Da der Bus nur bis zum Parkplatz der Wurzeralmbahn fährt, muss ich zuerst zur Passhöhe hinauf gehen. Dafür nehme ich den direkten Aufstieg durch den Graben rechts von der Straße. Der anschließende Wanderweg zur Fuchsalm ist mir schon bekannt, erst oberhalb der beiden Hütten betrete ich wieder "Neuland" in Form einer Forststraße, auf der ich in Richtung Stalleckhütte gehe. Dabei kürze ich einmal eine Kehre ab, was aber keinen Zeitgewinn bringt.
Nach gut zwei Stunden erreiche ich die alte Jagdhütte, oder besser gesagt was davon noch übrig ist. Es ist ein trauriger Anblick und erinnert mich an die verfallene Jagdhütte beim Lackerboden im Sengsengebirge. Ich mache einige Fotos und gehe dann auf dem anfangs noch gut erkennbaren Ziehweg weiter, der kurz darauf bei einem Hochsitz in einen verwachsenen Steig übergeht und schließlich im ersten Graben endet.
Ab hier ist kein Weg mehr erkennbar, und ich steige an einer mir günstig erscheinenden Stelle zum Rand des Grabens auf. Anfangs geht das ganz gut, nur oben ist das Durchkommen auf Grund der Sträucher mühsam.
Dann gehe ich zum zweiten Graben weiter und stoße wieder auf den alten Weg. Vorsichtig steige ich hinunter und am Gegenhang ziemlich direkt hinauf. Hier gelingt mir der Ausstieg besser als beim ersten Graben und ich erreiche problemlos einen Weidezaun, der die Alm begrenzt. Zehn Minuten später sitze ich bei der Ederhütte und genieße die wunderbare Aussicht.
Da ich noch genug Zeit habe, nehme ich nicht den direkten Abstieg nach Ardning, sondern den sonnigen Umweg über die Aubodenhütte und Moaralm.
Fazit: der alte Steig ist nur mehr in Fragmenten vorhanden und wird im Laufe der Zeit immer mehr verfallen. Die Begehung ist nur etwas für Einsamkeitsfanatiker mit Orientierungssinn.