Kolomansbergrunde / 31.7.2026


Heiß geht es weiter und wieder "flüchte" ich aus dem Zentralraum auf das Land. Ich starte bei der Bahnstation Oberhofen und radle vorerst zum Campingplatz in Zell am Moos, wo ich meine Begleiterin treffe.

In Anbetracht der zu erwartenden Hitze entscheiden wir uns für eine nicht allzu lange Tour auf den Kolomansberg. Die Strecke ist abwechslungsreich und führt stellenweise durch den Wald.

Nach einer längeren Rast (nicht am höchsten Punkt, denn dort steht die Radarstation des Bundesheeres), genießen wir die lange Abfahrt über den Thalgauberg mit kurzem Zwischenstopp bei der Kneippanlage am Vetterbach.

Die letzten Kilometer in der Mittagshitze spulen wir mit etwas mehr Unterstützung rasch ab. So ein E-Bike hat nicht nur bei Steigungen einen Vorteil. Äußerst angenehm ist dann die Abkühlung im Irrsee. Weiter hätte ich heute nicht radeln wollen.

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22222 Kilometer / 30.7.2026

Der nächste heißer Tag. Diesmal radle ich wieder an die Alm zu meinem bevorzugten Badeplatz. Der einzige Nachteil ist derzeit der Schienenersatzverkehr auf der Almtalbahn, was die Rückfahrt um eine Stunde verlängert.

Die nächstgelegene Bahnstation befindet sich in Kirchdorf und dazwischen liegt der Ziehberg. Die Auffahrt zur Ziehberghöhe zieht sich etwas, nomen est omen. Dafür entschädigt die anschließende Abfahrt auf der gut ausgebauten Straße ins Kremstal.

Bei schon tief stehender Sonne beende ich die Fahrt in Kirchdorf. Der Tachostand ist heute um weitere 96 km angewachsen. Der "runde" Wert von 22222, erreicht zu Mittag in Lambach, ist am Abend schon wieder Geschichte.

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Kaltenbachwildnis / 28.7.2026

Wir beginnen die AV-Wanderung bei der Haltestelle Schloss Weyer mit dem Aufstieg am Ortnersteig auf den Grünberg. Zum Glück verläuft der steile Weg großteils im Schatten, sehr angenehm bei der schon am Vormittag herrschenden Hitze.

Nach einer ersten Pause am Grünberg gehen wir in Richtung Gschliefgraben weiter und nähern uns langsam der Kaltenbachwildnis. Bald wird der Steig schmäler, die Wände steiler und die Ausblicke in die Schlucht immer beeindruckender.

An einem schattigen Platz machen wir nochmals eine ausgiebige Rast, steigen dann in Richtung Hoisn ab, machen noch einen Abstecher zum Miesweg und gehen zur Schiffsanlegestelle zurück. Hier gibt es endlich die ersehnte Bademöglichkeit im Traunsee, der mit 24° bereits überdurchschnittlich warm ist.

Zurück geht's dann mit dem Schiff nach Gmunden und mit Bus und Bahn über Attnang nach Linz.

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Sandstrand / 25.7.2026


Baden in der Donau, das klingt etwas ungewohnt. Das Wasser ist trüb, die Strömung ist nicht zu unterschätzen und Badeplätze sind rar. Bei der aktuellen Hitze sollte man aber gewisse Vorurteile einmal vergessen und einen Versuch wagen.

Bei Engelhartszell, etwas unterhalb vom Kraftwerk Jochenstein, direkt am Radweg, befindet sich ein leicht zugänglicher Uferbereich, der nicht nur mit schattenspendenden Bäumen, sondern auch mit einem feinen Sandstrand aufwarten kann.

Der Wasserstand ist niedrig, eine Strömung nicht erkennbar. Vorsichtig steige ich ins Wasser. Der Übergang vom flachen Ufer ins tiefe Wasser verläuft ziemlich abrupt, das sollte man bedenken.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist es aber schon im trüben Wasser zu schwimmen. Optisch ist es jedenfalls sauber und nicht kalt. Für eine kurze Abkühlung an einem heißen Sommertag ideal. Erfrischt setze ich meine Fahrt nach Passau fort.

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Bruderkogel / 20.7.2026

Eine Erstbesteigung in den Rottenmanner Tauern. Wir beginnen beim Parkplatz in Pölsen auf rund 1200 m Höhe. Die Luft ist frisch und rein, eine Wohltat nach den letzten heißen Wochen.

Den Gipfel können wir bereits bei der Anfahrt sehen und wie so oft täuscht der erste Eindruck. Obwohl nur etwas über 1000 Höhenmeter zu überwinden sind, ist der Weg zum Gipfel lang. Besonders die letzten 200 Höhenmeter, wo das Gipfelkreuz schon zum Greifen nahe erscheint, ziehen sich. Aber vielleicht liegt es auch an meiner altersbedingt schwindenden Kondition.

Nach 3 Stunden stehe ich am Gipfel. Die Sicht könnte besser sein und sobald eine tiefhängende Wolke den Gipfel berührt, wird es rasch kalt. Trotzdem ergeben sich zwischendurch immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge.

Im Gipfelbereich fällt mir ein am Boden liegender Wegweiser mit der Aufschrift "2½ Stunden nach St. Johann" auf. Das wäre eine Alternative um nicht am Aufstiegsweg wieder absteigen zu müssen. Mein Begleiter ist von der Idee wenig begeistert bietet mir aber an, mich im Tal beim Gasthaus Bruckenhauser abzuholen. Ich überlege kurz und entscheide mich für den Abstieg ins Unbekannte.

Der Weg ist nicht zu verfehlen, zumal der Verlauf gut zu sehen ist. Zuerst geht es am breiten Kamm leicht bergab zum Korbachkogel (2255 m), von dort zum Steinermandl (2192 m) und dann vorwiegend bergab zur Abzweigung hinunter zur Klacklalm.

Der weitere Weg auf der 5 km langen Forststraße scheint nicht zu enden. Die einzige Abwechslung sind die dort weidenden Kühe, die mich als Eindringling skeptisch beobachten. Mir ist die Situation nicht geheuer, ich gehe schneller, kürze eine Kehre ab und bin froh, endlich das Gatter zu erreichen.

Nach genau 2½ Stunden komme ich zum vereinbarten Treffpunkt, zufällig zeitgleich mit meinem Fahrer, eine Punktlandung.

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Wetterglück / 17.7.2026

Ich starte bei Sonne, bin aber skeptisch. Laut Wetterbericht soll zu Mittag von Westen eine Schlechtwetterfront eintreffen. Das hindert mich aber nicht daran, meine Radtour ins Almtal zu beginnen.

Traun, Wels, Eberstalzell, alles bekannte Orte, durch die ich schon oft gefahren bin. Und trotzdem ist es jedes Mal anders. Pünktlich treffen die ersten dunklen Wolken ein. Laut meiner WetterApp befinde ich mich noch einige Kilometer vor der Niederschlagszelle. Wenn ich zügig weiter radle, könnte ich aber vom Regen verschont werden.

Kurz vor Scharnstein mache ich an der Alm meine überfällige Mittagspause. Ich spüre einige Tropfen und setze mich unter die Sträucher am Ufer. Nach wenigen Minuten ist der Spuk vorbei, die dunklen Wolken ziehen ab. Eine Stunde später scheint die Sonne vom makellos blauen Himmel.

Nach gemütlichen Stunden an der erfrischend kühlen Alm (16°) setze ich meine Fahrt über den Ziehberg nach Kirchdorf fort, wo ich die Tour beende. Außergewöhnlich schön ist dann die Bahnfahrt nach Linz. Beim alten Waggon kann man noch die Fenster öffnen und den Kopf in die kühle Abendluft hinaushalten. Ein Vergnügen mit Ablaufdatum, denn bald werden diese Waggons Geschichte sein.

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Fahrt ins Blaue / 16.7.2026

Bei Hitze ist das Radfahren noch immer die angenehmste Art der Fortbewegung, soferne der Strom nicht ausgeht. Fast wäre mir das heute passiert, aber mit Glück hat sich die Situation doch noch zum Positiven gewandelt. Die Lehre daraus: immer mit vollem Akku wegfahren.

Meine Fahrt geht diesmal ins Kremstal, ohne konkretes Ziel, einfach drauf los. Der Kremstalradweg verläuft meist auf Nebenstraßen ohne nennenswerten Steigungen. Es ist ein angenehmes Radfahren zwischen Wiesen und bereits abgeernteten Feldern.

In Wartberg verlasse ich das Kremstal und mache einen Abstecher auf den Magdalenaberg. Den hätte ich mir aber sparen können, denn die lange Steigung kostet viel Strom. Bis zum Bahnhof in Kirchdorf sollte ich es aber schaffen, zumal es bis Inzersdorf bergab geht.

Dort bleibe ich kurz stehen um auf der App die kürzeste Strecke zu suchen. Und was sehe ich da? Eine E-Bike Ladestation mitten am Ortsplatz mit einem passenden Ladekabel und daneben ein Gasthaus. So ein Zufall, hier bekomme ich Strom für mein Rad und eine Jause für den hungrigen Radler.

Nach einer ¾ Stunde fahre ich weiter, lasse Kirchdorf links liegen und steuere den Stausee in Klaus an. Hier war ich noch nie schwimmen, was ich heute endlich nachhole. Ohne Eile und mit genug Strom im "Tank" radle ich später zur Bahnstation in Klaus zurück, wo ich meine Fahrt ins Blaue beende.

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Triathlon / 13.7.2026

194 Kilometer mit der Bahn, 50 km mit dem Rad und 8 km zu Fuß, ein ungewöhnlicher Triathlon der es mir aber relativ einfach ermöglicht, erstmals "meine" Hütte im Gesäuse zu besuchen.

Die Bahnfahrt nach Ardning ist der gemütliche Auftakt für den heutigen Tag. Von dort geht's auf zwei Rädern weiter, zuerst nach Admont, dann zum Parkplatz Haindlkarhütte, wo ich nach 25 km das Rad abstelle.

Nun beginnt die langsamste Art der Fortbewegung, das Gehen. Meine Wanderung führt mich zuerst zum Erlebniszentrum Weidendom. Dort biege ich auf den Sagenweg in Richtung Johnsbach ab und folge diesem fast eben bis zur nächsten Abzweigung, wo ich erstmals einen Blick zur Gsengscharte habe.

Der erste Eindruck ist ernüchternd. Vor mir liegt ein breites, schattenlosen Kar mit Unmengen an Geröll. Der Aufstieg um die Mittagszeit ist suboptimal und das Gehen auf den losen Steinen mühsam. Weiter oben wird es aber besser, wahrscheinlich liegt es auch an der herrlichen Aussicht. Imposante Felswände links und rechts und dazwischen der schmale Steig, der vor der Scharte mit einem Seil entschärft wurde.

Oben ändert sich dann das Bild. Ich blicke in ein weites, eher flaches Kar und kann bereits die Haindlkarhütte sehen. Dahinter fast senkrechte Felswände, wo der berühmte Peternpfad durch die Felsen führt, unglaublich.

Rasch bin ich unten bei der Hütte und genieße das Essen und den einmaligen Ausblick. Woher der Name der Hütte und des Kars stammt, kann mir die Wirtin allerdings nicht sagen, mit meinen Vorfahren dürfte es aber nichts zu tun haben. Schade, aber vielleicht kann ich das noch aufklären.

Nach einem abschließenden Kaffee mit Kuchen steige ich in einer Stunde zum Ausgangspunkt ab. Dann radle ich mit dem kühlenden Fahrtwind im Gesicht nach Ardning zurück, wo ich nach kurzer Wartezeit in den fast leeren Zug nach Linz steige.

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Drei Gipfel und ein Bergsee / 10.7.2026


Dank einer Mitfahrgelegenheit erspare ich mir heute die teilweise sehr steile Auffahrt von Rottenmann zum Ausgangspunkt der Wanderung. Vor drei Jahren bin ich ja mit dem Rad "angereist" und soweit ich mich erinnern, war die Straße damals in einen besseren Zustand .... aber vielleicht täusche ich mich.

Mit einem ungefähren Plan im Kopf gehen wir los. Am ersten Gipfel - Stein am Mandl - stehen wir nach etwa 1¾ Stunden. Es ist etwas windig und wir verlegen die Gipfelrast nach weiter unten bevor der Weg wieder ansteigt zum Seegupf, ein leicht erreichbarer Gipfel am Weg zur Hochhaide. Spätestens hier ist es angebracht uns über die weitere Route Gedanken zu machen.

Bis zur Hochhaide ist es noch weit und der anschließende Abstieg zur Singsdorferalm lang. Wäre zwar machbar, das ist dann aber doch ein ambitioniertes Vorhaben. Nach kurzer Erörterung der anderen Möglichkeiten entscheiden wir uns einstimmig für folgende Genussvariante.

Wir gehen noch bis zum Diewaldgupf, dann zurück zur Seescharte, hinunter zum Globuckensee und machen dort eine Badepause.

2¼ Stunden später schwimme ich im gar nicht so kalten Bergsee, der sogar mit dem Luxus eines einfachen Badestegs aufwarten kann. Diesen könnte man auch als Stand-Up-Paddle zweckentfremden und damit den kleinen See befahren. Nur sitzen und rasten ist aber auch ganz schön.

Erfrischt und vom Schweiß befreit gehen wir anschließend zur Rottenmanner Hütte, die sich für eine Rast vorzüglich eignet, liegt sie doch nur mehr eine halbe Stunde vom Ausgangspunkt entfernt. Und diese kurze Strecke ist auch mit vollem Magen zu schaffen.

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Im Schongang / 27.6.2026

Bei der herrschenden Hitzewelle lautet die allgemeinen Empfehlung: anstrengende Tätigkeiten wenn möglich vermeiden. Eine Bergwanderung scheidet also aus, aber moderates Radfahren sollte kein Problem sein.

Meine Route lässt sich wie folgt kurz zusammenfassen. Mit der Bahn nach Großraming, dann durch den Lumplgraben nach Brunnbach. Von dort auf den Hirschkogelsattel und weiter zur Anlaufalm. Nach der Mittagsrast hinunter zum schwarzen Bach, Abstecher zur Haselschlucht und dann zu "meinem" Badeplatz. Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Reichraming.

Am Ende des Tages stehen 50 km mehr am Tacho, genug für einen extrem heißen Sommertag.

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Weißwasser / 25.6.2026

Der nächste heiße Tag kündigt sich an. Dank einiger harmloser Wolken merke ich davon bei der Auffahrt zum Hengstpass noch nichts, auch nicht bei der anschließenden fast 13 km langen Abfahrt nach Unterlaussa. Erst beim folgenden Anstieg zur Mooshöhe wird mir erstmals warm. Den notwendigen Durstlöscher gibt es dann bei Jausenstation. Und am ofenwarmen Strudel kann ich natürlich auch nicht vorbeiradeln.

Die folgende Abfahrt ins Hintergebirge sollte man nicht unterschätzen. Die Schotterstraße ist nämlich stellenweise steiler als es aussieht und das Bremsen mit einem schweren Stromradl eine heikle Angelegenheit. Vorausschauendes Fahren ist kein Nachteil, nicht nur hier.

Weißwasser. Idyllisch plätschert der Bach neben mir während ich auf der Schotterstraße ins Hintergebirge radle. Ich komme zu mehreren Tafeln, auf denen die Geschichte des ehemaligen Bergbaugebietes kurz dargestellt wird. Mangels Handyempfang ist die virtuelle Zeitreise aber nicht möglich. Auch zu Hause habe ich es nicht geschafft, schade. Manchmal wäre eine kleine (analoge) Broschüre die bessere Wahl.

Mittlerweile ist es schon sehr warm geworden und ich freue mich auf "meinen" Badeplatz bei der großen Schlucht. Eine schattige Schotterbank und ein zwei Meter tiefer Tümpel in dem ich sogar etwas schwimmen kann, besser geht es nicht. Hier könnte man stundenlang sitzen und auf das gleichmäßige Rauschen des Wassers hören.

Von der Zivilisation (Bahnstation in Reichraming) trennen mich nur mehr 20 km, noch dazu leicht bergab. Es ist ein gemütlicher letzter Abschnitt trotz der spürbar höheren Temperatur im Ennstal.

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Bike & Hike / 20.6.2026

Es wird wärmer und meine Begeisterung fürs Wandern schwindet mit zunehmender Temperatur. Jetzt ist die richtige Zeit für die Umsetzung eines schon länger geplanten Tour gekommen.

Als einer der wenigen Fahrgäste steige ich in Linz in den klimatisierten Zug (Niederflurfahrzeug!!!). Diese Verbindung ist ideal, denn ich kann ohne Umsteigen bis nach Grünau fahren. Im Ort kaufe ich mir noch eine Jause und radle in Richtung Almsee los. Nach 11 km komme ich zur Seeklause und mache wie schon so oft ein Foto vom See mit dem Ameisstein. Dann biege ich auf die Forststraße "Hochpfad" ab.

Schon nach wenigen Metern komme ich zu einer Tafel mit einem Hinweis zur Schwierigkeit der Strecke. Die Warnung ist durchaus begründet, wie ich im Laufe des Tages noch feststellen werde. Aber vorerst geht es eher moderat, manchmal etwas steiler auf einer gut befahrbaren Schotterstraße zum Gschirrsattel hinauf. Hier gönne ich dem Rad eine Pause und gehe zu Fuß weiter.

Anfang noch flach schlängelt sich der unmarkierte Pfad bald steil zum Gschirreck hinauf. Bei Nässe könnte es hier unangenehm sein, heute aber ist es staubtrocken. Nach einer Stunde erreiche ich den Gipfel. Länger möchte ich bei der Hitze nicht gehen. In Anbetracht der angekündigten Gewitter steige ich aber bald wieder ab.

Nun folgt die anspruchsvolle Abfahrt zum Offensee. Anfangs ist der Weg noch befahrbar, doch dann steige ich ab und schiebe das schwere Rad hinunter. Und das ist tatsächlich sehr mühsam, zumal das Rad gewichtsbedingt eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Gut zwanzig Minuten benötige ich für diesen Abschnitt, dann habe ich endlich wieder eine Forststraße unter den Rädern und rolle leicht bergab bis zum Ufer des Offensees. Badepause.

Dann die Rückfahrt ins Trauntal, ein Genuss, da es nur bergab geht. Unten in Ebensee spüre ich aber wieder die Hitze. Auch neben dem See ist es kaum kühler. Da hilft nur eine letztes Bad kurz vor Altmünster, um die folgenden Kilometer bis nach Attnang zu überstehen.

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Seitenwechsel / 18.6.2026

Sommerlich warm und leichter Ostwind - die ideale Voraussetzung für eine Fahrt entlang der Donau nach Passau. Zur Abwechslung wechsel ich diesmal kurz vor Schlögen die Seite. Hier ist es wesentlich angenehmer, da auf der schmalen Uferstraße kaum Verkehr herrscht. Erst in Jochenstein überquere ich wieder die Donau und gleichzeitig die Staatsgrenze. Ein Selbstverständlichkeit, von der viele Menschen nur Träumen können.

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Dutra / 8.6.2026

Ohne konkretes Ziel radle ich entlang der Traun nach Wels, wo ich spontan zum Stadtplatz abbiege. Hier war ich schon eine Ewigkeit nicht mehr und mir gefallen die alten Häuser und schmalen Gassen. Positiv überrascht bin ich auch von der guten Beschilderung des Radweges. So finde ich ohne langes Suchen den richtigen Weg aus der Stadt.

Langsam nähere ich mich dem Trattnachtal und folge nun einige Kilometer dem gleichnamigen Radweg. Ungeplanterweise (Abzweigung übersehen) komme ich nach Winkling. Für nicht Ortskundige, das ist kurz nach Oberstötten, wo mir eine alter Traktor auffällt. Es ist ein Dutra, ein Ungetüm aus Stahl und riesigen Rädern mit dem Ostblockcharme aus den 1970er Jahren. So hat man früher Fahrzeuge gebaut.

In Anbetracht der schwindenden Akkuladung muss ich mir langsam eine Bahnstation für die Rückfahrt suchen. Zell an der Pram erscheint mir dafür passend zu sein. Und praktischerweise gibt es hier wieder einen Radweg, den R 21, wobei die Bezeichnung "Radweg" irreführend ist. Eine bauliche Trennung gibt es nämlich nicht, was bei dem geringen Verkehr auf den Nebenstraßen auch nicht notwendig ist.

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Gr. Pyhrgas / 4.6.2026

Der Gr. Pyhrgas gehört nicht zu meinen Lieblingsbergen. Erst vier Besteigungen finde ich in meinen Aufzeichnungen. An der Aussicht kann es jedenfalls nicht liegen, denn die ist exzellent. Wahrscheinlich liegt es am Weg, der mir nicht sonderlich behagt.

Dank einer Mitfahrgelegenheit komme ich heute wieder in den "Genuss" diesen Berg zu besteigen. Wir parken bei der Bosruckhütte und wählen die Variante über den Lugsattel, den vermutlich am meisten begangenen Weg. Mit leichtem Rucksack und neuen Schuhen komme ich gut voran und bewältige die 1200 hm in knapp drei Stunden.

Nach einer ausgedehnten Rast beginnen wir mit dem Abstieg. Wir nehmen den Hofersteig um zum Rohrauerhaus zu gelangen. Rückblickend eine schlechte Wahl, denn der Steig ist steil, brüchig und viele lose Steine erfordern ständige Konzentration. Bei meinen bisherigen zwei Aufstiegen ist mir das nicht so aufgefallen, aber absteigen würde ich hier nicht mehr.

Ab der Baumgrenze wird das Gehen einfacher, dafür nimmt der Durst zu. Für die Lösung dieses "Problems" bietet sich das Rohrauerhaus an. Beim anschließenden Rückweg zum Ausgangspunkt können wir noch einen Blick auf die steile Flanke des Gr. Pyhrgas werfen. An meiner Einstellung zu diesem Berg hat sich nichts geändert.

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Signalkogel / 2.6.2026

Eine AV-Wanderung mit Bahn und Bus. Nach einer relativ kurzen Anreise (1:15 ab Linz) starten wir bei der Großalm. Den höchsten Punkt des Tages, das ist der hintere Signalkogel, der im Gegensatz zum vorderen Signalkogel keine Aussicht zu bieten hat aber um 108 Meter höher ist, erreichen wir nach etwa einer Stunde.

Auch beim anschließenden Übergang zum vorderen Signalkogel gibt es wenig zu sehen, dafür ist die Aussicht am Gipfel umso besser. Vom Brunnkogel zum Grünalmkogel und darunter der dunkelblaue Langbathsee, ein herrlicher Blick.

Obwohl der See schon zum Greifen nahe liegt, benötigen wir noch fast eine Stunde bis zum Langbathseestüberl. Dort verzichte auf das Mittagessen, was mir beim fleischlastigen Angebot nicht schwer fällt und nehme stattdessen ein Bad im überraschen warmen Wasser (geschätzt 19-20 Grad).

Der weitere Routenverlauf ist abwechslungsreich. Auf Forststraßen und Waldwegen gehen wir zum ehemaligen Gasthaus Windlegern (jetzt Frühstückspension) und von dort immer bergab zur Bushaltestelle in Neukirchen.

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Springbach / 28.5.2026


Das Gebiet westlich vom Almtalerhaus bietet nicht das, was Bergbegeisterte üblicherweise suchen. Eine schöne Aussicht, ein Gipfelkreuz, ein markierter Weg, Fehlanzeige. Dafür gibt es viel Wald, Forststraßen und einige Wasserfälle, die ich mir heute aus der Nähe anschauen möchte.

Beim Zustieg nehme ich den Umweg über das Stranegg, eine unscheinbare Erhebung mit bescheidenen 994 Meter Höhe, dafür mit schönem Blick zu den abweisenden Nordwänden des Toten Gebirges, falls dieser nicht durch Wolken eingeschränkt ist.

Der erste Wasserfall befindet sich am Ende einer Forststraße hinter einer Abbruchkante, wo der Hang schon etwas abgerutscht ist. Der kurze Übergang ist aber problemlos zu schaffen. Nach wenigen Metern komme ich zum "richtigen" Wasserfalls. Ich mache einige Fotos und steige dann rechts noch einige Meter hinauf. Hier sieht man eindrucksvoll, wie das Wasser richtige Wannen in den Fels "gegraben" hat.

Der Rückweg. Ein Abstieg entlang des Baches ist durchgehend nicht möglich, also weiche ich stellenweise in den Wald und später auf die Forststraße aus.

Bevor der hintere Springbach in den Straneggbach mündet, kann man noch einen letzten Wasserfall bestaunen. Diesen kann man entweder von der Forststraße aus schlecht sehen, oder zwecks besserer Sicht ein kurzes Stück steil absteigen. Natürlich wähle ich die zweite Möglichkeit und erreiche nach erfolgreicher Besichtigung bald wieder den Ausgangspunkt.

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Traunradweg / 26.5.2026


Ende Mai und es hat schon eine Temperatur wie im Sommer. Wenn das so weitergeht, wird es im August ungemütlich. Momentan reicht zur Abkühlung aber noch der Fahrtwind.

Am Traunradweg R4 nach Gmunden, weiter nach Attnang und mit dem Zug zurück, so schaut meine unspektakuläre Tagestour aus. Für die 93 km lange Strecke lasse ich mir viel Zeit. Da geht sich diesmal auch ein kurzer Powernap auf einer schattigen Bank kurz vor Gmunden aus. Sehr zu empfehlen, vielleicht sollte ich so eine Pause öfters machen.

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Donaulimes / 23.5.2026

Gelenkschonend befahre ich heute einen Abschnitt des westlichen Donaulimes, seit Juli 2021 mit dem Prädikat "Welterbe" versehenden. Bei meiner letzten Fahrt im April habe ich ja bereits das Römerbad in Schlögen besichtigt, heute sehe ich mir das Kleinkastell in Oberranna an, oder besser gesagt, was davon noch übrig ist.

Nach einer kurzen Besichtigung radle ich weiter, komme aber nicht weit, denn beim Engelszeller Stiftscafé kann ich nicht einfach vorbeifahren. Und der Halt lohnt sich, denn es gibt frische Schaumrollen, köstlich!!!!

Ohne Gefahr einer Unterzuckerung fahre ich anschließend nach Passau weiter, wo meine Ausfahrt wie immer beim Bahnhof endet.

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Belastungsprobe / 21.5.2026


Der Mai hat nicht wunschgemäß begonnen. Ein kleiner Ausrutscher hat das rechte Fußgelenk beleidigt. Nach einer kurzen Schonphase, die mir aber trotzdem lange vorgekommen ist, beginne ich vorsichtig mit einer einfachen Wanderung in die Röll. Mein Interesse gilt dabei besonders dem Wasserfall beim Grieskar.

Ausgangspunkt ist der gebührenpflichtige Parkplatz hinten beim Seehaus. Als Öffibenutzer machen die Betreiber allerdings kein Geschäft mit mir.

1¼ Stunden später stehe ich bei der Abzweigung ins Grieskar. Bisher hat der Fuß die Belastung gut vertragen. Um zum Wasserfall zu gelangen muss ich aber jetzt den Weg verlassen. Der Zustieg ist nicht schwierig, aber das Gehen im Gelände verlangt einiges an Aufmerksamkeit.

Und dann stehe ich am Wandfuß in unmittelbarer Nähe der beiden Wasserfälle. Es ist eine beeindruckende Szenerie, die sich hier aufbaut. Einige Minuten beobachte ich das herabstürzende Wasser, dann gehe ich zum Almsee zurück.

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Logenplatz / 30.4.2026

Auf der Suche nach einem von mir noch unbestiegenen Gipfel stoße ich auf das Hohe Eck, knapp 2 km nördlich vom bekannten Gr. Woising. Die bescheidene Höhe von lediglich 1270 Meter und der lange Zustieg auf Forststraßen dürfte für die meisten zu wenig attraktiv sein, nicht aber für mich.

Ausgangspunkt ist der Almsee, wo ich am 04er etwa bis zum Nesseltal gehe. Während der Hochpfad hier rechts abzweigt, bleibe ich auf der Forststraße und komme nach einigen Kehren langsam in Gipfelnähe. Die letzten 150 Höhenmeter steige ich weglos zum höchsten Punkt hinauf, markiert nur durch ein kleines Stoamandl.

Da die Sicht durch Bäume etwas eingeschränkt ist, gehe ich noch einige Meter weiter. Das Gelände wirkt sehr naturbelassen, hierher "verirren" sich wohl selten Wanderer. Nach 50 Meter komme ich zu einer Geländekante, wo ich einen herrlicher Blick ins hintere Kolmkar und zum Wildkar habe. Es ist ein Logenplatz der Extraklasse. Lange betrachte ich die abweisenden Nordwände des Toten Gebirges durch das Fernglas, ein selten schönes Panorama.

Beim Rückweg kürze ich die langen Kehren der Forststraße etwas ab und steige weglos durch den lichten Wald ab. Beim Wanderweg 420 schließt sich wieder der Kreis.

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Haugstein / 28.4.2026

Die heutige AV-Wanderung entspricht großteils einer Etappe des Donausteiges, die ich vor drei Jahren gegangen bin. Abweichend vom Originalweg drehen wir am Beginn eine Ehrenrunde in der Gemeinde Vichtenstein, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das so beabsichtigt ist. Aber egal, die Waldwege sind angenehm zu begehen und das Wetter ist perfekt.

Nach drei Stunden erreichen wir den höchsten Punkt des Innviertels, hauptsächlich bestehend aus einigen Felsen mitten im Wald. Zum Rasten ein idealer Platz, zum in die Ferne Schauen ungeeignet.

Schöne Ausblicke gibt es dafür beim Abstieg ins Donautal. Bis zum Hochficht reicht der Blick, die Schneisen der Schipisten sind mit freiem Auge gut zu sehen. Schön ist auch der Abstieg am Wiesenweg nach Engelhartszell, dem Endpunkt der Wanderung.

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Am richtigen Gipfel / 24.4.2026


Bis vor Kurzem war ich der Meinung, dass ich im Jänner 2025 am Hirschriedel war. Von einer verlässlichen Quelle habe ich aber erfahren, dass ich vermutlich am falschen Gipfel gestanden bin, wobei von einem Gipfel ohnehin nicht die Rede sein kann, denn ein Riedel ist eigentlich ein schmaler, langgestreckter, flacher Geländerücken zwischen zwei Tälern. Trotzdem mache ich mich nochmals auf den Weg um den richtigen Hirschriedel zu besteigen.

Ich starte wieder bei der Haltestelle Kalkofen/Landesgrenze und gehe - diesmal bei frühlingshaften Temperaturen - durch den Lexgraben zur Hintereggeralm. Und wie immer mache ich dort die erste Pause und wie immer bin ich von der herrlichen Aussicht beeindruckt. Hier könnte man lange sitzen und "nur" in die Gegend schauen.

Schauen muss ich aber jetzt woanders hin, und zwar in den Wald um die rund 200 Höhenmeter von der Alm zum Gipfel zu überwinden. Einen Weg/Steig kann ich nicht erkennen. Das Gelände ist aber halbwegs übersichtlich, was den weglosen Aufstieg erleichtert.

Weiter oben treffe ich auf eine Forststraße. Theoretisch könnte man mit dem Rad fast bis zum Gipfel fahren, praktisch aber nicht (Fahrverbot). Von hier sind es nur mehr wenige Meter bis zum richtigen Hirschriedel, eine felsige Erhebung etwa 300 Meter südwestlich vom falschen Hirschriedel. Nach drei Stunden stehe ich neben dem schlichten Kreuz und bewundere die herrliche Aussicht zum Grimming, Dachstein und ins Ennstal.

Da noch ein weiter Weg vor mir liegt, fällt die Gipfelrast heute etwas kurz aus. Mein nächstes Ziel ist die Rote Wand, dann der unscheinbare Sonnwendstein, weiter über das Liezener Eck zur Großen- u. Kleinen Schale und von dort hinunter nach Weißenbach.

Fast schon erholsam ist dann der letzte Abschnitt am schönen Marienwaldweg nach Liezen zur Bahnstation, ein dichtes Programm. Aber mittlerweile kann ich die Gehzeiten ganz gut abschätzen, sodass ich ohne Probleme den Zug nach Selzthal/Linz erreiche.

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Am Jakobsweg im Mühlviertel / 22.4.2026

Dieser Wanderweg führt über 135 km von Krumau nach Passau. Da ich derzeit nicht eine Woche am Stück gehen möchte, stelle ich mir eine von der Länge und Erreichbarkeit passende Etappe zusammen. So komme ich auf die Idee, von Rohrbach nach Putzleinsdorf zu gehen, mit etwas über 17 km gerade recht für eine Tagestour.

Bei bestem Wanderwetter beginne ich bei der Pfarrkirche, die dem Hl. Jakob geweiht ist, meine Wanderung. Bald lasse ich den Ort hinter mir und gehe durch eine abwechslungsreiche Landschaft nach Sarleinsbach.

Beim örtlichen Nahversorger ergänze ich meine Jause, in der Kirche bekomme ich einen Pilgerstempel und etwas außerhalb vom Ort finde ich einen schönen Rastplatz. Etwa 2/3 der Etappe habe ich bereits geschafft und ich gönne meinen Füßen eine Mittagspause.

Das Auf und Ab des Vormittages setzt sich auch am Nachmittag fort. Das Mühlviertel ist eine hügelige Landschaft, was beim Gehen besonders auffällt.

Kurz vor Putzleinsdorf treffe ich auf den 150er, den ich vor einigen Jahren schon einmal begangen habe. Langsam kommt die Erinnerung zurück, an die Kapelle im Wald, an den ersten Blick auf die Häuser und an den schönen Ortsplatz. Zufrieden beende ich hier meine Wanderung.

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Heimspiel / 18.4.2026

Oft vorbei geradelt, aber noch nie stehen geblieben. Wahrscheinlich kennt das jeder/jede, dass man das Naheliegende manchmal übersieht, während man in fremden Ländern keine Mühen und Kosten scheut, vermeintliche oder echte Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Daher passt es heute ganz gut, bei meiner Fahrt nach Passau einen kurzen Stopp beim ehemaligen Römerbad in Schlögen einzulegen, sozusagen ein Heimspiel.

Auf einigen Schautafeln wird die römische Badekultur kurz und informativ beschrieben. Dass es damals bereits drei unterschiedliche Baderäume gegeben hat (kalt/lau/warm) ist schon beeindruckend, ebenso der Umstand, dass im Gebäude eine Fußbodenheizung verlegt war.

Und fast wäre ich heute auch in den "Genuss" eines Bades gekommen, aber zum Glück haben mich die dunklen Wolken im oberen Donautal verschont.

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Hussenstein / 14.4.2026

Eine bunte Wandergruppe geht gar nicht so langsam zwischen Wiesen, Feldern und Wäldern durch das Mühlviertel. Das wird sich ein Außenstehender bei unserem Anblick vermutlich denken.

Wir beginnen die Runde in St. Oswald bei Freistadt. Vor uns liegen fast 20 abwechslungsreiche Kilometer, unterbrochen durch die Mittagsrast im Dorfwirtshaus Gartner in Obermarreith. Es gibt sie also doch noch diese typischen Gasthäuser am Land. Dass man hier gut essen kann, beweist die volle Gaststube.

Der höchste Punkt der Wanderung ist der Hussenstein (eine Wollsackverwitterung) mit 951m Höhe. Diese Felsformation ist von hohen Bäumen umgeben und dementsprechend bescheiden ist die Aussicht. Abgesehen davon ist heute die Sicht zusätzlich durch tiefe Wolken stark eingeschränkt.

Ich nehme mir vor, diese schöne Gegend im Herbst oder Winter bei klarer Luft nochmals zu besuchen.

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Erstbesteigung / 8.4.2026

In Anbetracht der noch winterlichen Bedingungen in höheren Lagen verzichte ich auf Experimente und bleibe in Talnähe .... na ja .... nicht ganz. Eine kleine Herausforderung sollte bei einer Wanderung schon dabei sein, beispielsweise eine Erstbesteigung.

Mein angepeilter Gipfel befindet sich diesmal am nördlichen Ende das Almsees bei der Seeklause. Der kurze Aufstieg ist unmarkiert und sehr steil. Oben gilt es noch eine kurze Querung zu bewältigen, die bei Nässe unangenehm sein kann. Heute ist diese Stelle aber problemlos zu überwinden.

Dann stehe ich auch schon am Gipfel und komme aus dem Staunen nicht heraus. Mit so einer wunderbaren Aussicht habe ich nicht gerechnet. Aber wie heißt nun dieser Berg? Am Kreuz steht Gamskogel, auf älteren Karten findet sich noch die Bezeichnung Brand. Auch den Namen Brandberg NW-Pfeiler habe ich irgendwo gelesen. Aber eigentlich ist es vollkommen egal wie dieser Gipfel heißt, denn für mich zählt ohnehin nur das Erlebnis.

Der Rückweg lässt sich mit einem Satz beschreiben. Am Ostufer zum Seehaus, anschließend über den Ameisstein wieder zur Seeklause und zurück zum Jagersimmerl.

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Schönleitnerhöhe / 10.3.2026

Mit dem Alpenverein komme ich wieder in eine Gegend, die ich selten besuche (zuletzt im Mai 2014). Wir beginnen die Wanderung ungeplanterweise in Ternberg, da uns der Bus nach Dambach auf Grund einer Zugverspätung vor der Nase davonfährt.

Zuerst geht es noch mäßig ansteigend entlang der Thalerstraße in einen Graben hinein. Bald aber nimmt die Steigung zu und ich frage mich, wie hier bei Schnee und Eis überhaupt jemand fahren kann. Nach einem Sattel wird es flacher und wir biegen auf die Forststraße Windhagberg ab. 

Das Landschaftsbild ist geprägt von Gräben und Hügeln, kaum befahrenen Straßen und schönen Waldpassagen. Dass damit immer wieder Auf -u. Abstiege verbunden sind, liegt auf der Hand.

Nach 2¼ Stunden Gehzeit kommen wir zum Gasthaus Pranzl in Kleinschönleiten, wo wir bereits erwartet werden. Dank der telefonischen Vorbestellung bekommen alle rasch das gewünschte Essen.

Vor uns liegt nun der letzte Anstieg hinauf zur Schönleitner Höhe, der höchste Punkt der Wanderung mitten im Wald. Dementsprechend ist auch die Aussicht. Dafür geht es ab nun bergab bis nach Dambach, dem ursprünglichen Ausgangspunkt der Wanderung. Rückblickend war das Gehen in umgekehrter Richtung kein Nachteil.

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Noch ist es ruhig am R1 / 6.3.2026

Erste Fahrt nach Passau, fünf Wochen früher als letztes Jahr. Das frühlingshafte Wetter macht es möglich. Am Radweg ist natürlich wenig los, auch der Schiffsverkehr auf der Donau ist überschaubar.

Zwischen Aschach / Kaiserau und Kobling ist der R1 wegen Felssicherungsarbeiten gesperrt. Ein Ausweichen auf das linke Ufer ist nicht möglich, da die Radfähren noch nicht in Betrieb sind. Daher bleibt mir nur den Umweg über Haibach ob der Donau. Sieben Kilometer geht es bis zum Ort bergauf. Die Steigung ist moderat und stellt weder für Fahrer noch für dan Akku eine besondere Herausforderung dar.

Die anschließende lange Abfahrt nach Kobling ist etwas tückisch, zumal in den schattigen Kurven der Feind der Radler lauert - Rollsplitt. Dafür ist dann der Donauradweg wieder gut befahrbar.

Zwischenstopp in Jochenstein. Hier bleibe ich hin und wieder stehen um die Trinkflasche zu füllen, vorwiegend aber wegen der köstlichen Torten. Nach über 70 km kann etwas Zucker nicht schaden.

Beim Kraftwerk könnte ich jetzt auf das rechte Donauufer wechseln, das liegt aber im Schatten. Ich radle daher bis Passau am linken sonnigen Ufer und hebe mir das schattige rechte Ufer für den Sommer auf.

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Ameisstein / 4.3.2026


Auf Grund der guten Erreichbarkeit fahre ich heute nochmals ins Almtal um den Ameisstein zu besuchen. Da ich erst um 11:30 in Linz wegfahre, stehe ich natürlich bei "optimalem" Fotolicht am Gipfel.

Anschließend umrunde ich noch den See. Das Eis ist innerhalb einer Woche etwas weniger geworden und wird bald ganz verschwunden sein. Der Frühling lässt sich nicht mehr aufhalten.

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Es reicht / 27.2.2026

Bei den aktuell viel zu milden Temperaturen kann man dem Schnee direkt beim Schmelzen zusehen. Trotzdem gebe ich das Schifahren noch nicht auf und fahre mit Bim, Bahn und Bus zur Landesgrenze. Es ist sehr angenehm eine Schitour ohne Parkplatzsorgen zu beginnen.

Obwohl es vor einigen Tagen geschneit hat, ist die Schneedecke schon sehr dürftig, der Boden ist einfach schon zu warm. Warm ist es auch bei der Hintersteineralm. Kurzärmelig lässt es sich aber gut aushalten. Trotzdem bin ich froh, dass ich im Kerngraben im Schatten gehen kann.

Weiter oben lichtet sich der Wald und der imposante Wiederlechnerstein rückt immer mehr ins Blickfeld. Die Gegend gefällt mir und auch die Aufstiegsspur weist eine angenehme Steigung auf.

Nach knapp 3½ Stunden erreiche ich das Frauenkar, für mich heute der höchste Punkt. Dass ich vor 16 Jahren hier noch weiter in Richtung Warscheneck aufgestiegen bin, wundert mich heute noch.

Ins Tal hinunter geht es nun wesentlich schneller, daran kann auch der kurze Gegenanstieg zum Linzerhaus nichts ändern. In Anbetracht des schweren Schnees reicht es mir jetzt mit den harten Schuhen und dem schweren Rucksack in die Berge zu gehen.

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Umweg zum Almsee / 25.2.2026

Heute bin ich auf der Suche nach einem guten Platz für Fotos von der steilen Nordseite des Toten Gebirges. Dafür scheint mir die Gegend um den Wolfsberg ganz gut geeignet zu sein.

Ich beginne meine Erkundungstour beim Jagersimmerl und umrunde zuerst den Wolfsberg. Die Forststraße hat nur eine geringe Steigung und auf etwa 810 Meter Höhe geht es wieder bergab. Hier habe ich erstmals einen schönen Blick zum Toten Gebirge, aber es sollte noch besser werden.

Bei der nächsten Kreuzung halte ich mich links und gehe nun wieder bergauf bis zu einem Hochstand. Ab hier weglos bis zum Waldrand, wo ich den Aufstieg beende. Und wie erhofft gibt es hier einige gute Fotostandpunkte, allerdings ist das Licht um die Mittagszeit nicht gut geeignet. Hier sollte man besser zeitig in der Früh die Kamera auf die umliegenden Berge richten.

Abschließend gehe ich zur Seeklause hinunter, umrunde den Almsee und beende die Wanderung bei der Haltestelle Schwarzenbrunn.

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Ein Land im Winterschlaf / 20.2.2026


Das Gebiet nördlich von Summerau an der Grenze zu Tschechien gehört nicht zu den Instagram Hotspots von Oberösterreich. Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern, denn dafür bietet die Gegend einfach zu wenig. Mir kann das nur recht sein, denn gerade "das Wenige" hat seinen Reiz, besonders wenn das Land im Winterschlaf liegt.

Nur vom Schnee ist nicht zu wenig vorhanden, ganz im Gegenteil. In der Nacht hat es geschneit und die Wanderwege sind als solche nicht mehr zu erkennen. Ohne Schneeschuhe (die liegen in der warmen Garage) ist das Gehen etwas mühsam und ich muss meine ursprünglich beabsichtigte Wanderung etwas verkürzen.

Am frühen Nachmittag komme ich nach Vorderkönigschlag (76 Einwohner / Stand 1.1.2025), wo sich neben einigen Häusern auch eine Bushaltestelle befindet. Und ich habe Glück, denn der nächste Bus nach Bad Leonfelden (mein ursprüngliches Ziel) kommt in 15 Minuten.

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Nichts Besonderes / 9.2.2026


Der Wetterbericht prognostiziert viele Nebel über Oberösterreich. Nur ganz im Süden besteht die Chance auf einige Sonnenstunden. Also fahre ich wieder mit Bahn und Bus zur Landesgrenze, wo es von der Früh weg sonnig ist.

Da ich keinen besonderen Plan habe, "vertrödle" ich viel Zeit auf der Hintereggeralm und kehre nach fünf Stunden und knapp 10 km wieder zum Ausgangspunkt zurück.

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Hoher Trailing / 2.2.2026


Er ist lediglich 1237 m hoch, liegt etwas abseits vom "Schuss" und ist nur auf einem unmarkierten Steig zu erreichen. Der einzige (?) Pluspunkt ist die wunderbare Aussicht, die ich aber bisher nur von einem Foto kenne.

Den Ausgangspunkt in Molln erreiche ich bequem mit Bahn und Bus. Bis zum Annerstal gehe ich auf der Landesstraße. Die Gegend wirkt verlassen und irgendwie düster, wahrscheinlich liegt das auch an den tief hängenden Wolken.

Nach genau 4 km zweige ich in den Wald ab. Der Steig ist hier kaum zu erkennen aber die Richtung stimmt. Weiter oben, nach der zweiten Forststraßenquerung, wird es besser. Der jetzt mit Stoamandl markierte Weg ist gut zu erkennen und auch die Sonne hat mittlerweile die Oberhand gewonnen.

Und dann taucht plötzlich der Gipfelfelsen vor mir auf. Hier geht es noch einmal steil hinauf, dann stehe ich beim Kreuz. Und der Ausblick ist tatsächlich beeindruckend.

Der höchste Punkt liegt etwa 100 Meter weiter östlich im Wald. Von dort könnte man auch auf der Ostseite des Berges absteigen. Ob sich das lohnt, bezweifle ich aber nach einer kurzen Erkundung. Ich steige daher wieder entlang des Aufstiegsweges bis zur Forststraße ab und gehe auf dieser fast immer in der Sonne nach Molln zurück.

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Ein langer Abstieg / 31.1.2026


Heute habe ich mir wieder eine neue Streckenwanderung vorgenommen. Vom Pyhrnpass (Landesgrenze) bis nach Liezen möchte ich gehen und mir dabei die Weißenbacher Mauern etwas genauer ansehen.

Zuerst steige ich durch den schattigen Lexgraben zur sonnigen Hintereggeralm auf. Obwohl ich erst 1¼ Stunden unterwegs bin, mache ich bei einer der ersten Hütten eine kurze Pause. Angelehnt an die warme Hüttenwand genieße ich den herrlichen Ausblick.

Anschließend gehe ich leicht ansteigend am Weg 217 in Richtung Westen weiter und quere dann zu einer tiefer liegenden Forststraße. Spätestens jetzt bin ich froh, dass ich die Schneeschuhe mitgenommen habe.

Ein Blick auf die Karte bestätigt mir, dass es ab hier bis ins Tal bergab geht. Das ist auch gut so, denn trotz der Schneeschuhe sinke ich immer wieder ein. Bergaufgehen stelle ich mir hier etwas mühsam vor.

Je tiefer ich komme, desto öfter ergeben sich schöne Ausblicke zu den Weißenbacher Mauern. Besonders der untere Teil mit den fast senkrechten Wänden beeindruckt mich. Es ist für mich kaum vorstellbar, dass hier der Loasteig zum Kosennspitz hinaufführt.

Beim sogenannten "Sensenschmid" endet der lange Abstieg von der Alm und es beginnt die asphaltierte Straße hinaus ins Ennstal. Es sind jetzt noch 5 km bis zum Bahnhof in Liezen, für die ich genau eine Stunde benötige.

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Neuland / 27.1.2026


Heute betrete ich im doppelten Sinne "Neuland". Zum einen ist es das mir bisher kaum bekannte Wandergebiet zwischen Gallneukirchen und Neumarkt, zum anderen der Umstand, dass ich mich erstmals der Wandergruppe des AV-Linz anschließe. Eine neue Erfahrung.

Ohne Anmeldung, also völlig unbürokratisch, komme ich zum Treffpunkt beim Busterminal in Linz. Nach einer kurzen Einführung "wir sind alle per du" bringt uns der Linienbus zum Ausgangspunkt der Tageswanderung. Um die Wegfindung muss ich mir ab hier keine Gedanken mehr machen.

Gallneukirchen - Almesberg - Alberndorf (Mittagessen) - Neumarkt, eine Strecke von rund 17 km, das sind die wesentlichen Eckdaten. Das Gehtempo ist angenehm, ich habe genug Zeit zum Fotografieren und fühle mich als Neuling von Anfang an sehr wohl.

Dank der guten Planung durch den Wanderbegleiter erreichen wir pünktlich den Bus kurz vor 16 Uhr in Neumarkt.

Fazit: sich um nichts kümmern zu müssen ist zur Abwechslung auch sehr angenehm. Beim Gehen in der Gruppe vergehen auch eintönige Straßenabschnitte sehr schnell. Fortsetzung folgt.

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Übers Kirchfeld zur Sumperalm / 22.1.2026


Ich habe wieder eine angenehme Nacht im gut beheizten Zimmer Nr. 2 verbracht, unterbrochen nur durch einen kurzen Fototermin. Den nächtlichen Blick aus dem Fenster zu den Sternen musste ich einfach im Bild festhalten.

Ursprünglich wollte ich heute den Kleinmölbing besteigen. Da aber der schöne Gipfelhang schon einige apere Stellen aufweist, habe ich mich bereits gestern für eine Schiwanderung übers Kirchfeld zur Sumperalm entschieden.

Nach dem Frühstück gehe ich los, diesmal von Beginn an in der Sonne. Auch der Wind hält sich heute vornehm zurück, was sich auf der baumlosen Hochfläche des Kirchfeldes angenehm bemerkbar macht. Trotzdem gehe ich nicht hinauf bis zum Windloch, sondern biege an einer günstigen Stelle links in Richtung Südwesten ab.

Mit einem wunderbarer Ausblick nach allen Richtungen gleite ich leicht bergab zur Sumperalm, ein idealer Platz für die Mittagsrast. Die anschließende Querung zur Hochmölbinghütte habe ich mir allerdings einfacher vorgestellt.

Anfangs ist der Hang ein wenig vereist und unangenehm zu queren. Später im Wald ist es dann etwas besser, aber immer noch mühsam. Vielleicht hätte ich diese Passage doch mit fixierter Bindung und ohne Felle befahren sollen. Aber ich wollte mir das nochmalige Auffellen beim Gegenanstieg zum "Gottseidank Bankerl" ersparen. Rückblickend war das ein Sparen am falschen Ort.

Eine Abfahrt am Grazer Steig ist wie erwartet kaum möglich. Hier ist der Schneemangel offensichtlich und stellenweise ist sogar Schitragen die einfachere Art der Fortbewegung. Besser wird es erst ab der Langpoltenalm, wo ich auf die Forststraße treffe und auf dieser bis zum Parkplatz ohne Steinkontakt abfahren kann.

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Die erste Spur / 21.1.2026

Nach einer ruhigen Nacht (kein Wunder, ich bin ja der einzige Gast) und einem ausgiebigen Frühstück verlasse ich die warme Hütte. Es ist klirrend kalt und ich beginne mit einer halbstündigen Schattenwanderung zur Liezenerhütte, wo ich endlich in den Genuss der ersten Sonnenstrahlen komme. Jetzt kann ich mich auch von einem Paar der Handschuhe trennen, die doppelte Schicht hat leider wenig genutzt.

Als Entschädigung für die bisherige Kältetherapie gehe ich windgschützt durch das wunderbare Goldbachtal bis ich feststelle, dass ich einen Rechtsbogen machen sollte. Mein anvisierter Gipfel liegt nämlich östlich ziemlich "abseits vom Schuss".

Den Wörschacher Schafberg kann man nicht als Modeberg bezeichnen, schon gar nicht im Winter. Und genau dort will ich hin. Aber was ist so besonders auf diesem Gipfel? Eigentlich nichts, abgesehen vom langen Zustieg, der Abgeschiedenheit und dem Fehlen einer Abfahrt. Dass diese Attribute kaum jemand ansprechen, wird mir beim Aufstieg bald klar. Weit und breit ist keine Spur zu sehen. Vermutlich bin ich heuer der Erste, der hier eine Spur legt und im Winter am Gipfel steht.

Mit etwas Glück gelingt mir ein Selbstauslöserfoto mit Hilfe eines Ministativs (befestigt am Schistock), der Beweis meiner Anwesenheit, denn das Gipfelbuch grabe ich nicht aus.

Für die Mittagsrast suche ich mir aber einen besseren, vor allem windgeschützten Platz. Der befindet sich bei der 100 Meter tiefer liegenden Steinfeldalm, ein unbeschreiblich schöner Ort. Hier ist es windstill und fast ruhig, würde nicht ein Flieger (Eurofighter?) gelegentlich die Ruhe stören. Diese "Störung" relativiert sich aber beim Gedanken, dass viele Menschen froh wären, wenn sie nur einmal am Tag ein übendes Kampfflugzeug hören würden.

Beim Rückweg folge ich meist meiner Spur vom Vormittag, nur beim Goldbach halte ich mich genau an die Wintermarkierung. Zum Abschluss mache ich noch eine kleine Runde am weiten Kirchfeld, das mir um diese Zeit alleine gehört. Die Gegend werde ich mir am nächsten Tag noch etwas genauer ansehen.

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Wörschacher Raidling / 20.1.2026

Ein stabiles Hochdruckgebiet hat sich über Österreich festgesetzt. Das passt gut zu meinem Plan, die Gegend um die Hochmölbinghütte im Winter zu erkunden.

Die immer noch sehr dürftige Schneelage hat zumindest einen Vorteil. Die Auffahrt auf der schmalen und stellenweise steilen Straße zum Winterparkplatz auf dem Wörschachberg ist ohne Ketten möglich. Aber am Ende der geräumten Straße sollte sich das Bild rasch ändern. Eine wunderbare Winterlandschaft breitet sich vor mir aus.

Eine Zeitlang dominiert nun der Hochtausing das Bild, zuerst die sonnenbeschienene Südseite, später die schattige Nordseite. Schattig ist auch der Abschnitt bis zum Langpoltner Klamml, wo ich auf den schmalen Grazer Steig treffe.

Ich kenne die jetzt folgende Querung und seine Tücken und montiere gleich am Beginn die Harscheisen an die Schi. Eine gute Entscheidung, denn so kann ich die wenigen vereisten Stellen wie auf Schienen bewältigen. Zur Klarstellung: der Steig ist nicht ausgesetzt und auch nicht besonders steil, aber Ausrutschen kann trotzdem unangenehm sein.

Beim "Gottseidank Bankerl" macht der Steig eine scharfe Rechtskurve und führt ab nun leicht bergab bis zur Hochmölbinghütte. Ich bleibe aber am breiten Rücken und gehe noch zum Gipfel des Raidling hinauf.

Da ich nicht mehr ins Tal abfahren muss, geht sich heute eine lange Gipfelrast aus. Ich genieße die schöne Aussicht, esse den letzten Rest meiner Jause und beginne nach einer Stunde mit der Abfahrt zur Hochmölbinghütte. Auf Grund der geringen Schneehöhe und der vielen Spuren hält sich das Abfahrtsvergnügen aber heute in Grenzen.

Um halb vier komme ich zur bereits im Schatten liegenden Hütte. Es ist empfindlich kalt und ich freue mich auf mein warmes Zimmer und einen ruhigen Abend.

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Probeabfahrt / 17.1.2026


Seit dem Bindungsbruch vom März 2025 habe ich keine Schitour mehr unternommen. Es ist also an der Zeit zu prüfen, ob nach der Reparatur die volle Funktion auch im Gelände wieder gegeben ist. Dabei wäre es natürlich günstig, dies nicht in der absoluten Einsamkeit bei einer Mehrtagestour zu machen. Also wähle ich diesmal einen gut besuchten Gipfel im Gebiet der Wurzeralm, den Gscheidriedel.

Ausgangspunkt ist wieder einmal die Busstation an der Landesgrenze. Bereits nach wenigen Metern beginnt die Aufstiegsspur zur Hintersteineralm, die um diese Tageszeit schon in der Sonne liegt. Das späte Weggehen hat auch Vorteile.

Gemütlich gehe ich zuerst über den flachen Almboden und anschließend mäßig ansteigend zur Hasneralm, ein guter Platz für die erste Trinkpause. Ab nun wird es zwar etwas steiler, der Höhengewinn bleibt aber dennoch überschaubar. Erst bei den letzten Metern zum Gipfel sollte man die Spitzkehrentechnik in Grundzügen beherrschen.

Nach einer kurzen Rast bereite ich mich fürs Abfahren vor. Ich schließe die Schuhe, hänge mir den Rucksack um und steige in die Bindung. Es macht kurz "Klick" und die Schuhe sind fest am Schi fixiert. So soll es sein.

Die anschließende Abfahrt über die Gameringalm und durch den vereisten Gipsgraben verläuft problemlos, ebenso wie die entspannte Rückfahrt mit Bus und Bahn nach Linz.

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Erkundungstour / 11.1.2026

Spät aber doch hat der Winter ein Lebenszeichen von sich gegeben. Sogar im Flachland ist es weiß. Aber wie sieht es auf den Bergen aus? Um das zu erkunden mache ich mich auf den Weg in die Obersteiermark.

Hier die Eckdaten der beabsichtigte Rundtour:
Ardning - Moaralm - Auboden - Ardning Alm Hütte - Tal

Bis zum Winterparkplatz gehe ich "normal", dann kommen bereits die Schneeschuhe zum Einsatz. Ich folge einer frischen Schispur durch den Wald, kürze dabei eine Kehre der Forststraße ab, und komme so zur Moaralm. Nach der ersten Teepause gehe ich in Richtung Auboden weiter.

Der höchste und gleichzeitig kälteste Punkt des Tages befindet sich etwas westlich vom Schwarzkogel. In Anbetracht des eisigen Windes halte ich mich hier nicht lange auf und beginne mit dem Abstieg.

Auch hier sinke ich immer wieder ein, manchmal bis zum Boden. Mit Schi wäre das Abfahren vielleicht etwas weniger anstrengend, sofern man den unvermeidbaren Steinkontakt in Kauf nimmt.

Bei der Ardning Alm Hütte wechsle ich von den Schneeschuhen auf die Grödel, eine gute Entscheidung, da die Straße ins Tal stellenweise etwas vereist ist.

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