Morro de la Cruz Grande / 2.12.2025
Barranco Guayadeque / 27.3.2025
Cruz del Siglo / 3.12.2024
Ich beginne in San Bartholomé. Schon die Anreise mit dem Linienbus auf der kurvigen Bergstraße ist ein Erlebnis. Wer allerdings mit den gelegentlichen Tiefblicken über die Leitplanken wenig Freude hat, sollte im Bus keinen Fensterplatz wählen.
Nach einem schnellen Espresso beginne ich die Wanderung. Bald habe ich das Ortsende erreicht und folge nun ein Stück der asphaltierten Straße nach Rosiana. Nach 20 Minuten biege ich in einer Linkskurve auf einen Wanderweg ab. Ungewohnt ist hier der Anblick auf die vielen Palmen sowie das Fehlen einer wie bei uns in den Bergen regelmäßigen Markierung.
Und prompt übersehe ich in Rosiana Alta eine Abzweigung. Erst zwei Kilometer später in Santa Lucía treffe ich wieder auf einen Wegweiser. Ich mache eine kurze Pause und gehe nach El Valle weiter, ein sehenswerter kleiner Ort, der vom Tourismus anscheinend bisher verschont oder übersehen wurde.
Nach den letzten Häusern gehe ich noch ein Stück auf einer Schotterstraße, dann beginnt der kurze Aufstieg zum 964 m hohen Cruz del Siglo. Auf dem schön angelegten Steig überwinde ich in einigen Serpentinen die Steilstufe ohne Probleme. Von unten hat das nicht so einfach ausgesehen.
Am felsigen Gipfel steht ein etwas überdimensioniertes Kreuz mit LED-Lämpchen. Ist das schon die Weihnachtsbeleuchtung? Jedenfalls ist die Aussicht für diesen relativ niedrigen Berg überraschend gut. Damit habe ich nicht gerechnet. Nach einer kurzen Pause an windgeschützter Stelle setze ich die Wanderung fort.
Der folgende Abschnitt führt über eine baumlose, dem Wind sehr ausgesetzte hochplateauähnliche Fläche. Hin und wieder zeugen alte Steinmauern von einer früheren Nutzung. Heute ist davon aber nichts mehr zu sehen. Dann geht es bergab zum kleinen Ort Temisas, wo ich die Wanderung nach 12 km bei der Bushaltestelle beende.
Fazit: den S40 könnte man auch an einem Tag begehen, sofern man den Frühbus nach San Bartholomé nimmt. Von Aguimes fahren im Gegensatz zu Temisas (letzter Bus um etwa 15 Uhr) auch später noch Busse an die Küste.
Von Ayacata nach San Bartholomé / 24.4.2023
Ganz knapp erreiche ich den Bus kurz nach 8 Uhr, der mich in kurvenreicher Fahrt in etwas weniger als 1½ Stunden auf 1300 Meter Höhe bringt. Ich steige bei der Bar in Ayacata aus und beginne den Aufstieg zur Degollada de La Goleta.
Nach einer ¾ Stunde erreiche ich den Pass. Links geht es zum Roque Nublo, rechts zum El Montagñón, mein erster und einziger Gipfel für den heutigen Tag. Der Weg wurde seit meinem letzten Besuch vor einem Jahr durch einige Stufen etwas entschärft, oder besser gesagt erleichtert. Denn schwierig ist der Aufstieg nicht, sofern man nicht den Fehler macht, direkt beim Felsen aufzusteigen (so wie ich im April 2022). Aber heute nehme ich den richtigen Weg und gelange so problemlos zum Gipfel.
Bei der kurzen Rast genieße ich den Ausblick zum Teide und denke an meinen Aufstieg im Dezember 2016. Nach einem Selbstauslöserfoto gehe ich zur Degollada de Los Hornos weiter. Hier treffen einige Wege zusammen, auch jener zum Cruz Grande im Süden, mein nächstes Ziel. Dazwischen liegt aber noch etwas abseits das Felsenfenster Ventana del Nublo, ein kurzer Abstecher, der sich lohnt.
Beim Abstieg fällt mir auf, dass es hier im Gegensatz zum Vorjahr sehr trocken ist. Alles ist braun, auch das Wasserbecken Charco Hondo ist ausgetrocknet, und das bereits im Frühjahr.
Beim Cruz Grande betrete ich Neuland, oder besser gesagt einen mir bisher unbekannten Weg, der nach San Bartholomé führt. Es handelt sich um einen Abschnitt des Camino Royal. Der Weg geht immer leicht bergab und ist zum Teil sogar gepflastert. Eine Stunde benötige ich bis zur Busstation und erreiche daher locker den Bus um 14 Uhr nach Faro. Mit einem Bad im 23° warmen Atlantik beende ich meinen Wandertag.
Barranco de Las Vacas / 21.4.2023
Meine Wanderung beginnt bei der Busstation. Bald lasse ich das Siedlungsgebiet hinter mir und gehe leicht ansteigend den Berg hinauf. Manchmal begrenzen Natursteinmauern den Weg. Nach einer guten Stunde komme ich zum Beginn des Barranco. Hier ist gerade viel los, was ich auf Grund der am Straßenrand parkenden Autos vermute. Und so ist es dann auch. Alle wollen sich die tollen Felsformationen ansehen. Aber dann wird es doch wieder ruhig und schließlich bin ich ganz alleine in der Schlucht.
Da sich jetzt einige Wolken vor die Sonne geschoben haben, herrscht sehr gutes Fotolicht ohne harte Schatten. Nach einer Stunde verlasse ich den Barranco und habe nun zwei Möglichkeiten. Entweder den Rückweg nach Agüimes oder weiter zum nächsten Ort mit Bushaltestelle. Ich entscheide mich für die zweite Variante und gehe am S 40 nach Temisas weiter. Da die Markierung etwas zu wünschen übrig lässt, verpasse ich eine Abzweigung und gehe ich ein Stück auf der Straße. Zum Glück herrscht wenig Verkehr.
Trotz anfänglicher Bedenken komme ich ohne Eile zur Bushaltestelle. Pünktlich um 14 Uhr kommt der Linienbus, mit dem ich bis nach Doctoral fahre. Erst dort steige ich in den Bus nach San Agustin um.
Fazit: das Auskundschaften der optimalen Verbindungen ist nicht so einfach, aber mit Hilfe von Google Maps kann man schon ganz gut "navigieren".
Von Fataga nach Santa Lucia / 15.11.2022
Kurz nach dem Ortsende biege ich rechts auf den Camino S-47 ab. Nach der ersten Steigung blicke ich noch einmal auf den Ort hinunter und gehe dann nur mehr leicht ansteigend zur Degollada de los Molinos hinauf. Auf der Passhöhe kann ich auch schon ins nächste Tal blicken und am gegenüberliegenden Hang die Kirche von Santa Lucia erkennen. Dazwischen liegt aber noch der Barranco de Tirajana.
Um diesen Einschnitt zu passieren gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder den direkten Abstieg ins ausgetrocknete Flussbett oder dem Umweg über die Staumauer. Da ich genug Zeit habe wähle ich dem Umweg.
Die nächsten vier Kilometer gehe ich auf einer staubigen Schotterstraße. Außer einem Radfahrer und einem Bagger treffe ich hier niemand. Ich komme an einigen kleinen Häusern vorbei, die von laut kläffenden Hunden bewacht werden. Zum Glück sind alle angekettet und hinter Zäunen eingesperrt. Langsam gewöhne ich mich an das Gebell.
In El Sitio de Abajo biege ich von der unangenehmen Schotterstraße ab und gehe durch die kleine Ortschaft. Hier wirkt es wie ausgestorben, die Häuser machen aber einen gepflegten Eindruck. Anschließend steige ich auf einem schmalen Weg zur Staumauer ab. Rückblickend betrachtet wäre es einfacher gewesen, die Straße zu nehmen.
Bald komme ich zum Mirador La Sorrueda, wo ich den großteils ausgetrockneten Stausee gut überblicken kann. Ich befinde mich jetzt auf der eindeutig schöneren Seite des Barranco. Abwechslungsreich verläuft der weitere Weg bis kurz vor Ingenio, wo ich wieder auf den S-47 treffe.
Die Häuser von Santa Lucia sind schon zum Greifen nahe, doch das täuscht. Zwei Kilometer liegen noch vor mir, leicht ansteigend und sonnig. Nach 12 km treffe ich auf die ersten weißen Häuser. Durch schmale schattige Gassen gelange ich zur Hauptstraße wo sich die Busstation befindet. Pünktlich kommt der klimatisierte Linienbus, der mich in kurviger Panoramafahrt wieder an die Küste bringt.
Rundwanderung bei San Bartolomé / 10.11.2022
Roque Nublo / 7.4.2022
Wie damals erreiche ich den Ausgangspunkt mit dem Linienbus Nummer 18, der heuer aber voll besetzt ist. Die ersten Kilometer bis Fataga muss ich daher neben dem Fahrer stehen. Das hat aber einen großen Vorteil: Panoramablick erste Reihe fußfrei.
Die Gehzeit bis zum Roque Nublo beträgt ungefähr 1¾ Stunden. Es geht aber auch schneller, wenn man weniger fotografiert. Beim markanten Felsen ist dann natürlich viel los, zumal dieser Platz auch für Ungeübte von einem nahen Parkplatz einfach zu erreichen ist.
Der El Montanon, mein nächstes Ziel, ist hingegen wie ausgestorben. Dabei ist die Aussicht hier viel besser, allerdings ist der Zustieg nicht mehr ganz so einfach. Das schreckt natürlich einige ab.
Nach einem kurzen Gegenanstieg komme ich zur Degollada de los Hornos, wo ich in südliche Richtung abzweige. Nach einem kurzen Abstecher zum Felsenfenster Ventana del Nublo gehe ich ein Stück weglos bis zum gepflasterten Abschnitt des Camino Royal. Die Landschaft ist extrem karg, man könnte sich auf den Mond oder Mars versetzt fühlen. Umso erstaunlicher ist es, dass es immer wieder grüne Farbtupfer hier gibt. Und sogar ein kleiner Bach plätschert ganz leise den Berg hinunter.
Cruz Grande ist der Endpunkt meiner Wanderung. Hier steige ich in den Bus, der mich in kurviger Fahrt bis zum Meer bringt.




