, wo das Gipfelkreuz schon zum Greifen nahe erscheint, ziehen sich. Aber vielleicht liegt es auch an meiner altersbedingt schwindenden Kondition.

Nach 3 Stunden stehe ich am Gipfel. Die Sicht könnte besser sein und sobald eine tiefhängende Wolke den Gipfel berührt, wird es rasch kalt. Trotzdem ergeben sich zwischendurch immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge.

Im Gipfelbereich fällt mir ein am Boden liegender Wegweiser mit der Aufschrift "2½ Stunden nach St. Johann" auf. Das wäre eine Alternative um nicht am Aufstiegsweg wieder absteigen zu müssen. Mein Begleiter ist von der Idee wenig begeistert bietet mir aber an, mich im Tal beim Gasthaus Bruckenhauser abzuholen. Ich überlege kurz und entscheide mich für den Abstieg ins Unbekannte.

Der Weg ist nicht zu verfehlen, zumal der Verlauf gut zu sehen ist. Zuerst geht es am breiten Kamm leicht bergab zum Korbachkogel (2255 m), von dort zum Steinermandl (2192 m) und dann vorwiegend bergab zur Abzweigung hinunter zur Klacklalm.

Der weitere Weg auf der 5 km langen Forststraße scheint nicht zu enden. Die einzige Abwechslung sind die dort weidenden Kühe, die mich als Eindringling skeptisch beobachten. Mir ist die Situation nicht geheuer, ich gehe schneller, kürze eine Kehre ab und bin froh, endlich das Gatter zu erreichen.

Nach genau 2½ Stunden komme ich zum vereinbarten Treffpunkt, zufällig zeitgleich mit meinem Fahrer, eine Punktlandung.

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Wetterglück / 17.7.2026

Ich starte bei Sonne, bin aber skeptisch. Laut Wetterbericht soll zu Mittag von Westen eine Schlechtwetterfront eintreffen. Das hindert mich aber nicht daran, meine Radtour ins Almtal zu beginnen.

Traun, Wels, Eberstalzell, alles bekannte Orte, durch die ich schon oft gefahren bin. Und trotzdem ist es jedes Mal anders. Pünktlich treffen die ersten dunklen Wolken ein. Laut meiner WetterApp befinde ich mich noch einige Kilometer vor der Niederschlagszelle. Wenn ich zügig weiter radle, könnte ich aber vom Regen verschont werden.

Kurz vor Scharnstein mache ich an der Alm meine überfällige Mittagspause. Ich spüre einige Tropfen und setze mich unter die Sträucher am Ufer. Nach wenigen Minuten ist der Spuk vorbei, die dunklen Wolken ziehen ab. Eine Stunde später scheint die Sonne vom makellos blauen Himmel.

Nach gemütlichen Stunden an der erfrischend kühlen Alm (16°) setze ich meine Fahrt über den Ziehberg nach Kirchdorf fort, wo ich die Tour beende. Außergewöhnlich schön ist dann die Bahnfahrt nach Linz. Beim alten Waggon kann man noch die Fenster öffnen und den Kopf in die kühle Abendluft hinaushalten. Ein Vergnügen mit Ablaufdatum, denn bald werden diese Waggons Geschichte sein.

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Fahrt ins Blaue / 16.7.2026

Bei Hitze ist das Radfahren noch immer die angenehmste Art der Fortbewegung, soferne der Strom nicht ausgeht. Fast wäre mir das heute passiert, aber mit Glück hat sich die Situation doch noch zum Positiven gewandelt. Die Lehre daraus: immer mit vollem Akku wegfahren.

Meine Fahrt geht diesmal ins Kremstal, ohne konkretes Ziel, einfach drauf los. Der Kremstalradweg verläuft meist auf Nebenstraßen ohne nennenswerten Steigungen. Es ist ein angenehmes Radfahren zwischen Wiesen und bereits abgeernteten Feldern.

In Wartberg verlasse ich das Kremstal und mache einen Abstecher auf den Magdalenaberg. Den hätte ich mir aber sparen können, denn die lange Steigung kostet viel Strom. Bis zum Bahnhof in Kirchdorf sollte ich es aber schaffen, zumal es bis Inzersdorf bergab geht.

Dort bleibe ich kurz stehen um auf der App die kürzeste Strecke zu suchen. Und was sehe ich da? Eine E-Bike Ladestation mitten am Ortsplatz mit einem passenden Ladekabel und daneben ein Gasthaus. So ein Zufall, hier bekomme ich Strom für mein Rad und eine Jause für den hungrigen Radler.

Nach einer ¾ Stunde fahre ich weiter, lasse Kirchdorf links liegen und steuere den Stausee in Klaus an. Hier war ich noch nie schwimmen, was ich heute endlich nachhole. Ohne Eile und mit genug Strom im "Tank" radle ich später zur Bahnstation in Klaus zurück, wo ich meine Fahrt ins Blaue beende.

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Triathlon / 13.7.2026

194 Kilometer mit der Bahn, 50 km mit dem Rad und 8 km zu Fuß, ein ungewöhnlicher Triathlon der es mir aber relativ einfach ermöglicht, erstmals "meine" Hütte im Gesäuse zu besuchen.

Die Bahnfahrt nach Ardning ist der gemütliche Auftakt für den heutigen Tag. Von dort geht's auf zwei Rädern weiter, zuerst nach Admont, dann zum Parkplatz Haindlkarhütte, wo ich nach 25 km das Rad abstelle.

Nun beginnt die langsamste Art der Fortbewegung, das Gehen. Meine Wanderung führt mich zuerst zum Erlebniszentrum Weidendom. Dort biege ich auf den Sagenweg in Richtung Johnsbach ab und folge diesem fast eben bis zur nächsten Abzweigung, wo ich erstmals einen Blick zur Gsengscharte habe.

Der erste Eindruck ist ernüchternd. Vor mir liegt ein breites, schattenlosen Kar mit Unmengen an Geröll. Der Aufstieg um die Mittagszeit ist suboptimal und das Gehen auf den losen Steinen mühsam. Weiter oben wird es aber besser, wahrscheinlich liegt es auch an der herrlichen Aussicht. Imposante Felswände links und rechts und dazwischen der schmale Steig, der vor der Scharte mit einem Seil entschärft wurde.

Oben ändert sich dann das Bild. Ich blicke in ein weites, eher flaches Kar und kann bereits die Haindlkarhütte sehen. Dahinter fast senkrechte Felswände, wo der berühmte Peternpfad durch die Felsen führt, unglaublich.

Rasch bin ich unten bei der Hütte und genieße das Essen und den einmaligen Ausblick. Woher der Name der Hütte und des Kars stammt, kann mir die Wirtin allerdings nicht sagen, mit meinen Vorfahren dürfte es aber nichts zu tun haben. Schade, aber vielleicht kann ich das noch aufklären.

Nach einem abschließenden Kaffee mit Kuchen steige ich in einer Stunde zum Ausgangspunkt ab. Dann radle ich mit dem kühlenden Fahrtwind im Gesicht nach Ardning zurück, wo ich nach kurzer Wartezeit in den fast leeren Zug nach Linz steige.

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Drei Gipfel und ein Bergsee / 10.7.2026


Dank einer Mitfahrgelegenheit erspare ich mir heute die teilweise sehr steile Auffahrt von Rottenmann zum Ausgangspunkt der Wanderung. Vor drei Jahren bin ich ja mit dem Rad "angereist" und soweit ich mich erinnern, war die Straße damals in einen besseren Zustand .... aber vielleicht täusche ich mich.

Mit einem ungefähren Plan im Kopf gehen wir los. Am ersten Gipfel - Stein am Mandl - stehen wir nach etwa 1¾ Stunden. Es ist etwas windig und wir verlegen die Gipfelrast nach weiter unten bevor der Weg wieder ansteigt zum Seegupf, ein leicht erreichbarer Gipfel am Weg zur Hochhaide. Spätestens hier ist es angebracht uns über die weitere Route Gedanken zu machen.

Bis zur Hochhaide ist es noch weit und der anschließende Abstieg zur Singsdorferalm lang. Wäre zwar machbar, das ist dann aber doch ein ambitioniertes Vorhaben. Nach kurzer Erörterung der anderen Möglichkeiten entscheiden wir uns einstimmig für folgende Genussvariante.

Wir gehen noch bis zum Diewaldgupf, dann zurück zur Seescharte, hinunter zum Globuckensee und machen dort eine Badepause.

2¼ Stunden später schwimme ich im gar nicht so kalten Bergsee, der sogar mit dem Luxus eines einfachen Badestegs aufwarten kann. Diesen könnte man auch als Stand-Up-Paddle zweckentfremden und damit den kleinen See befahren. Nur sitzen und rasten ist aber auch ganz schön.

Erfrischt und vom Schweiß befreit gehen wir anschließend zur Rottenmanner Hütte, die sich für eine Rast vorzüglich eignet, liegt sie doch nur mehr eine halbe Stunde vom Ausgangspunkt entfernt. Und diese kurze Strecke ist auch mit vollem Magen zu schaffen.

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Im Schongang / 27.6.2026

Bei der herrschenden Hitzewelle lautet die allgemeinen Empfehlung: anstrengende Tätigkeiten wenn möglich vermeiden. Eine Bergwanderung scheidet also aus, aber moderates Radfahren sollte kein Problem sein.

Meine Route lässt sich wie folgt kurz zusammenfassen. Mit der Bahn nach Großraming, dann durch den Lumplgraben nach Brunnbach. Von dort auf den Hirschkogelsattel und weiter zur Anlaufalm. Nach der Mittagsrast hinunter zum schwarzen Bach, Abstecher zur Haselschlucht und dann zu "meinem" Badeplatz. Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Reichraming.

Am Ende des Tages stehen 50 km mehr am Tacho, genug für einen extrem heißen Sommertag.

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Weißwasser / 25.6.2026

Der nächste heiße Tag kündigt sich an. Dank einiger harmloser Wolken merke ich davon bei der Auffahrt zum Hengstpass noch nichts, auch nicht bei der anschließenden fast 13 km langen Abfahrt nach Unterlaussa. Erst beim folgenden Anstieg zur Mooshöhe wird mir erstmals warm. Den notwendigen Durstlöscher gibt es dann bei Jausenstation. Und am ofenwarmen Strudel kann ich natürlich auch nicht vorbeiradeln.

Die folgende Abfahrt ins Hintergebirge sollte man nicht unterschätzen. Die Schotterstraße ist nämlich stellenweise steiler als es aussieht und das Bremsen mit einem schweren Stromradl eine heikle Angelegenheit. Vorausschauendes Fahren ist kein Nachteil, nicht nur hier.

Weißwasser. Idyllisch plätschert der Bach neben mir während ich auf der Schotterstraße ins Hintergebirge radle. Ich komme zu mehreren Tafeln, auf denen die Geschichte des ehemaligen Bergbaugebietes kurz dargestellt wird. Mangels Handyempfang ist die virtuelle Zeitreise aber nicht möglich. Auch zu Hause habe ich es nicht geschafft, schade. Manchmal wäre eine kleine (analoge) Broschüre die bessere Wahl.

Mittlerweile ist es schon sehr warm geworden und ich freue mich auf "meinen" Badeplatz bei der großen Schlucht. Eine schattige Schotterbank und ein zwei Meter tiefer Tümpel in dem ich sogar etwas schwimmen kann, besser geht es nicht. Hier könnte man stundenlang sitzen und auf das gleichmäßige Rauschen des Wassers hören.

Von der Zivilisation (Bahnstation in Reichraming) trennen mich nur mehr 20 km, noch dazu leicht bergab. Es ist ein gemütlicher letzter Abschnitt trotz der spürbar höheren Temperatur im Ennstal.

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Bike & Hike / 20.6.2026

Es wird wärmer und meine Begeisterung fürs Wandern schwindet mit zunehmender Temperatur. Jetzt ist die richtige Zeit für die Umsetzung eines schon länger geplanten Tour gekommen.

Als einer der wenigen Fahrgäste steige ich in Linz in den klimatisierten Zug (Niederflurfahrzeug!!!). Diese Verbindung ist ideal, denn ich kann ohne Umsteigen bis nach Grünau fahren. Im Ort kaufe ich mir noch eine Jause und radle in Richtung Almsee los. Nach 11 km komme ich zur Seeklause und mache wie schon so oft ein Foto vom See mit dem Ameisstein. Dann biege ich auf die Forststraße "Hochpfad" ab.

Schon nach wenigen Metern komme ich zu einer Tafel mit einem Hinweis zur Schwierigkeit der Strecke. Die Warnung ist durchaus begründet, wie ich im Laufe des Tages noch feststellen werde. Aber vorerst geht es eher moderat, manchmal etwas steiler auf einer gut befahrbaren Schotterstraße zum Gschirrsattel hinauf. Hier gönne ich dem Rad eine Pause und gehe zu Fuß weiter.

Anfang noch flach schlängelt sich der unmarkierte Pfad bald steil zum Gschirreck hinauf. Bei Nässe könnte es hier unangenehm sein, heute aber ist es staubtrocken. Nach einer Stunde erreiche ich den Gipfel. Länger möchte ich bei der Hitze nicht gehen. In Anbetracht der angekündigten Gewitter steige ich aber bald wieder ab.

Nun folgt die anspruchsvolle Abfahrt zum Offensee. Anfangs ist der Weg noch befahrbar, doch dann steige ich ab und schiebe das schwere Rad hinunter. Und das ist tatsächlich sehr mühsam, zumal das Rad gewichtsbedingt eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Gut zwanzig Minuten benötige ich für diesen Abschnitt, dann habe ich endlich wieder eine Forststraße unter den Rädern und rolle leicht bergab bis zum Ufer des Offensees. Badepause.

Dann die Rückfahrt ins Trauntal, ein Genuss, da es nur bergab geht. Unten in Ebensee spüre ich aber wieder die Hitze. Auch neben dem See ist es kaum kühler. Da hilft nur eine letztes Bad kurz vor Altmünster, um die folgenden Kilometer bis nach Attnang zu überstehen.

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Seitenwechsel / 18.6.2026

Sommerlich warm und leichter Ostwind - die ideale Voraussetzung für eine Fahrt entlang der Donau nach Passau. Zur Abwechslung wechsel ich diesmal kurz vor Schlögen die Seite. Hier ist es wesentlich angenehmer, da auf der schmalen Uferstraße kaum Verkehr herrscht. Erst in Jochenstein überquere ich wieder die Donau und gleichzeitig die Staatsgrenze. Ein Selbstverständlichkeit, von der viele Menschen nur Träumen können.

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Dutra / 8.6.2026

Ohne konkretes Ziel radle ich entlang der Traun nach Wels, wo ich spontan zum Stadtplatz abbiege. Hier war ich schon eine Ewigkeit nicht mehr und mir gefallen die alten Häuser und schmalen Gassen. Positiv überrascht bin ich auch von der guten Beschilderung des Radweges. So finde ich ohne langes Suchen den richtigen Weg aus der Stadt.

Langsam nähere ich mich dem Trattnachtal und folge nun einige Kilometer dem gleichnamigen Radweg. Ungeplanterweise (Abzweigung übersehen) komme ich nach Winkling. Für nicht Ortskundige, das ist kurz nach Oberstötten, wo mir eine alter Traktor auffällt. Es ist ein Dutra, ein Ungetüm aus Stahl und riesigen Rädern mit dem Ostblockcharme aus den 1970er Jahren. So hat man früher Fahrzeuge gebaut.

In Anbetracht der schwindenden Akkuladung muss ich mir langsam eine Bahnstation für die Rückfahrt suchen. Zell an der Pram erscheint mir dafür passend zu sein. Und praktischerweise gibt es hier wieder einen Radweg, den R 21, wobei die Bezeichnung "Radweg" irreführend ist. Eine bauliche Trennung gibt es nämlich nicht, was bei dem geringen Verkehr auf den Nebenstraßen auch nicht notwendig ist.

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Gr. Pyhrgas / 4.6.2026

Der Gr. Pyhrgas gehört nicht zu meinen Lieblingsbergen. Erst vier Besteigungen finde ich in meinen Aufzeichnungen. An der Aussicht kann es jedenfalls nicht liegen, denn die ist exzellent. Wahrscheinlich liegt es am Weg, der mir nicht sonderlich behagt.

Dank einer Mitfahrgelegenheit komme ich heute wieder in den "Genuss" diesen Berg zu besteigen. Wir parken bei der Bosruckhütte und wählen die Variante über den Lugsattel, den vermutlich am meisten begangenen Weg. Mit leichtem Rucksack und neuen Schuhen komme ich gut voran und bewältige die 1200 hm in knapp drei Stunden.

Nach einer ausgedehnten Rast beginnen wir mit dem Abstieg. Wir nehmen den Hofersteig um zum Rohrauerhaus zu gelangen. Rückblickend eine schlechte Wahl, denn der Steig ist steil, brüchig und viele lose Steine erfordern ständige Konzentration. Bei meinen bisherigen zwei Aufstiegen ist mir das nicht so aufgefallen, aber absteigen würde ich hier nicht mehr.

Ab der Baumgrenze wird das Gehen einfacher, dafür nimmt der Durst zu. Für die Lösung dieses "Problems" bietet sich das Rohrauerhaus an. Beim anschließenden Rückweg zum Ausgangspunkt können wir noch einen Blick auf die steile Flanke des Gr. Pyhrgas werfen. An meiner Einstellung zu diesem Berg hat sich nichts geändert.

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Signalkogel / 2.6.2026

Eine AV-Wanderung mit Bahn und Bus. Nach einer relativ kurzen Anreise (1:15 ab Linz) starten wir bei der Großalm. Den höchsten Punkt des Tages, das ist der hintere Signalkogel, der im Gegensatz zum vorderen Signalkogel keine Aussicht zu bieten hat aber um 108 Meter höher ist, erreichen wir nach etwa einer Stunde.

Auch beim anschließenden Übergang zum vorderen Signalkogel gibt es wenig zu sehen, dafür ist die Aussicht am Gipfel umso besser. Vom Brunnkogel zum Grünalmkogel und darunter der dunkelblaue Langbathsee, ein herrlicher Blick.

Obwohl der See schon zum Greifen nahe liegt, benötigen wir noch fast eine Stunde bis zum Langbathseestüberl. Dort verzichte auf das Mittagessen, was mir beim fleischlastigen Angebot nicht schwer fällt und nehme stattdessen ein Bad im überraschen warmen Wasser (geschätzt 19-20 Grad).

Der weitere Routenverlauf ist abwechslungsreich. Auf Forststraßen und Waldwegen gehen wir zum ehemaligen Gasthaus Windlegern (jetzt Frühstückspension) und von dort immer bergab zur Bushaltestelle in Neukirchen.

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Springbach / 28.5.2026


Das Gebiet westlich vom Almtalerhaus bietet nicht das, was Bergbegeisterte üblicherweise suchen. Eine schöne Aussicht, ein Gipfelkreuz, ein markierter Weg, Fehlanzeige. Dafür gibt es viel Wald, Forststraßen und einige Wasserfälle, die ich mir heute aus der Nähe anschauen möchte.

Beim Zustieg nehme ich den Umweg über das Stranegg, eine unscheinbare Erhebung mit bescheidenen 994 Meter Höhe, dafür mit schönem Blick zu den abweisenden Nordwänden des Toten Gebirges, falls dieser nicht durch Wolken eingeschränkt ist.

Der erste Wasserfall befindet sich am Ende einer Forststraße hinter einer Abbruchkante, wo der Hang schon etwas abgerutscht ist. Der kurze Übergang ist aber problemlos zu schaffen. Nach wenigen Metern komme ich zum "richtigen" Wasserfalls. Ich mache einige Fotos und steige dann rechts noch einige Meter hinauf. Hier sieht man eindrucksvoll, wie das Wasser richtige Wannen in den Fels "gegraben" hat.

Der Rückweg. Ein Abstieg entlang des Baches ist durchgehend nicht möglich, also weiche ich stellenweise in den Wald und später auf die Forststraße aus.

Bevor der hintere Springbach in den Straneggbach mündet, kann man noch einen letzten Wasserfall bestaunen. Diesen kann man entweder von der Forststraße aus schlecht sehen, oder zwecks besserer Sicht ein kurzes Stück steil absteigen. Natürlich wähle ich die zweite Möglichkeit und erreiche nach erfolgreicher Besichtigung bald wieder den Ausgangspunkt.

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Traunradweg / 26.5.2026


Ende Mai und es hat schon eine Temperatur wie im Sommer. Wenn das so weitergeht, wird es im August ungemütlich. Momentan reicht zur Abkühlung aber noch der Fahrtwind.

Am Traunradweg R4 nach Gmunden, weiter nach Attnang und mit dem Zug zurück, so schaut meine unspektakuläre Tagestour aus. Für die 93 km lange Strecke lasse ich mir viel Zeit. Da geht sich diesmal auch ein kurzer Powernap auf einer schattigen Bank kurz vor Gmunden aus. Sehr zu empfehlen, vielleicht sollte ich so eine Pause öfters machen.

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Donaulimes / 23.5.2026

Gelenkschonend befahre ich heute einen Abschnitt des westlichen Donaulimes, seit Juli 2021 mit dem Prädikat "Welterbe" versehenden. Bei meiner letzten Fahrt im April habe ich ja bereits das Römerbad in Schlögen besichtigt, heute sehe ich mir das Kleinkastell in Oberranna an, oder besser gesagt, was davon noch übrig ist.

Nach einer kurzen Besichtigung radle ich weiter, komme aber nicht weit, denn beim Engelszeller Stiftscafé kann ich nicht einfach vorbeifahren. Und der Halt lohnt sich, denn es gibt frische Schaumrollen, köstlich!!!!

Ohne Gefahr einer Unterzuckerung fahre ich anschließend nach Passau weiter, wo meine Ausfahrt wie immer beim Bahnhof endet.

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Belastungsprobe / 21.5.2026


Der Mai hat nicht wunschgemäß begonnen. Ein kleiner Ausrutscher hat das rechte Fußgelenk beleidigt. Nach einer kurzen Schonphase, die mir aber trotzdem lange vorgekommen ist, beginne ich vorsichtig mit einer einfachen Wanderung in die Röll. Mein Interesse gilt dabei besonders dem Wasserfall beim Grieskar.

Ausgangspunkt ist der gebührenpflichtige Parkplatz hinten beim Seehaus. Als Öffibenutzer machen die Betreiber allerdings kein Geschäft mit mir.

1¼ Stunden später stehe ich bei der Abzweigung ins Grieskar. Bisher hat der Fuß die Belastung gut vertragen. Um zum Wasserfall zu gelangen muss ich aber jetzt den Weg verlassen. Der Zustieg ist nicht schwierig, aber das Gehen im Gelände verlangt einiges an Aufmerksamkeit.

Und dann stehe ich am Wandfuß in unmittelbarer Nähe der beiden Wasserfälle. Es ist eine beeindruckende Szenerie, die sich hier aufbaut. Einige Minuten beobachte ich das herabstürzende Wasser, dann gehe ich zum Almsee zurück.

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Logenplatz / 30.4.2026

Auf der Suche nach einem von mir noch unbestiegenen Gipfel stoße ich auf das Hohe Eck, knapp 2 km nördlich vom bekannten Gr. Woising. Die bescheidene Höhe von lediglich 1270 Meter und der lange Zustieg auf Forststraßen dürfte für die meisten zu wenig attraktiv sein, nicht aber für mich.

Ausgangspunkt ist der Almsee, wo ich am 04er etwa bis zum Nesseltal gehe. Während der Hochpfad hier rechts abzweigt, bleibe ich auf der Forststraße und komme nach einigen Kehren langsam in Gipfelnähe. Die letzten 150 Höhenmeter steige ich weglos zum höchsten Punkt hinauf, markiert nur durch ein kleines Stoamandl.

Da die Sicht durch Bäume etwas eingeschränkt ist, gehe ich noch einige Meter weiter. Das Gelände wirkt sehr naturbelassen, hierher "verirren" sich wohl selten Wanderer. Nach 50 Meter komme ich zu einer Geländekante, wo ich einen herrlicher Blick ins hintere Kolmkar und zum Wildkar habe. Es ist ein Logenplatz der Extraklasse. Lange betrachte ich die abweisenden Nordwände des Toten Gebirges durch das Fernglas, ein selten schönes Panorama.

Beim Rückweg kürze ich die langen Kehren der Forststraße etwas ab und steige weglos durch den lichten Wald ab. Beim Wanderweg 420 schließt sich wieder der Kreis.

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Haugstein / 28.4.2026

Die heutige AV-Wanderung entspricht großteils einer Etappe des Donausteiges, die ich vor drei Jahren gegangen bin. Abweichend vom Originalweg drehen wir am Beginn eine Ehrenrunde in der Gemeinde Vichtenstein, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das so beabsichtigt ist. Aber egal, die Waldwege sind angenehm zu begehen und das Wetter ist perfekt.

Nach drei Stunden erreichen wir den höchsten Punkt des Innviertels, hauptsächlich bestehend aus einigen Felsen mitten im Wald. Zum Rasten ein idealer Platz, zum in die Ferne Schauen ungeeignet.

Schöne Ausblicke gibt es dafür beim Abstieg ins Donautal. Bis zum Hochficht reicht der Blick, die Schneisen der Schipisten sind mit freiem Auge gut zu sehen. Schön ist auch der Abstieg am Wiesenweg nach Engelhartszell, dem Endpunkt der Wanderung.

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Am richtigen Gipfel / 24.4.2026


Bis vor Kurzem war ich der Meinung, dass ich im Jänner 2025 am Hirschriedel war. Von einer verlässlichen Quelle habe ich aber erfahren, dass ich vermutlich am falschen Gipfel gestanden bin, wobei von einem Gipfel ohnehin nicht die Rede sein kann, denn ein Riedel ist eigentlich ein schmaler, langgestreckter, flacher Geländerücken zwischen zwei Tälern. Trotzdem mache ich mich nochmals auf den Weg um den richtigen Hirschriedel zu besteigen.

Ich starte wieder bei der Haltestelle Kalkofen/Landesgrenze und gehe - diesmal bei frühlingshaften Temperaturen - durch den Lexgraben zur Hintereggeralm. Und wie immer mache ich dort die erste Pause und wie immer bin ich von der herrlichen Aussicht beeindruckt. Hier könnte man lange sitzen und "nur" in die Gegend schauen.

Schauen muss ich aber jetzt woanders hin, und zwar in den Wald um die rund 200 Höhenmeter von der Alm zum Gipfel zu überwinden. Einen Weg/Steig kann ich nicht erkennen. Das Gelände ist aber halbwegs übersichtlich, was den weglosen Aufstieg erleichtert.

Weiter oben treffe ich auf eine Forststraße. Theoretisch könnte man mit dem Rad fast bis zum Gipfel fahren, praktisch aber nicht (Fahrverbot). Von hier sind es nur mehr wenige Meter bis zum richtigen Hirschriedel, eine felsige Erhebung etwa 300 Meter südwestlich vom falschen Hirschriedel. Nach drei Stunden stehe ich neben dem schlichten Kreuz und bewundere die herrliche Aussicht zum Grimming, Dachstein und ins Ennstal.

Da noch ein weiter Weg vor mir liegt, fällt die Gipfelrast heute etwas kurz aus. Mein nächstes Ziel ist die Rote Wand, dann der unscheinbare Sonnwendstein, weiter über das Liezener Eck zur Großen- u. Kleinen Schale und von dort hinunter nach Weißenbach.

Fast schon erholsam ist dann der letzte Abschnitt am schönen Marienwaldweg nach Liezen zur Bahnstation, ein dichtes Programm. Aber mittlerweile kann ich die Gehzeiten ganz gut abschätzen, sodass ich ohne Probleme den Zug nach Selzthal/Linz erreiche.

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Am Jakobsweg im Mühlviertel / 22.4.2026

Dieser Wanderweg führt über 135 km von Krumau nach Passau. Da ich derzeit nicht eine Woche am Stück gehen möchte, stelle ich mir eine von der Länge und Erreichbarkeit passende Etappe zusammen. So komme ich auf die Idee, von Rohrbach nach Putzleinsdorf zu gehen, mit etwas über 17 km gerade recht für eine Tagestour.

Bei bestem Wanderwetter beginne ich bei der Pfarrkirche, die dem Hl. Jakob geweiht ist, meine Wanderung. Bald lasse ich den Ort hinter mir und gehe durch eine abwechslungsreiche Landschaft nach Sarleinsbach.

Beim örtlichen Nahversorger ergänze ich meine Jause, in der Kirche bekomme ich einen Pilgerstempel und etwas außerhalb vom Ort finde ich einen schönen Rastplatz. Etwa 2/3 der Etappe habe ich bereits geschafft und ich gönne meinen Füßen eine Mittagspause.

Das Auf und Ab des Vormittages setzt sich auch am Nachmittag fort. Das Mühlviertel ist eine hügelige Landschaft, was beim Gehen besonders auffällt.

Kurz vor Putzleinsdorf treffe ich auf den 150er, den ich vor einigen Jahren schon einmal begangen habe. Langsam kommt die Erinnerung zurück, an die Kapelle im Wald, an den ersten Blick auf die Häuser und an den schönen Ortsplatz. Zufrieden beende ich hier meine Wanderung.

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