Eine Stunde benötigt der Bus für die kurvenreiche Strecke von San Fernando zur Haltestelle Cruz Grande. Das Ticket kostet nur 3,40 € und dafür bekommt man - neben dem Transport - einiges geboten. Zum Beispiel eine herrliche Panoramafahrt mit einem fast neuen Bus, der mühelos die über 1000 Höhenmeter bewältigt.
Mühelos beginnt auch die Wanderung beim Cruz Grande. Fast eben gehe ich zur ersten Hinweistafel, auf der einige Routen beschrieben sind. Meine geplante Wanderung scheint hier aber nicht auf, da ich wieder einmal "unmarkiert" unterwegs bin. Mit GPS-Hilfe sollte die Wegfindung aber kein Problem sein.
Der anfangs gut ausgetretene Weg geht bald in einen Steig über, der mit Stoamandl gut markiert ist. Abgesehen davon ist die Richtung durch das Gelände ziemlich klar vorgegeben. Nach einer kurzen Querung komme ich zu einem Aussichtspunkt mit einer eigenartigen Gesteinsformation. Das könnte eine Lavabombe sein. Ich mache einige Fotos und gehe weiter.
Nun wird es steiler und ich frage mich langsam, wo und wie ich hier den Gipfel erreichen kann. In den wenigen Beschreibungen ist nämlich immer von einer leichten Kletterei die Rede, die für mich aber nicht in Frage kommt. Das Steilstück endet schließlich bei einer Felswand.
Der Steig führt nun direkt unter den Felsen rechts weiter bis zu einer Rinne, durch die es anscheinend zum Gipfel hinaufgeht. Vorsichtig steige ich die etwa 5 Meter hohe Steilstufe hinauf. Hier gibt es ausreichend Tritte und auch genug Möglichkeiten zum Festhalten. Kurz darauf stehe ich am Gipfel und kann die herrliche Aussicht nach allen Richtungen genießen.
Nach einer kurzen Rast steige ich wieder ab und finde sogar eine einfachere Möglichkeit um zum Wandfuß zu gelangen. Dort setzte ich meine Wanderung in Richtung Degollada de Rosiana fort. Um zu diesem Übergang zu kommen, muss ich zuerst zu einer Schotterstraße absteigen. Der Weg dort hinunter ist mit Stoamadln gut markiert, auf Grund der vielen Kiefernadeln aber etwas rutschig.
Ohne Ausrutscher komme ich zur Straße, folge dieser ein kurzes Stück und biege dann links zur Degollada de Rosiana ab. Hier war ich 2022 schon einmal. Der weitere Abstiegsweg nach San Bartolomé ist mir daher vertraut. Zügig steige ich ab und erreiche knapp den Bus um 14 Uhr.