Im Schongang / 27.6.2026

Bei der herrschenden Hitzewelle lautet die allgemeinen Empfehlung: anstrengende Tätigkeiten wenn möglich vermeiden. Eine Bergwanderung scheidet also aus, aber moderates Radfahren sollte kein Problem sein.

Meine Route lässt sich wie folgt kurz zusammenfassen. Mit der Bahn nach Großraming, dann durch den Lumplgraben nach Brunnbach. Von dort auf den Hirschkogelsattel und weiter zur Anlaufalm. Nach der Mittagsrast hinunter zum schwarzen Bach, Abstecher zur Haselschlucht und dann zu "meinem" Badeplatz. Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Reichraming.

Am Ende des Tages stehen 50 km mehr am Tacho, genug für einen extrem heißen Sommertag.

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Weißwasser / 25.6.2026

Der nächste heiße Tag kündigt sich an. Dank einiger harmloser Wolken merke ich davon bei der Auffahrt zum Hengstpass noch nichts, auch nicht bei der anschließenden fast 13 km langen Abfahrt nach Unterlaussa. Erst beim folgenden Anstieg zur Mooshöhe wird mir erstmals warm. Den notwendigen Durstlöscher gibt es dann bei Jausenstation. Und am ofenwarmen Strudel kann ich natürlich auch nicht vorbeiradeln.

Die folgende Abfahrt ins Hintergebirge sollte man nicht unterschätzen. Die Schotterstraße ist nämlich stellenweise steiler als es aussieht und das Bremsen mit einem schweren Stromradl eine heikle Angelegenheit. Vorausschauendes Fahren ist kein Nachteil, nicht nur hier.

Weißwasser. Idyllisch plätschert der Bach neben mir während ich auf der Schotterstraße ins Hintergebirge radle. Ich komme zu mehreren Tafeln, auf denen die Geschichte des ehemaligen Bergbaugebietes kurz dargestellt wird. Mangels Handyempfang ist die virtuelle Zeitreise aber nicht möglich. Auch zu Hause habe ich es nicht geschafft, schade. Manchmal wäre eine kleine (analoge) Broschüre die bessere Wahl.

Mittlerweile ist es schon sehr warm geworden und ich freue mich auf "meinen" Badeplatz bei der großen Schlucht. Eine schattige Schotterbank und ein zwei Meter tiefer Tümpel in dem ich sogar etwas schwimmen kann, besser geht es nicht. Hier könnte man stundenlang sitzen und auf das gleichmäßige Rauschen des Wassers hören.

Von der Zivilisation (Bahnstation in Reichraming) trennen mich nur mehr 20 km, noch dazu leicht bergab. Es ist ein gemütlicher letzter Abschnitt trotz der spürbar höheren Temperatur im Ennstal.

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Bike & Hike / 20.6.2026

Es wird wärmer und meine Begeisterung fürs Wandern schwindet mit zunehmender Temperatur. Jetzt ist die richtige Zeit für die Umsetzung eines schon länger geplanten Tour gekommen.

Als einer der wenigen Fahrgäste steige ich in Linz in den klimatisierten Zug (Niederflurfahrzeug!!!). Diese Verbindung ist ideal, denn ich kann ohne Umsteigen bis nach Grünau fahren. Im Ort kaufe ich mir noch eine Jause und radle in Richtung Almsee los. Nach 11 km komme ich zur Seeklause und mache wie schon so oft ein Foto vom See mit dem Ameisstein. Dann biege ich auf die Forststraße "Hochpfad" ab.

Schon nach wenigen Metern komme ich zu einer Tafel mit einem Hinweis zur Schwierigkeit der Strecke. Die Warnung ist durchaus begründet, wie ich im Laufe des Tages noch feststellen werde. Aber vorerst geht es eher moderat, manchmal etwas steiler auf einer gut befahrbaren Schotterstraße zum Gschirrsattel hinauf. Hier gönne ich dem Rad eine Pause und gehe zu Fuß weiter.

Anfang noch flach schlängelt sich der unmarkierte Pfad bald steil zum Gschirreck hinauf. Bei Nässe könnte es hier unangenehm sein, heute aber ist es staubtrocken. Nach einer Stunde erreiche ich den Gipfel. Länger möchte ich bei der Hitze nicht gehen. In Anbetracht der angekündigten Gewitter steige ich aber bald wieder ab.

Nun folgt die anspruchsvolle Abfahrt zum Offensee. Anfangs ist der Weg noch befahrbar, doch dann steige ich ab und schiebe das schwere Rad hinunter. Und das ist tatsächlich sehr mühsam, zumal das Rad gewichtsbedingt eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Gut zwanzig Minuten benötige ich für diesen Abschnitt, dann habe ich endlich wieder eine Forststraße unter den Rädern und rolle leicht bergab bis zum Ufer des Offensees. Badepause.

Dann die Rückfahrt ins Trauntal, ein Genuss, da es nur bergab geht. Unten in Ebensee spüre ich aber wieder die Hitze. Auch neben dem See ist es kaum kühler. Da hilft nur eine letztes Bad kurz vor Altmünster, um die folgenden Kilometer bis nach Attnang zu überstehen.

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Seitenwechsel / 18.6.2026

Sommerlich warm und leichter Ostwind - die ideale Voraussetzung für eine Fahrt entlang der Donau nach Passau. Zur Abwechslung wechsel ich diesmal kurz vor Schlögen die Seite. Hier ist es wesentlich angenehmer, da auf der schmalen Uferstraße kaum Verkehr herrscht. Erst in Jochenstein überquere ich wieder die Donau und gleichzeitig die Staatsgrenze. Ein Selbstverständlichkeit, von der viele Menschen nur Träumen können.

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Dutra / 8.6.2026

Ohne konkretes Ziel radle ich entlang der Traun nach Wels, wo ich spontan zum Stadtplatz abbiege. Hier war ich schon eine Ewigkeit nicht mehr und mir gefallen die alten Häuser und schmalen Gassen. Positiv überrascht bin ich auch von der guten Beschilderung des Radweges. So finde ich ohne langes Suchen den richtigen Weg aus der Stadt.

Langsam nähere ich mich dem Trattnachtal und folge nun einige Kilometer dem gleichnamigen Radweg. Ungeplanterweise (Abzweigung übersehen) komme ich nach Winkling. Für nicht Ortskundige, das ist kurz nach Oberstötten, wo mir eine alter Traktor auffällt. Es ist ein Dutra, ein Ungetüm aus Stahl und riesigen Rädern mit dem Ostblockcharme aus den 1970er Jahren. So hat man früher Fahrzeuge gebaut.

In Anbetracht der schwindenden Akkuladung muss ich mir langsam eine Bahnstation für die Rückfahrt suchen. Zell an der Pram erscheint mir dafür passend zu sein. Und praktischerweise gibt es hier wieder einen Radweg, den R 21, wobei die Bezeichnung "Radweg" irreführend ist. Eine bauliche Trennung gibt es nämlich nicht, was bei dem geringen Verkehr auf den Nebenstraßen auch nicht notwendig ist.

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Gr. Pyhrgas / 4.6.2026

Der Gr. Pyhrgas gehört nicht zu meinen Lieblingsbergen. Erst vier Besteigungen finde ich in meinen Aufzeichnungen. An der Aussicht kann es jedenfalls nicht liegen, denn die ist exzellent. Wahrscheinlich liegt es am Weg, der mir nicht sonderlich behagt.

Dank einer Mitfahrgelegenheit komme ich heute wieder in den "Genuss" diesen Berg zu besteigen. Wir parken bei der Bosruckhütte und wählen die Variante über den Lugsattel, den vermutlich am meisten begangenen Weg. Mit leichtem Rucksack und neuen Schuhen komme ich gut voran und bewältige die 1200 hm in knapp drei Stunden.

Nach einer ausgedehnten Rast beginnen wir mit dem Abstieg. Wir nehmen den Hofersteig um zum Rohrauerhaus zu gelangen. Rückblickend eine schlechte Wahl, denn der Steig ist steil, brüchig und viele lose Steine erfordern ständige Konzentration. Bei meinen bisherigen zwei Aufstiegen ist mir das nicht so aufgefallen, aber absteigen würde ich hier nicht mehr.

Ab der Baumgrenze wird das Gehen einfacher, dafür nimmt der Durst zu. Für die Lösung dieses "Problems" bietet sich das Rohrauerhaus an. Beim anschließenden Rückweg zum Ausgangspunkt können wir noch einen Blick auf die steile Flanke des Gr. Pyhrgas werfen. An meiner Einstellung zu diesem Berg hat sich nichts geändert.

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Signalkogel / 2.6.2026

Eine AV-Wanderung mit Bahn und Bus. Nach einer relativ kurzen Anreise (1:15 ab Linz) starten wir bei der Großalm. Den höchsten Punkt des Tages, das ist der hintere Signalkogel, der im Gegensatz zum vorderen Signalkogel keine Aussicht zu bieten hat aber um 108 Meter höher ist, erreichen wir nach etwa einer Stunde.

Auch beim anschließenden Übergang zum vorderen Signalkogel gibt es wenig zu sehen, dafür ist die Aussicht am Gipfel umso besser. Vom Brunnkogel zum Grünalmkogel und darunter der dunkelblaue Langbathsee, ein herrlicher Blick.

Obwohl der See schon zum Greifen nahe liegt, benötigen wir noch fast eine Stunde bis zum Langbathseestüberl. Dort verzichte auf das Mittagessen, was mir beim fleischlastigen Angebot nicht schwer fällt und nehme stattdessen ein Bad im überraschen warmen Wasser (geschätzt 19-20 Grad).

Der weitere Routenverlauf ist abwechslungsreich. Auf Forststraßen und Waldwegen gehen wir zum ehemaligen Gasthaus Windlegern (jetzt Frühstückspension) und von dort immer bergab zur Bushaltestelle in Neukirchen.

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