Posts mit dem Label Wanderungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wanderungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Hussenstein / 14.4.2026

Eine bunte Wandergruppe geht gar nicht so langsam zwischen Wiesen, Feldern und Wäldern durch das Mühlviertel. Das wird sich ein Außenstehender bei unserem Anblick vermutlich denken.

Wir beginnen die Runde in St. Oswald bei Freistadt. Vor uns liegen fast 20 abwechslungsreiche Kilometer, unterbrochen durch die Mittagsrast im Dorfwirtshaus Gartner in Obermarreith. Es gibt sie also doch noch diese typischen Gasthäuser am Land. Dass man hier gut essen kann, beweist die volle Gaststube.

Der höchste Punkt der Wanderung ist der Hussenstein (eine Wollsackverwitterung) mit 951m Höhe. Diese Felsformation ist von hohen Bäumen umgeben und dementsprechend bescheiden ist die Aussicht. Abgesehen davon ist heute die Sicht zusätzlich durch tiefe Wolken stark eingeschränkt.

Ich nehme mir vor, diese schöne Gegend im Herbst oder Winter bei klarer Luft nochmals zu besuchen.

Bilder

Erstbesteigung / 8.4.2026

In Anbetracht der noch winterlichen Bedingungen in höheren Lagen verzichte ich auf Experimente und bleibe in Talnähe .... na ja .... nicht ganz. Eine kleine Herausforderung sollte bei einer Wanderung schon dabei sein, beispielsweise eine Erstbesteigung.

Mein angepeilter Gipfel befindet sich diesmal am nördlichen Ende das Almsees bei der Seeklause. Der kurze Aufstieg ist unmarkiert und sehr steil. Oben gilt es noch eine kurze Querung zu bewältigen, die bei Nässe unangenehm sein kann. Heute ist diese Stelle aber problemlos zu überwinden.

Dann stehe ich auch schon am Gipfel und komme aus dem Staunen nicht heraus. Mit so einer wunderbaren Aussicht habe ich nicht gerechnet. Aber wie heißt nun dieser Berg? Am Kreuz steht Gamskogel, auf älteren Karten findet sich noch die Bezeichnung Brand. Auch den Namen Brandberg NW-Pfeiler habe ich irgendwo gelesen. Aber eigentlich ist es vollkommen egal wie dieser Gipfel heißt, denn für mich zählt ohnehin nur das Erlebnis.

Der Rückweg lässt sich mit einem Satz beschreiben. Am Ostufer zum Seehaus, anschließend über den Ameisstein wieder zur Seeklause und zurück zum Jagersimmerl.

Bilder

Schönleitnerhöhe / 10.3.2026

Mit dem Alpenverein komme ich wieder in eine Gegend, die ich selten besuche (zuletzt im Mai 2014). Wir beginnen die Wanderung ungeplanterweise in Ternberg, da uns der Bus nach Dambach auf Grund einer Zugverspätung vor der Nase davonfährt.

Zuerst geht es noch mäßig ansteigend entlang der Thalerstraße in einen Graben hinein. Bald aber nimmt die Steigung zu und ich frage mich, wie hier bei Schnee und Eis überhaupt jemand fahren kann. Nach einem Sattel wird es flacher und wir biegen auf die Forststraße Windhagberg ab. 

Das Landschaftsbild ist geprägt von Gräben und Hügeln, kaum befahrenen Straßen und schönen Waldpassagen. Dass damit immer wieder Auf -u. Abstiege verbunden sind, liegt auf der Hand.

Nach 2¼ Stunden Gehzeit kommen wir zum Gasthaus Pranzl in Kleinschönleiten, wo wir bereits erwartet werden. Dank der telefonischen Vorbestellung bekommen alle rasch das gewünschte Essen.

Vor uns liegt nun der letzte Anstieg hinauf zur Schönleitner Höhe, der höchste Punkt der Wanderung mitten im Wald. Dementsprechend ist auch die Aussicht. Dafür geht es ab nun bergab bis nach Dambach, dem ursprünglichen Ausgangspunkt der Wanderung. Rückblickend war das Gehen in umgekehrter Richtung kein Nachteil.

Bilder 

Ameisstein / 4.3.2026


Auf Grund der guten Erreichbarkeit fahre ich heute nochmals ins Almtal um den Ameisstein zu besuchen. Da ich erst um 11:30 in Linz wegfahre, stehe ich natürlich bei "optimalem" Fotolicht am Gipfel.

Anschließend umrunde ich noch den See. Das Eis ist innerhalb einer Woche etwas weniger geworden und wird bald ganz verschwunden sein. Der Frühling lässt sich nicht mehr aufhalten.

Bilder

Umweg zum Almsee / 25.2.2026

Heute bin ich auf der Suche nach einem guten Platz für Fotos von der steilen Nordseite des Toten Gebirges. Dafür scheint mir die Gegend um den Wolfsberg ganz gut geeignet zu sein.

Ich beginne meine Erkundungstour beim Jagersimmerl und umrunde zuerst den Wolfsberg. Die Forststraße hat nur eine geringe Steigung und auf etwa 810 Meter Höhe geht es wieder bergab. Hier habe ich erstmals einen schönen Blick zum Toten Gebirge, aber es sollte noch besser werden.

Bei der nächsten Kreuzung halte ich mich links und gehe nun wieder bergauf bis zu einem Hochstand. Ab hier weglos bis zum Waldrand, wo ich den Aufstieg beende. Und wie erhofft gibt es hier einige gute Fotostandpunkte, allerdings ist das Licht um die Mittagszeit nicht gut geeignet. Hier sollte man besser zeitig in der Früh die Kamera auf die umliegenden Berge richten.

Abschließend gehe ich zur Seeklause hinunter, umrunde den Almsee und beende die Wanderung bei der Haltestelle Schwarzenbrunn.

Bilder

Ein Land im Winterschlaf / 20.2.2026


Das Gebiet nördlich von Summerau an der Grenze zu Tschechien gehört nicht zu den Instagram Hotspots von Oberösterreich. Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern, denn dafür bietet die Gegend einfach zu wenig. Mir kann das nur recht sein, denn gerade "das Wenige" hat seinen Reiz, besonders wenn das Land im Winterschlaf liegt.

Nur vom Schnee ist nicht zu wenig vorhanden, ganz im Gegenteil. In der Nacht hat es geschneit und die Wanderwege sind als solche nicht mehr zu erkennen. Ohne Schneeschuhe (die liegen in der warmen Garage) ist das Gehen etwas mühsam und ich muss meine ursprünglich beabsichtigte Wanderung etwas verkürzen.

Am frühen Nachmittag komme ich nach Vorderkönigschlag (76 Einwohner / Stand 1.1.2025), wo sich neben einigen Häusern auch eine Bushaltestelle befindet. Und ich habe Glück, denn der nächste Bus nach Bad Leonfelden (mein ursprüngliches Ziel) kommt in 15 Minuten.

Bilder

Nichts Besonderes / 9.2.2026


Der Wetterbericht prognostiziert viele Nebel über Oberösterreich. Nur ganz im Süden besteht die Chance auf einige Sonnenstunden. Also fahre ich wieder mit Bahn und Bus zur Landesgrenze, wo es von der Früh weg sonnig ist.

Da ich keinen besonderen Plan habe, "vertrödle" ich viel Zeit auf der Hintereggeralm und kehre nach fünf Stunden und knapp 10 km wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Bilder

Hoher Trailing / 2.2.2026


Er ist lediglich 1237 m hoch, liegt etwas abseits vom "Schuss" und ist nur auf einem unmarkierten Steig zu erreichen. Der einzige (?) Pluspunkt ist die wunderbare Aussicht, die ich aber bisher nur von einem Foto kenne.

Den Ausgangspunkt in Molln erreiche ich bequem mit Bahn und Bus. Bis zum Annerstal gehe ich auf der Landesstraße. Die Gegend wirkt verlassen und irgendwie düster, wahrscheinlich liegt das auch an den tief hängenden Wolken.

Nach genau 4 km zweige ich in den Wald ab. Der Steig ist hier kaum zu erkennen aber die Richtung stimmt. Weiter oben, nach der zweiten Forststraßenquerung, wird es besser. Der jetzt mit Stoamandl markierte Weg ist gut zu erkennen und auch die Sonne hat mittlerweile die Oberhand gewonnen.

Und dann taucht plötzlich der Gipfelfelsen vor mir auf. Hier geht es noch einmal steil hinauf, dann stehe ich beim Kreuz. Und der Ausblick ist tatsächlich beeindruckend.

Der höchste Punkt liegt etwa 100 Meter weiter östlich im Wald. Von dort könnte man auch auf der Ostseite des Berges absteigen. Ob sich das lohnt, bezweifle ich aber nach einer kurzen Erkundung. Ich steige daher wieder entlang des Aufstiegsweges bis zur Forststraße ab und gehe auf dieser fast immer in der Sonne nach Molln zurück.

Bilder

Ein langer Abstieg / 31.1.2026


Heute habe ich mir wieder eine neue Streckenwanderung vorgenommen. Vom Pyhrnpass (Landesgrenze) bis nach Liezen möchte ich gehen und mir dabei die Weißenbacher Mauern etwas genauer ansehen.

Zuerst steige ich durch den schattigen Lexgraben zur sonnigen Hintereggeralm auf. Obwohl ich erst 1¼ Stunden unterwegs bin, mache ich bei einer der ersten Hütten eine kurze Pause. Angelehnt an die warme Hüttenwand genieße ich den herrlichen Ausblick.

Anschließend gehe ich leicht ansteigend am Weg 217 in Richtung Westen weiter und quere dann zu einer tiefer liegenden Forststraße. Spätestens jetzt bin ich froh, dass ich die Schneeschuhe mitgenommen habe.

Ein Blick auf die Karte bestätigt mir, dass es ab hier bis ins Tal bergab geht. Das ist auch gut so, denn trotz der Schneeschuhe sinke ich immer wieder ein. Bergaufgehen stelle ich mir hier etwas mühsam vor.

Je tiefer ich komme, desto öfter ergeben sich schöne Ausblicke zu den Weißenbacher Mauern. Besonders der untere Teil mit den fast senkrechten Wänden beeindruckt mich. Es ist für mich kaum vorstellbar, dass hier der Loasteig zum Kosennspitz hinaufführt.

Beim sogenannten "Sensenschmid" endet der lange Abstieg von der Alm und es beginnt die asphaltierte Straße hinaus ins Ennstal. Es sind jetzt noch 5 km bis zum Bahnhof in Liezen, für die ich genau eine Stunde benötige.

Bilder

Neuland / 27.1.2026


Heute betrete ich im doppelten Sinne "Neuland". Zum einen ist es das mir bisher kaum bekannte Wandergebiet zwischen Gallneukirchen und Neumarkt, zum anderen der Umstand, dass ich mich erstmals der Wandergruppe des AV-Linz anschließe. Eine neue Erfahrung.

Ohne Anmeldung, also völlig unbürokratisch, komme ich zum Treffpunkt beim Busterminal in Linz. Nach einer kurzen Einführung "wir sind alle per du" bringt uns der Linienbus zum Ausgangspunkt der Tageswanderung. Um die Wegfindung muss ich mir ab hier keine Gedanken mehr machen.

Gallneukirchen - Almesberg - Alberndorf (Mittagessen) - Neumarkt, eine Strecke von rund 17 km, das sind die wesentlichen Eckdaten. Das Gehtempo ist angenehm, ich habe genug Zeit zum Fotografieren und fühle mich als Neuling von Anfang an sehr wohl.

Dank der guten Planung durch den Wanderbegleiter erreichen wir pünktlich den Bus kurz vor 16 Uhr in Neumarkt.

Fazit: sich um nichts kümmern zu müssen ist zur Abwechslung auch sehr angenehm. Beim Gehen in der Gruppe vergehen auch eintönige Straßenabschnitte sehr schnell. Fortsetzung folgt.

Bilder 

Weniger ist mehr / 1.1.2026

Neujahr - der Stichtag für Vorsätze aller Art. Meistens geht es dabei um einen gesünderen Lebensstil, wie z.B. mit dem Rauchen aufzuhören. Da ich nicht rauche, müsste ich aber zuerst mit dem Rauchen anfangen um dann wieder aufzuhören, keine so gute Idee.

Allerdings ist mir in den letzten Jahren aufgefallen, dass die Anzahl meiner Fotos ständig steigt, gleichzeitig aber der Informationsgehalt sinkt (zum Glück muss ich davon nicht leben).

Daher werde ich mich in Zukunft mehr auf das bewusste Erleben des Augenblicks konzentrieren, etwas seltener auf den Auslöser drücken und weniger Zeit für das Verfassen von Berichten über bereits mehrmals unternommene Touren aufwenden.

Also gibt es "nur" zwölf Fotos von meiner Neujahrswanderung auf den Hochsalm, die ich von einem Jahr schon einmal gemacht habe.

Bilder

Neuer Versuch / 29.12.2025

Heute nehme ich mir wieder einmal vor, den alten Steig von der Stalleckhütte zur Ederhütte aufzuspüren. Meine bisherigen Versuche waren leider nicht von Erfolg gekrönt. Diesmal gehe ich aber von der oberösterreichischen Seite los, vielleicht ist es hier einfacher.

Da der Bus nur bis zum Parkplatz der Wurzeralmbahn fährt, muss ich zuerst zur Passhöhe hinauf gehen. Dafür nehme ich den direkten Aufstieg durch den Graben rechts von der Straße. Der anschließende Wanderweg zur Fuchsalm ist mir schon bekannt, erst oberhalb der beiden Hütten betrete ich wieder "Neuland" in Form einer Forststraße, auf der ich in Richtung Stalleckhütte gehe. Dabei kürze ich einmal eine Kehre ab, was aber keinen Zeitgewinn bringt.

Nach gut zwei Stunden erreiche ich die alte Jagdhütte, oder besser gesagt was davon noch übrig ist. Es ist ein trauriger Anblick und erinnert mich an die verfallene Jagdhütte beim Lackerboden im Sengsengebirge. Ich mache einige Fotos und gehe dann auf dem anfangs noch gut erkennbaren Ziehweg weiter, der kurz darauf bei einem Hochsitz in einen verwachsenen Steig übergeht und schließlich im ersten Graben endet.

Ab hier ist kein Weg mehr erkennbar, und ich steige an einer mir günstig erscheinenden Stelle zum Rand des Grabens auf. Anfangs geht das ganz gut, nur oben ist das Durchkommen auf Grund der Sträucher mühsam.

Dann gehe ich zum zweiten Graben weiter und stoße wieder auf den alten Weg. Vorsichtig steige ich hinunter und am Gegenhang ziemlich direkt hinauf. Hier gelingt mir der Ausstieg besser als beim ersten Graben und ich erreiche problemlos einen Weidezaun, der die Alm begrenzt. Zehn Minuten später sitze ich bei der Ederhütte und genieße die wunderbare Aussicht.

Da ich noch genug Zeit habe, nehme ich nicht den direkten Abstieg nach Ardning, sondern den sonnigen Umweg über die Aubodenhütte und Moaralm.

Fazit: der alte Steig ist nur mehr in Fragmenten vorhanden und wird im Laufe der Zeit immer mehr verfallen. Die Begehung ist nur etwas für Einsamkeitsfanatiker mit Orientierungssinn. 

Bilder 

Zwillingskogel / 28.12.2025

Ich nehme den direkten Zug von Linz nach Grünau. Der fährt zwar einige Minuten länger, dafür erspare ich mir das Umsteigen in Wels. Und wie so oft sind nur wenige Fahrgäste im Zug, ich glaube es sind zwei oder drei .... aber bei dieser Anzahl verliere ich schnell den Überblick.

Kurz vor 9 Uhr hält der Zug im Endbahnhof. Ich steige aus und sehe schon am Bahnsteig den unteren Teil des Zwillingskogels, der von der Morgensonne angestrahlt wird. Kaum zu glauben, denn seit Wochen hält sich hartnäckiger Nebel über dem Zentralraum. Und die Sonne wird mich heute den ganzen Tag begleiten, denn ich werde auch beim Rückweg - entgegen meiner Gewohnheit - den sonnigen Aufstiegsweg nehmen.

Nach 2¼ Stunden stehe ich am Gipfel. Es ist relativ warm und der Wind ist kaum zu spüren. Ich bleibe lange sitzen und genieße die wunderbare Aussicht ins Tote Gebirge. Auch dort auf den höheren Bergen liegt kaum Schnee. Von einem richtigen Winter ist derzeit leider noch nichts zu bemerken.

Bei schon tief stehender Sonne steige ich langsam wieder ins Tal zur Bahnstation ab.

Bilder

Tamberg - Mittelgipfel / 18.12.2025


Nach meiner letzten Wanderung auf den Tamberg habe ich mir vorgenommen, beim Abstieg eine andere Variante zu wählen. Ob das gelingt, wird sich im Laufe des Tages zeigen.

Ich steige wieder bei der Filzmoserkapelle aus dem Bus und gehe wie im Vorjahr zum Waldrand, wo der "Pfarrer-Weg" beginnt. Bald komme ich zur Abzweigung zum Spitzmäuerl, ein alleinstehender Felsen, dem ich einen kurzen Besuch abstatte. Gemütlich gehe ich dann zum Tamberg weiter, ein schöner Platz für eine ausgedehnte Gipfelrast. Es ist ungewöhnlich warm und der Boden staubtrocken.

Da ich nicht am Aufstiegsweg zurück gehen möchte, steige ich auf der anderen Seite, also westlich, ab. Gleich zu Beginn komme ich zur Schlüsselstelle, eine kurze Felsstufe, wo ein Seil zum Anhalten hängt. Dann führt der unmarkierte Steig in eine Senke hinunter und nach einem kurzen Windwurfslalom wieder hinauf zum Tamberg Mittelgipfel. Hier steht ein kleines Kreuz und eine einfache Sitzbank gibt es auch.

Nach einer kurzen Fotopause gehe ich weiter. Nun wird es etwas unübersichtlich. Ein kurzer, aber steiler Abstieg im felsdurchsetzten Gelände gespickt mit umgestürzten Bäumen liegt vor mir. Ich steige vorsichtig einige Meter ab immer auf der Suche nach einem Stoamandl, leider Fehlanzeige. Dann versuche ich mein Glück etwas weiter rechts und wechsel auf die schattige Nordseite, wo ich wieder auf Steigspuren und eine Steinmarkierung treffe. Erleichtert gehe ich weiter.

Der weitere Abstieg ist problemlos, es gibt keine ausgesetzten Stellen und die Wegfindung ist einfach. Im Bereich der Hotzenreith geht der Steig langsam in eine Forststraße über, der ich ein Stück folge. An geeignet erscheinenden Stellen kürze ich im Wald einige Kehren ab. Vielleicht gibt es eine bessere Möglichkeit hier abzusteigen, aber das werden wohl nur "Insider" wissen.

Rückblickend war meine Routenwahl ganz gut, da ich ohne Umweg rechtzeitig den Bus erreicht habe.

Bilder

Salberg / 15.12.2025


Folgende Zutaten benötige ich für eine interessante Wanderung (zufällige Reihenfolge):

a) Mit Bahn/Bus erreichbar
b) Rundtour oder Streckenwanderung
c) Schöne Aussicht
d) Kein Modeberg
e) Keine Absturzgefahr

Somit scheiden schon einige Berge aus (auch wenn ich sie hin und wieder doch gerne besteige). Übrig bleibt dann beispielsweise ein eher unbekannter Gipfel wie der Salberg bei Liezen.

Bei Nebel steige ich in Linz in den Zug und bei Nebel in Liezen aus. Kaum vorstellbar, dass es weiter oben sonnig sein soll. Ich gehe ein Stück durch den Ort und dann sehr steil zur Kalvarienbergkirche hinauf. Drei Kurven später schimmert es bläulich durch den Nebel und bald erreiche ich die Nebelgrenze.

Ab jetzt gehe ich bei strahlendem Sonnenschein am breiten Ostkamm zum Salberg hinauf. Der Weg ist unmarkiert, aber nicht zu verfehlen. Zwischendurch gibt es immer wieder schöne Ausblicke. Besonders der Blick zum mächtigen Mons Styriae altissimus fasziniert mich.

Gegen Mittag erreiche ich den höchsten Punkt, der sich im Wald befindet. Folglich gibt es beim Kreuz auch keine Aussicht. Geht man aber nur einige Meter weiter, steht man plötzlich vor einer baumfreien Hochfläche mit einem wunderbaren Ausblick zum Hochanger im Norden und zu den Haller Mauern im Osten. Ich mache einige Fotos und folge einem Weg zu einem weiteren Aussichtspunkt. Das ist der "Gesäuseblick" (meine Bezeichnung), der sich auch für die Mittagsrast perfekt eignet.

Für den Abstieg nehme ich des weit verzweigte Forststraßennetz in Anspruch. Außer einer Sendeanlage gibt es hier wenig zu sehen, abgesehen von den gelegentlichen Ausblicken ins Ennstal. Das Gehen auf solchen Straßen hat aber den Vorteil, dass man sich wegen der Orientierung kaum Gedanken machen muss.

Mein Ziel, die Bushaltestelle Göpperlhöhe, erreiche ich nach 12,5 km. Zum Glück liegt sie jetzt in der Sonne. Da der Fahrplan noch vereist ist, dürften erst vor kurzem die ersten Sonnenstrahlen den dichten Nebel durchdrungen haben.

Bilder 

Morro de la Cruz Grande / 2.12.2025


Eine Stunde benötigt der Bus für die kurvenreiche Strecke von San Fernando zur Haltestelle Cruz Grande. Das Ticket kostet nur 3,40 € und dafür bekommt man - neben dem Transport - einiges geboten. Zum Beispiel eine herrliche Panoramafahrt mit einem fast neuen Bus, der mühelos die über 1000 Höhenmeter bewältigt.
 
Mühelos beginnt auch die Wanderung beim Cruz Grande. Fast eben gehe ich zur ersten Hinweistafel, auf der einige Routen beschrieben sind. Meine geplante Wanderung scheint hier aber nicht auf, da ich wieder einmal "unmarkiert" unterwegs bin. Mit GPS-Hilfe sollte die Wegfindung aber kein Problem sein.
 
Der anfangs gut ausgetretene Weg geht bald in einen Steig über, der mit Stoamandl gut markiert ist. Abgesehen davon ist die Richtung durch das Gelände ziemlich klar vorgegeben. Nach einer kurzen Querung komme ich zu einem Aussichtspunkt mit einer eigenartigen Gesteinsformation. Das könnte eine Lavabombe sein. Ich mache einige Fotos und gehe weiter.
 
Nun wird es steiler und ich frage mich langsam, wo und wie ich hier den Gipfel erreichen kann. In den wenigen Beschreibungen ist nämlich immer von einer leichten Kletterei die Rede, die für mich aber nicht in Frage kommt. Das Steilstück endet schließlich bei einer Felswand.
 
Der Steig führt nun direkt unter den Felsen rechts weiter bis zu einer Rinne, durch die es anscheinend zum Gipfel hinaufgeht. Vorsichtig steige ich die etwa 5 Meter hohe Steilstufe hinauf. Hier gibt es ausreichend Tritte und auch genug Möglichkeiten zum Festhalten. Kurz darauf stehe ich am Gipfel und kann die herrliche Aussicht nach allen Richtungen genießen.
 
Nach einer kurzen Rast steige ich wieder ab und finde sogar eine einfachere Möglichkeit um zum Wandfuß zu gelangen. Dort setzte ich meine Wanderung in Richtung Degollada de Rosiana fort. Um zu diesem Übergang zu kommen, muss ich zuerst zu einer Schotterstraße absteigen. Der Weg dort hinunter ist mit Stoamadln gut markiert, auf Grund der vielen Kiefernadeln aber etwas rutschig.
 
Ohne Ausrutscher komme ich zur Straße, folge dieser ein kurzes Stück und biege dann links zur Degollada de Rosiana ab. Hier war ich 2022 schon einmal. Der weitere Abstiegsweg nach San Bartolomé ist mir daher vertraut. Zügig steige ich ab und erreiche knapp den Bus um 14 Uhr.
 

Traunsteinblick / 23.11.2025


Bei eisiger Kälte steige ich als einziger Fahrgast bei der Bedarfshaltestelle Viechtwang aus dem Zug. Kein Wunder, dass die Strecke ins Almtal von der Einstellung bedroht ist, denn wer fährt schon am Sonntag in der Früh nach Viechtwang. Außer einem Wanderer offensichtlich niemand.

Bald lasse ich den kleinen Ort hinter mir, steige in der wärmenden Sonne zum Waldrand auf und freue mich über den ersten Blick zum Traunstein. Diesen Berg werde ich heute noch öfter sehen.

Nach einer Stunde komme ich auf den Höhenrücken. Bei einer sonnigen Bank mache ich eine Teepause, schaue auf die digitale Karte und stelle fest, dass ich am Hacklberg vorbeigegangen bin. Der Gipfel ist mir überhaupt nicht aufgefallen, also gibt es auch kein Gipfelfoto.

Ich nehme mir vor beim nächsten Berg besser aufzupassen. Es ist der Oberriedel, 806 m hoch und mitten im Wald liegend. Aber trotz Suche kann ich den höchsten Punkt nicht finden, also gibt es wieder kein Gipfelfoto.

Um zum nächsten Berg zu gelangen, muss ich ein Stück nordseitig absteigen. Hier im Schatten auf der vereisten Straße ist es empfindlich kalt. Umso angenehmer ist dann der sonnige Aufstieg zum Himmelreich. Auch dieser Gipfel befindet sich im Wald, allerdings habe ich hier mehr Glück.

Ein schlichtes Kreuz am Rand des Weges markiert den vermutlich höchsten Punkt. Endlich komme ich zu meinem Gipfelfoto, dann gehe ich weiter.

Langsam nähere ich mich dem Endpunkt meiner Wanderung. Ich steige am Waldrand ab, gehe auf einem verwachsenen Weg bis zu einer Forststraße, der ich irrtümlich ein Stück folge. Bald bemerke ich den Fehler, gehe wieder zurück und finde rasch die richtige Abzweigung ins Tal.

Dort überquere ich die Laudach und biege nach einem kurzen Anstieg auf den Güterweg Krottendorf ein. Mit der Sonne im Rücken gehe ich gemütlich die letzten 1,5 km zur Bahnstation Eisengattern der Traunseetram.

Bilder

Pausentrilogie/ 13.11.2025


Wieder einmal beginne ich eine Wanderung in Ardning, diesmal zur Abwechslung im Nebel. Der muss sich aber bald der Sonne geschlagen geben und im Tal bleiben.

Bei der geschlossenen Ardningalm Hütte mache ich die erste Pause. Ich bin noch müde vom Vortag und genieße das Sitzen in der Sonne. Dann gehe ich in Richtung Roßfeldboden weiter. Den lasse ich heute aber rechts liegen und wandere fast eben zur Ederhütte weiter.

Nach einer weiteren Pause mache ich mich auf die Suche nach dem Weg zur Stalleckhütte. Zuerst gehe ich über die Alm bis zum Ende, dort wo der Zaun die Begrenzung zu einem Graben markiert. Dort ist kein Weg zu sehen. Laut Karte müsste dieser weiter oben in den Graben führen.

Also steige ich ein Stück entlang des Zaunes auf, wo ich besser in den Graben blicken kann. Hier wäre vielleicht ein Übergang möglich. Allerdings kann ich nicht erkennen, ob ich auf der gegenüberliegenden Seite aus dem Graben wieder herauskomme.

Da mir nicht nach Experimenten zu Mute ist, kehre ich um und nehme den mir schon gut bekannten Abstieg zur Ochsenschlagalm, die sich für eine abschließende Rast anbietet (richtig gezählt, das ist die dritte Pause).

Von dort gehe ich zurück nach Ardning. Bei passender Gelegenheit werde ich die Erkundung fortsetzen, dann aber von der anderen Seite.

Bilder

Zweiter Versuch / 12.11.2025

Vor einigen Jahren habe ich einmal versucht, vom Hochsalm zum Windhagkogel zu wandern. Damals war beim Wandfuß für mich Endstation. Zu unklar war mir der weiter Wegverlauf. Aber heute bin ich besser vorbereitet und starte einen zweiten Versuch.

Von Tießenbach auf den Hochsalm, ein bekannter Weg ohne Schwierigkeiten. Auch die zwei Bachüberquerungen sind heute keine Herausforderung. Schon eher aber das Aufstellen des kleinen Stativs für ein Selfie (früher hat man Selbstauslöserfoto dazu gesagt). 

Nach 2¼ Stunden stehe ich am ersten Gipfel und habe freie Sicht zum Windhagkogel. Der Wegverlauf ab hier ist ziemlich klar, nur gibt es keinen Weg. Es ist ein unmarkierter Steig, auf dem ich südlich absteige. Bald komme ich zu einer Forststraße, auf der ich rechts zum Aufstiegsweg queren könnte. Ich folge aber geradeaus dem gut erkennbaren Steig, der meist links nahe dem Abgrund verläuft.

Nach einer halben Stunde Abstieg erreiche ich den tiefsten Punkt. Ab hier geht es steil hinauf bis zum Wandfuß, wo sich die Schlüsselstelle der gesamten Tour befindet (mein seinerzeitiger Umkehrpunkt). Es handelt sich um eine etwa 5 Meter hohe felsige Steilstufe. Zu meiner Überraschung hängt hier ein Seil, das den kurzen Aufstieg erleichtert. 

Der weitere Verlauf ist allerdings auch kein Spaziergang, denn es geht noch einige Meter steil weiter (ohne Seil). Hier möchte ich bei Nässe nicht gehen, schon gar nicht im Abstieg. Dann wird es etwas flacher und der Steig schlängelt sich zwischen großen Felsblöcken zum aussichtslosen Stechertsaukogel. Immerhin gibt es hier ein kleines Gipfelkreuz. Wieder eine Erstbesteigung geschafft.

Den folgenden Abschnitt zum Windhagkogel sollte man nicht unterschätzen. Es gibt hier zwar keine Schwierigkeiten mehr, aber der Weg ist lang und gegen Ende nochmals steil. Vergleichsweise gemütlich sind dann die letzten Meter zum dritten Gipfel des Tages.

Nach einer letzten Rast steige ich am markierten Wanderweg 436A ab, wo sich bei der schmalen Holzbrücke über den Tießenbach der Kreis wieder schließt.

Bilder

Überraschung / 8.11.2025

Heute setzte ich meine Mühlviertelwanderung in Kefermarkt fort. Im Gegensatz zu letzten Dienstag ist es nebelig und ich bin schon gespannt, ob und wo ich die Nebeldecke durchbrechen werde.

Beim Schloss Weinberg ist es nicht der Fall. Auch wenig später bei Grieb ist die Landschaft in einen Grauschleier gehüllt. Langsam steige ich zum Buchberg hinauf und erstmals schimmert es zart bläulich von oben herunter. Ich komme zum Hoh-Haus wo mich endlich die ersehnte Sonne empfängt.

Die Rundumsicht ist allerdings etwas eingeschränkt. Südwestlich ist die Landschaft vom Nebel bedeckt, nordöstlich ragen aber die höheren Hügel aus dem Nebelmeer heraus.

Beim Blick vom Aussichtsturm fällt mir auf, dass leichter Rauch neben dem Hoh-Haus aus dem Wald aufsteigt. Das muss von der neuen Buchberg Hütte kommen. Und zu meiner Überraschung ist die Hütte am Wochenende geöffnet. Hier bekomme ich einen heißen Kaffee. Damit habe ich nicht gerechnet.

Mittlerweile hat sich der Nebel auch in den niedrigeren Lagen unterhalb vom Grensberg gelichtet. Nach einem kurzen Abstieg gehe ich zum Braunberg hinauf, wo mich die nächste Überraschung erwartet. Die Hütte hat - entgegen der Angabe im anscheinend doch nicht so schlauen WWW - am Wochenende geöffnet.

Ich bleibe lange auf der windgeschützten Hüttenbank sitzen, fast zu lange. Denn der Weg zur Bahnstation Lasberg/St. Oswald ist weit und die Zeitangabe am Wegweiser (2 Stunden) durchaus realistisch, sofern man nicht auf einer sonnigen Bank am Waldrand noch etwas Zeit vertrödelt.

Aber schließlich erreiche ich noch knapp den Zug und erspare mir so ein längeres Warten in der Kälte.

Bilder