Logenplatz / 30.4.2026

Auf der Suche nach einem von mir noch unbestiegenen Gipfel stoße ich auf das Hohe Eck, knapp 2 km nördlich vom bekannten Gr. Woising. Die bescheidene Höhe von lediglich 1270 Meter und der lange Zustieg auf Forststraßen dürfte für die meisten zu wenig attraktiv sein, nicht aber für mich.

Ausgangspunkt ist der Almsee, wo ich am 04er etwa bis zum Nesseltal gehe. Während der Hochpfad hier rechts abzweigt, bleibe ich auf der Forststraße und komme nach einigen Kehren langsam in Gipfelnähe. Die letzten 150 Höhenmeter steige ich weglos zum höchsten Punkt hinauf, markiert nur durch ein kleines Stoamandl.

Da die Sicht durch Bäume etwas eingeschränkt ist, gehe ich noch einige Meter weiter. Das Gelände wirkt sehr naturbelassen, hierher "verirren" sich wohl selten Wanderer. Nach 50 Meter komme ich zu einer Geländekante, wo ich einen herrlicher Blick ins hintere Kolmkar und zum Wildkar habe. Es ist ein Logenplatz der Extraklasse. Lange betrachte ich die abweisenden Nordwände des Toten Gebirges durch das Fernglas, ein selten schönes Panorama.

Beim Rückweg kürze ich die langen Kehren der Forststraße etwas ab und steige weglos durch den lichten Wald ab. Beim Wanderweg 420 schließt sich wieder der Kreis.

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Haugstein / 28.4.2026

Die heutige AV-Wanderung entspricht großteils einer Etappe des Donausteiges, die ich vor drei Jahren gegangen bin. Abweichend vom Originalweg drehen wir am Beginn eine Ehrenrunde in der Gemeinde Vichtenstein, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das so beabsichtigt ist. Aber egal, die Waldwege sind angenehm zu begehen und das Wetter ist perfekt.

Nach drei Stunden erreichen wir den höchsten Punkt des Innviertels, hauptsächlich bestehend aus einigen Felsen mitten im Wald. Zum Rasten ein idealer Platz, zum in die Ferne Schauen ungeeignet.

Schöne Ausblicke gibt es dafür beim Abstieg ins Donautal. Bis zum Hochficht reicht der Blick, die Schneisen der Schipisten sind mit freiem Auge gut zu sehen. Schön ist auch der Abstieg am Wiesenweg nach Engelhartszell, dem Endpunkt der Wanderung.

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Am richtigen Gipfel / 24.4.2026


Bis vor Kurzem war ich der Meinung, dass ich im Jänner 2025 am Hirschriedel war. Von einer verlässlichen Quelle habe ich aber erfahren, dass ich vermutlich am falschen Gipfel gestanden bin, wobei von einem Gipfel ohnehin nicht die Rede sein kann, denn ein Riedel ist eigentlich ein schmaler, langgestreckter, flacher Geländerücken zwischen zwei Tälern. Trotzdem mache ich mich nochmals auf den Weg um den richtigen Hirschriedel zu besteigen.

Ich starte wieder bei der Haltestelle Kalkofen/Landesgrenze und gehe - diesmal bei frühlingshaften Temperaturen - durch den Lexgraben zur Hintereggeralm. Und wie immer mache ich dort die erste Pause und wie immer bin ich von der herrlichen Aussicht beeindruckt. Hier könnte man lange sitzen und "nur" in die Gegend schauen.

Schauen muss ich aber jetzt woanders hin, und zwar in den Wald um die rund 200 Höhenmeter von der Alm zum Gipfel zu überwinden. Einen Weg/Steig kann ich nicht erkennen. Das Gelände ist aber halbwegs übersichtlich, was den weglosen Aufstieg erleichtert.

Weiter oben treffe ich auf eine Forststraße. Theoretisch könnte man mit dem Rad fast bis zum Gipfel fahren, praktisch aber nicht (Fahrverbot). Von hier sind es nur mehr wenige Meter bis zum richtigen Hirschriedel, eine felsige Erhebung etwa 300 Meter südwestlich vom falschen Hirschriedel. Nach drei Stunden stehe ich neben dem schlichten Kreuz und bewundere die herrliche Aussicht zum Grimming, Dachstein und ins Ennstal.

Da noch ein weiter Weg vor mir liegt, fällt die Gipfelrast heute etwas kurz aus. Mein nächstes Ziel ist die Rote Wand, dann der unscheinbare Sonnwendstein, weiter über das Liezener Eck zur Großen- u. Kleinen Schale und von dort hinunter nach Weißenbach.

Fast schon erholsam ist dann der letzte Abschnitt am schönen Marienwaldweg nach Liezen zur Bahnstation, ein dichtes Programm. Aber mittlerweile kann ich die Gehzeiten ganz gut abschätzen, sodass ich ohne Probleme den Zug nach Selzthal/Linz erreiche.

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Am Jakobsweg im Mühlviertel / 22.4.2026

Dieser Wanderweg führt über 135 km von Krumau nach Passau. Da ich derzeit nicht eine Woche am Stück gehen möchte, stelle ich mir eine von der Länge und Erreichbarkeit passende Etappe zusammen. So komme ich auf die Idee, von Rohrbach nach Putzleinsdorf zu gehen, mit etwas über 17 km gerade recht für eine Tagestour.

Bei bestem Wanderwetter beginne ich bei der Pfarrkirche, die dem Hl. Jakob geweiht ist, meine Wanderung. Bald lasse ich den Ort hinter mir und gehe durch eine abwechslungsreiche Landschaft nach Sarleinsbach.

Beim örtlichen Nahversorger ergänze ich meine Jause, in der Kirche bekomme ich einen Pilgerstempel und etwas außerhalb vom Ort finde ich einen schönen Rastplatz. Etwa 2/3 der Etappe habe ich bereits geschafft und ich gönne meinen Füßen eine Mittagspause.

Das Auf und Ab des Vormittages setzt sich auch am Nachmittag fort. Das Mühlviertel ist eine hügelige Landschaft, was beim Gehen besonders auffällt.

Kurz vor Putzleinsdorf treffe ich auf den 150er, den ich vor einigen Jahren schon einmal begangen habe. Langsam kommt die Erinnerung zurück, an die Kapelle im Wald, an den ersten Blick auf die Häuser und an den schönen Ortsplatz. Zufrieden beende ich hier meine Wanderung.

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Heimspiel / 18.4.2026

Oft vorbei geradelt, aber noch nie stehen geblieben. Wahrscheinlich kennt das jeder/jede, dass man das Naheliegende manchmal übersieht, während man in fremden Ländern keine Mühen und Kosten scheut, vermeintliche oder echte Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Daher passt es heute ganz gut, bei meiner Fahrt nach Passau einen kurzen Stopp beim ehemaligen Römerbad in Schlögen einzulegen, sozusagen ein Heimspiel.

Auf einigen Schautafeln wird die römische Badekultur kurz und informativ beschrieben. Dass es damals bereits drei unterschiedliche Baderäume gegeben hat (kalt/lau/warm) ist schon beeindruckend, ebenso der Umstand, dass im Gebäude eine Fußbodenheizung verlegt war.

Und fast wäre ich heute auch in den "Genuss" eines Bades gekommen, aber zum Glück haben mich die dunklen Wolken im oberen Donautal verschont.

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Hussenstein / 14.4.2026

Eine bunte Wandergruppe geht gar nicht so langsam zwischen Wiesen, Feldern und Wäldern durch das Mühlviertel. Das wird sich ein Außenstehender bei unserem Anblick vermutlich denken.

Wir beginnen die Runde in St. Oswald bei Freistadt. Vor uns liegen fast 20 abwechslungsreiche Kilometer, unterbrochen durch die Mittagsrast im Dorfwirtshaus Gartner in Obermarreith. Es gibt sie also doch noch diese typischen Gasthäuser am Land. Dass man hier gut essen kann, beweist die volle Gaststube.

Der höchste Punkt der Wanderung ist der Hussenstein (eine Wollsackverwitterung) mit 951m Höhe. Diese Felsformation ist von hohen Bäumen umgeben und dementsprechend bescheiden ist die Aussicht. Abgesehen davon ist heute die Sicht zusätzlich durch tiefe Wolken stark eingeschränkt.

Ich nehme mir vor, diese schöne Gegend im Herbst oder Winter bei klarer Luft nochmals zu besuchen.

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Erstbesteigung / 8.4.2026

In Anbetracht der noch winterlichen Bedingungen in höheren Lagen verzichte ich auf Experimente und bleibe in Talnähe .... na ja .... nicht ganz. Eine kleine Herausforderung sollte bei einer Wanderung schon dabei sein, beispielsweise eine Erstbesteigung.

Mein angepeilter Gipfel befindet sich diesmal am nördlichen Ende das Almsees bei der Seeklause. Der kurze Aufstieg ist unmarkiert und sehr steil. Oben gilt es noch eine kurze Querung zu bewältigen, die bei Nässe unangenehm sein kann. Heute ist diese Stelle aber problemlos zu überwinden.

Dann stehe ich auch schon am Gipfel und komme aus dem Staunen nicht heraus. Mit so einer wunderbaren Aussicht habe ich nicht gerechnet. Aber wie heißt nun dieser Berg? Am Kreuz steht Gamskogel, auf älteren Karten findet sich noch die Bezeichnung Brand. Auch den Namen Brandberg NW-Pfeiler habe ich irgendwo gelesen. Aber eigentlich ist es vollkommen egal wie dieser Gipfel heißt, denn für mich zählt ohnehin nur das Erlebnis.

Der Rückweg lässt sich mit einem Satz beschreiben. Am Ostufer zum Seehaus, anschließend über den Ameisstein wieder zur Seeklause und zurück zum Jagersimmerl.

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