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Donausteig - Letzte Etappe? / 6.5.2024

Heute liegt die letzte Etappe am Donausteig vor mir. Ziel ist nochmals Grein, so wie zuletzt im November 2023. Damals habe ich aber noch nicht geahnt, dass ich heuer noch eine 57 km lange Ehrenrunde einlegen werde.

Dank der guten Öffianbindung steige ich bereits kurz nach 8 Uhr in Waldhausen aus dem Bus, kaufe mir noch eine Jause und gehe los. Natürlich darf ein kurzer Besuch der Stiftskirche nicht fehlen. Hier halte ich mich aber nicht lange auf, denn es liegen heute viele Kilometer vor mir.

Beim Betrachten des Höhenprofils fällt mir auf, dass ich bis Mittag zwei markante Anstiege zu bewältigen habe. Zuerst geht es von Waldhausen zum Dimbach hinunter, dort zum Grünberg hinauf, dann bergab zum Gießenbach und von dort wieder bergauf zum Wetzlstein. Etwas unterhalb befindet sich der Rastplatz Mondstein, der etwa die Hälfte der Etappe markiert.

Eine etwas längere Pause mache ich aber schon vorher bei Dörfl, wo ich einen wunderbaren Rastplatz mit herrlicher Aussicht zum Mostviertel und bis zum Ötscher finde. Der bisherige Wegverlauf ist außergewöhnlich schön, aussichtsreich und gut markiert. Und auch der folgende Abschnitt bis zur Burg Kreuzen ist abwechslungsreich und trotz der gelegentlichen Gegenanstiege ein Genuss.

Apropos Genuss. Nach der Turmbesteigung gönne ich mir in der Burgschenke als kleine Belohnung eine kühle Erfrischung, zumal die beiden längeren Anstiege jetzt hinter mir liegen. Und für die letzten sieben Kilometer sollten zwei Stunden reichen.

Direkt unter der Ziehbrücke beginne ich den Abstieg in die Wolfsschlucht, die mir wesentlich besser als die Stillensteinklamm gefällt. Vielleicht liegt es aber auch nur am besseren Licht zum Fotografieren. Jedenfalls benötige ich für diesen Abschnitt länger als gedacht. Trotzdem kann ich den folgenden letzten Abschnitt bis nach Grein ohne Eile genießen und erreiche 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges die Bahnstation.

Fazit: jetzt bin ich also von Passau bis Grein fast 300 km am Donausteig gegangen, die erste Hälfte bis Wilhering südlich der Donau und anschließend ab Ottensheim nördlich der Donau. Ich kann daher auf eine durchgehende Begehung zurückblicken und das Projekt "Donausteig" zufrieden beenden .... oder gibt es noch eine Fortsetzung?

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Donausteig - Zweite Zugabe / 29.4.2024

Nach einem Rasttag bin ich wieder zurück in St. Nikola. Ausgeruht beginne ich die Wanderung auf einer Asphaltstraße mit einer 20%-igen Steigung. Zum Glück zweigt der Weg bald in den Wald ab. Dort ist es mindestens genauso steil, aber das Gehen am weichen Boden ist wesentlich angenehmer.

Weiter oben wird es flacher und schließlich geht es wieder bergab. Zwischendurch überquere ich eine Lichtung, dann schlängelt sich der Steig wieder im Wald hinunter zur Donau, wo ich auf die Trasse der eingestellten Donauuferbahn stoße. Vor mir kann ich schon die Häuser von Sarmingstein sehen. Davor liegt aber noch der alte Mautturm, der nicht nur eine herrliche Aussicht auf die Donau bietet, sondern auch mit einer schattige Rastbank aufwarten kann.

Die kurze Pause kann ich gut gebrauchen, denn vor mir liegt der nächste Aufstieg, und zwar zum Predigtstuhl. Und wieder beginnt es sehr steil auf der Straße, die ich aber bald mit einem schönen Waldweg tauschen kann. Nach einem kurzen Asphaltabschnitt liegt der bewaldete Hügel vor mir, auf dem sich der Aussichtsplatz Predigtstuhl befindet. Von der natürlichen Aussichtskanzel aus Weinsberger Granit hat man derzeit noch einen schönen Blick hinunter ins Donautal. Wenn die Bäume aber noch höher werden, ist die Aussicht Geschichte.

Der Weg führt nun wieder hinunter zum Sarmingbach und weiter zum sogenannten Höhlgraben, ein tiefer von Felsen umgebener Einschnitt des Sarmingbachtals. Früher verlief durch dieses enge Tal sogar die Straße. Gesäumt von Mühlen und Sägen war der Graben auch von wirtschaftlicher Bedeutung. Heute ist davon nichts mehr zu sehen.

Bei der Doblmühle verlasse ich den Graben, komme bald höher und gehe zwischen frisch gemähten Wiesen weiter. Mein Ziel kommt jetzt immer näher und dann sehe ich erstmals den Kirchturm von Waldhausen. Jetzt ist es nicht mehr weit, nur mehr kurz bergab und ich stehe am Ortsplatz bei der Busstation. Da ich noch etwas Zeit habe, besuche ich kurz die Kirche und anschließend den örtlichen Nahversorger um einen Durstlöscher mit Hopfengeschmack zu erwerben.

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Donausteig - Erste Zugabe / 27.4.2024


Im November 2023 habe ich meine Wanderung am Donausteiges in Grein beendet. Allerdings gibt es als Zugabe noch drei weitere Etappen, die durch einen Teil des unteren Mühlviertels mit Start- u. Endpunkt Grein führen.

Ich beginne dort wo ich zuletzt aufgehört habe, nämlich bei der kleinen Bahnstation in Grein. Von dort sind es nur wenige Minuten bis zur Donau, wo ich wieder auf den markanten gelben Donausteigwegweiser mit genauen Kilometerangaben treffe. Das erste Zwischenziel ist die Gießenbachmühle am Beginn der Stillensteinklamm.

Nach einer kurzen Trinkpause folge ich dem anfangs noch breiten Klammweg. Bald geht dieser in einen Pfad über und ich erreiche die erste Holzbrücke. Hier werde ich nach der Klammbesichtigung rechts abzweigen, vorerst halte ich mich aber links und steige die Klamm hinauf.

Nach einem kleinen Wasserfall verläuft der Bach unterirdisch und kommt erst weiter oben wieder ans Tageslicht. Dann weitet sich das Tal und der Steig wird flacher. Anscheinend habe ich das Ende erreicht und ich gehe wieder zurück. Da habe ich mir doch etwas mehr erwartet, auch zum Fotografieren ist das Mittagslicht sehr ungünstig.

Der nun folgende Abschnitt bis nach St. Nikola bietet keine Besonderheiten. Erst gegen Ende komme ich in den Genuss einer schönen Aussicht ins Donautal. Beim Rastplatz neben der Kirche beende ich die Etappe.

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Donausteig - Finale / 12.11.2023

Von meinem Vorhaben, am Donausteig von Passau nach Grein zu wandern, trennen mich jetzt nur mehr 20 Kilometer. Die Strecke führt diesmal durch das Hügelland im unteren Mühlviertel, eine angenehme Abwechslung nach der letzten Flachlandetappe.

Ich beginne bei der Bahnstation in Baumgartenberg, überquere bald die B3 und gehe dann meist leicht ansteigend über freies Gelände, später durch einen herbstlich verfärbten Wald zur Burg Clam. Der bisherige sehr bescheidene Höhengewinn geht aber bald wieder verloren, denn der Weg führt nun durch die Klamschlucht zur Sturmmühle hinunter. 

Richtig bergauf geht es dann nach dem Ort Saxen, wobei es nur 250 Höhenmeter sind, die ich bis zum Gobelberg zu bewältigen habe. Ein überschaubares Unterfangen.

Der Weg dorthin ist abwechslungsreich und bietet viele schöne Ausblicke ins obere Mühlviertel und ins Mostviertel südlich der Donau. Den schönsten Blick hat man aber von der leicht schwankenden Aussichtswarte am Goblberg. Vom Schneeberg im Osten bis zum Höllengebirge im Westen reicht der Blick, eine Distanz von etwa 150 Kilometer.

Mein Ziel liegt aber viel näher. Nur mehr eine Stunde Gehzeit trennt mich vom Stadtplatz in Grein, wo ich nach 240 km die Wanderung (12 Tagesetappen) beende.

Kurzes Fazit: der Abschnitt von Passau bis Aschach hat mir am besten gefallen. Das liegt wohl an der der hügeligen Landschaft in Verbindung mit der dünnen Besiedelung. Im Zentralraum und weiter östlich ist es - mit Ausnahmen - flacher und viel stärker verbaut. Negativ aufgefallen ist mir die vielerorts überhandnehmende Versiegelung fruchtbarer Böden. Das wird leider einmal ein trauriges Nachspiel für die kommenden Generationen haben.

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Donausteig - eine lange Gerade / 9.11.2023

Die elfte Etappe besteht aus einer kilometerlangen Geraden und einigen Kurven. Das ist der erste Eindruck wenn man auf die Landkarte blickt. Mit einer dementsprechend geringen Erwartungshaltung starte ich in Perg.

Gleich nach der Brücke über die Naarn biege auf einen Wanderweg ab. Es ist etwas nebelig was eine mystische Stimmung verbreitet. Bald lasse ich die letzten Häuser hinter mir. Links von mir befindet sich der regulierte Fluß und rechts die abgeernteten Felder, von denen langsam der Nebel aufsteigt.

Nach einem weiten Linksbogen geht es lange geradeaus weiter. Allerdings kann ich auf Grund des Nebels nicht abschätzen, wie weit. Die Naarn verläuft hier großteils in einem künstlichen Bachbett. Allerdings gibt es auch Abschnitte, die renaturiert wurden, und die sehen gleich viel besser aus.

Erste Pause nach 7 km beim Rastplatz Haid. Entgegen meiner Befürchtung war das bisherige monotone Gehen entlang der Naarn angenehmer als erwartet. Das liegt wohl auch am herbstlich verfärbten Laub, das jetzt in der Sonne so richtig zur Geltung kommt.

Dann gehe ich nach Wagra weiter. Hier treffe ich auf den Machland Damm, der im Falle eines Hochwassers ganze Landstriche schützen soll. Die nächste "Ansiedlung" ist das Keltendorf Freilichtmuseum. Nach einem kurzen Rundgang zwischen den strohgedeckten Holzhäusern setzte ich meine Wanderung nach Baumgartenberg fort.

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Donausteig - Der Mühlsteinbruch / 21.10.2023


Ich setze meine Wanderung dort fort, wo ich am Dienstag aufgehört habe. Von der Bahnstation Mauthausen gehe ich einige hundert Meter zurück bis zum ersten Wegweiser nach Perg. Dann geht es bergauf bis zu den letzten Häusern und anschließend zwischen Äckern weiter. Die ländliche Idylle endet kurz darauf bei Heinrichsbrunn.

Bald komme ich zum Soldatenfriedhof Mauthausen. Hier wurden etwa 15000 Menschen begraben. Langsam gehe ich zwischen den Gedenksteinen durch die Reihen und setze dann nachdenklich meine Wanderung fort.

Von Hinterholz über Althart nach Neuhart, eine flache Gegend ohne Besonderheiten. In der Ferne sehe ich einige Firmengebäude und hunderte Autos hinter einem blühenden Rapsfeld.

Sehr schön ist dann der kurze Abschnitt entlang der Aist, die hier noch sehr naturbelassen wirkt. Ländlich geht es auch beim Aufstieg nach Weinzierl und später in Richtung Lanzenberg weiter.

Langsam nähere ich mich nun der Bezirkshauptstadt. Vorher gibt es aber noch eine Besonderheit. Es ist ein aufgelassener Steinbruch, der Kerngrabenbruch, wo früher Mühlsteine aus dem harten Gestein gehauen wurden. Hier wurde bis in die 1940er Jahre noch schwer gearbeitet.

Eine halbe Stunde später stehe ich in Perg am Stadtplatz. Ein gelber Wegweiser zeigt mir schon den weiteren Weg nach Mitterkirchen an. Für mich ist aber heute hier bzw. bei der Bahnstation das Etappenziel.

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Donausteig - Herbstfarben / 17.10.2023

Die heutige Etappe führt von Pulgarn nach Mauthausen. Streng genommen hätte ich in Steyregg, wo ich zuletzt aufgehört habe, beginnen müssen. Da ich den Abschnitt bis Pulgarn aber schon gegangen bin, verzichte ich auf diesen Teil des Weges.

Nachdem ich die stark befahrene B3 überquert habe, entdecke ich den ersten Donausteig Wegweiser. Zwar etwas unscheinbar, aber immerhin vorhanden. Ich gehe auf der Zufahrtstraße zum Schotterwerk durch den Auwald. Linkerhand befindet sich ein kleiner See wo ein Angler sein Glück versucht.

Kurz darauf stehe ich am Damm. Jetzt beginnt der lange Asphaltabschnitt bis zum Kraftwerk Abwinden-Asten. Es sind monotone Kilometer, aber auch sie vergehen.

Der folgende Abschnitt bietet eindeutig mehr Abwechslung. Anfangs gehe ich entlang des Donaualtarmes bis zur Einmündung in die Donau. Der Straßenlärm wird bald weniger und verstummt irgendwann zur Gänze. Der Steig verläuft hier immer entlang der Donau durch den herbstlich bunten Laubwald. Nach zwei Stunden lege ich die erste Rast ein. Der Uferbereich ist hier leicht zugänglich und sogar ein einfacher Tisch und Bänke sind vorhanden.

Wenig später kehre ich der Donau den Rücken und komme zur Ruine Spilberg. Hier habe ich Glück, denn auf Grund einer Führung steht das Tor offen und ich kann die Anfang des 12. Jahrhunderts erbaute Ruine kurz besichtigen.

Wieder in der Gegenwart stelle ich fest, dass ich schon länger keinen Donausteig Wegweiser gesehen habe. Wahrscheinlich habe ich ihn übersehen oder die Markierung ist etwas lückenhaft. Egal, ich finde auch so den Weg, der nun nördlich um das ehemalige KZ Mauthausen führt. Aus der Ferne kann ich die Gebäude erkennen, den Besuch der Gedenkstätte verschiebe ich aber auf einen späteren Zeitpunkt. Diesen Ort kann und will ich nicht nur "Im Vorbeigehen" besichtigen.

Die letzten Kilometer bis nach Mauthausen gehe ich am 170er, der ausgehend von Karlstift, im Ort endet. Mein Endpunkt, die Bahnstation liegt aber etwas außerhalb. Der Weg dorthin an der Rückseite des Gewerbegebietes gehört allerdings nicht zu den landschaftlichen Höhepunkten dieser Etappe.

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Donausteig - drei Brücken / 31.8.2023

Die Wetterlage ist nach wie vor etwas unsicher. Da im Gebirge mit Regenschauern zu rechnen ist, bleibe ich im Zentralraum und setzt meine Wanderung am Donausteig fort.

Ich beginne bei der Nibelungenbrücke und komme bald zur neuen Eisenbahnbrücke und kurz darauf zur Voestbrücke. Am Treppelweg gehe ich weiter zum Pleschingersee und mache dort eine kurze Pause, ehe ich den Aufstieg zum Pfenningberg beginne.

Mittlerweile wird die Sonne von einer Wolkenschicht verdeckt. Das Licht ist etwas diffus, was zum Fotografieren viel besser als strahlender Sonnenschein ist, besonders um die Mittagszeit.

Beim Gasthaus Daxleitner verlasse ich den Wald und gehe über freies Gelände weiter. Das Gebiet heißt Lachstatt und erinnert mich an den nahen Truppenübungsplatz, wo ich vor vielen Jahren einige Tage und auch Nächte im Unterholz verbracht habe. Zu Lachen hatte ich damals wenig, eine interessante Erfahrung war es aber trotzdem die ich nicht missen möchte.

Der Donausteig macht nun einen weiten Bogen über Holzwinden zum Reichenbach. Um 10 km kürzer wäre es durch den Finstergraben nach Steyregg zu gehen, was den Planern des Steiges anscheinend nicht gefallen hat. Getreu dem Motto "der Umweg ist das Ziel" ergibt das in Summe immerhin 22,6 km für diese Etappe.

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Donausteig - Gösser Kurve / 10.8.2023

Heute setze ich meine Wanderung nördlich der Donau fort. Der Weg führt über die Koglerau zum Pöstlingberg und von dort nach Linz bis zum Hauptplatz. Obwohl in Stadtnähe, bin ich von der Landschaft überrascht. Manchmal habe ich das Gefühl, irgendwo im oberen Mühlviertel zu sein.

Nach einem kurzen Stück entlang der Donau folgt der Aufstieg zum Dürnberg mit vielen schönen Ausblicken zur Donau und ins Eferdinger Becken. Zwischendurch gibt es auch wieder Asphaltabschnitte, die sich aber in Grenzen halten.

Den höchsten Punkt (Koglerauer Spitz) erreiche ich zu Mittag. Leider ist die Aussicht hier durch die Bäume etwas eingeschränkt, trotzdem ist es ein schöner Rastplatz.

Bergab geht es nun weiter in Richtung Pöstlingberg. Nach einer kurzen Gegensteigung stehe ich beim Aussichtspunkt unterhalb der Kirche und blicke auf Linz hinunter. Bald habe ich es geschafft.

Am anfangs steilen Kreuzweg gehe ich zügig zum Petrinum, wo sich das Landschaftsbild schlagartig ändert. Wald -u. Wiesen werden von Häusern und Straßen abgelöst. Nach 18 km beende ich am Hauptplatz die Wanderung. Die Hälfte des Donausteiges habe ich nun geschafft.

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Donausteig - 6,1 km/h / 8.8.2023

Die heutige Etappe kenne ich bereits von vielen Radausfahrten. Mich erwarten keine Steigungen, dafür viele Kilometer auf Asphalt. Da ich aber den gesamten Donausteig zu Fuß absolvieren möchte, gehe ich bei aufgelockerter Bewölkung in Eferding los. Es ist noch kühl, also gutes Wanderwetter.

Rasch lasse ich den Ort hinter mir und gehe zügig nach Unterschaden. Kurze Trinkpause beim "Scharmüller Häusl. Bei dieser Gelegenheit zippe ich die Hosenbeine ab, auch die dünne Jacke verschwindet im Rucksack.

Ich komme an einer Kläranlage vorbei, die überraschenderweise nicht stinkt. Oder ist nur der Wind günstig?

Nach sechs Kilometer erreiche ich die Donau und kann nun endlich abseits vom Radweg auf einem Waldweg gehen. Zwei Kilometer später hat das weiche Gehen aber wieder ein Ende. Es folgen fünf monotone Kilometer bis zum Kraftwerk. Dann wird es wieder etwas abwechslungsreich, wobei das auch leicht übertrieben ist. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich die Strecke bereits so gut kenne.

Bei der Fähre endet die Etappe. Da der Bus erst in einer ¾ Stunde kommt, gehe ich noch ein Stück am Treppelweg weiter und in einem weiten Bogen zum Stift.

Beim Analysieren der GPS-Aufzeichnung stelle ich fest, dass ich heute 18,3 km in 2:59 zurückgelegt habe (reine Gehzeit), was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6,1 km/h ergibt.

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Donausteig und eine Ruine / 27.7.2023

Nach einer längeren Pause setze ich die Wanderung am Donausteig wieder fort. Heute steht eine eher flache Etappe am Programm. Ausgehend von Aschach gehe ich auf Nebenstraßen nach Karling, überquere zweimal die Bahngleise und komme dann zum kleinen Flugplatz unterhalb der Schaunburg.

Es folgt der einzige Anstieg des Tages und ich bin froh, dass dieser im schattigen "Waldparadies" zur Burgruine hinaufführt. Genau zu Mittag setzt ich mich unterhalb des Bergfrieds auf eine Bank und mache die erste länger Pause.

Bevor ich meine Wanderung fortsetzt, besteige ich aber noch die 32 m hohen Überreste des Turmes. Bis zum höchsten Punkt führt eine Stahlstiege hinauf. Der kurze Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall wegen der herrlichen Aussicht auf die Ruine und ins Eferdinger Becken. Trotzdem kann ich mich mit solchen luftigen Orten nicht so recht anfreunden.

Der Donausteig führt nun auf einem schönen Waldweg zur Landerl Kapelle und von dort bergab nach Pupping ins flache Eferdinger Becken. Bis zur Donau kann ich jetzt großteils auf Feld- und Wiesenwegen gehen. Auf einigen Feldern wird gerade händisch geerntet, eine anstrengende Arbeit, die vorwiegend von ausländischen Erntehelfern geleistet wird.

Nach fast 19 km komme ich in Eferding bei der Busstation an. Für einen Stadtrundgang ist die Zeit zu knapp, vielleicht hole ich diese ein anderes Mal nach.

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Donausteig - Postkartenmotiv / 9.5.2023

Wieder fahre ich mit dem Bus 670 (Linienverkehr Linz - Passau) ins Donautal. Diesmal habe ich den ersten Bus des Tages genommen. So kann ich bereits kurz nach 8 Uhr meine Wanderung in Schlögen beginnen.

Anfangs führt der Weg gleich steil in den Wald hinein, wird aber nach einiger Zeit wieder flacher. Nur eine halbe Stunde später stehe ich schon auf der Aussichtsplattform, von der aus wohl schon tausende Fotos gemacht worden sind. Kein Wunder, das Motiv ist wirklich einzigartig. Und jetzt am frühen Vormittag passt auch das Licht und ich mache natürlich das bekannte Postkartenfoto.

Zufrieden gehe ich nach Haibach weiter, wo ich beim Bäcker meinen Proviant ergänze. Kurze Rast auf der "Hausbank" vor dem Gemeindeamt, dann gehe ich weiter.

Der Donausteig verläuft - so gut es geht - abseits von Straßen. Manchmal sind geplante Umwege notwendig, was ich am Abschnitt zwischen Haibach und Hinterberg feststellen kann. Das hat aber wieder den Vorteil, dass ich in mir bisher unbekannte Gegenden komme.

Mittagsrast etwa zur Halbzeit zwischen Hinterberg und Hinteraigen. Ein kreativer Kopf hat hier eine originelle Sitzbank in einen Holzstoß eingebaut. Da es heute aber etwas windig ist, fällt die Pause kurz aus.

Die folgenden Kilometer bis nach Aschach fallen unter die Kategorie "geht halt nicht anders". Ein sehr großer Asphaltanteil tut den Beinen nicht gut. Hier wird mir wieder bewusst, wie angenehm das Gehen auf Wald-, Wiesen-u. Feldwegen ist.

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Donausteig - Trappistenbier / 7.5.2023

Engelszell. Der Klosterladen hat geöffnet. Ich nutze die Gunst der Stunde und kaufe mir eine Flasche des im Kloster gebrauten Trappistenbieres. Trinken werde ich es aber erst zu Hause.

Die ersten Kilometer gehe ich entlang der Donau abseits der Hauptstraße. Der Weg führt oft direkt am Ufer und ist überraschend abwechslungsreich. Bei Oberranna verlasse ich das Donautal und biege rechts in den Wald ab. Nach einem Anstieg geht es aber bald wieder bergab bis zur Mündung des Kösslbaches in die Donau. Auf der anderen Seite des Baches setzte ich meine Wanderung auf einer Forststraße fort.

Wenig später unterläuft mir ein nicht erklärbarer Aufmerksamkeitsfehler. Ich übersehe eine gut sichtbare Abzweigung und gehe einen Kilometer bergauf weiter. Erst als es wieder bergab geht, kommen mir erste Bedenken. Ich werfe einen Blick auf meine Handtelefon, wo ich die Karte abgespeichert habe und stelle fest, dass ich mich beim Bärenbach anstatt beim Kösslbach befinde. Ich überlege kurz, ob ich im Wald zum richtigen Weg aufsteigen soll, entscheide mich aber dann für die sichere Variante, also den Rückweg bis zur Abzweigung.

Wieder am richtigen Weg gehe ich zügig weiter. Zuerst noch im Wald, später auf einem freien Höhenrücken komme ich zum 4-Viertel-Blick. Hier ist es etwas windig, daher fällt die Pause kurz aus. Dafür ist die Aussicht umso schöner.

Waldkirchen am Wesen. Interessehalber suche ich im Netz nach dem Ort und bekomme folgende Antwort:

Der Name Waldkirchen am Wesen hat eine historische Bedeutung. Er bezieht sich auf die gotische Pfarrkirche in Waldkirchen, die 1282 urkundlich erstmals erwähnt wurde, und auf den Ort Wesenufer, der an der Donau liegt und früher eine wichtige Überfuhrstelle war. Wesen ist ein alter Name für die Donau, der sich von dem lateinischen Wort visum (Gesicht, Anblick) ableitet. Die Gemeinde Waldkirchen am Wesen entstand 1938 durch die Zusammenlegung der Gemeinden Oberaichberg, Unteraichberg und Wesenufer.

Quelle: Unterhaltung mit Bing, 12.5.2023

Ich lasse den kleinen Ort hinter mir und gehe weiter. Bald tauche ich wieder in eine der vielen Donauleiten ein. Dazwischen gibt es manchmal kleine Sichtfenster hinunter zur Donau. Der Weg führt jetzt nochmals auf einen Höhenrücken hinauf, den ich von einer Radtour bereits kenne.

Am Aussichtspunkt Paschinger Hügel lege ich die letzte Rast ein. Etwa 21 km liegen hinter mir, 4 km noch vor mir. Der Rucksack ist jetzt schon sehr leicht und bergab geht es auch, eine angenehmer Abschluss der Wanderung.

Schlögen, 17 Uhr. Hier beende ich die Wanderung bei einem köstlichen Bier auf der Terrasse des dortigen Hotels. Zwei Kreuzfahrtschiffe fahren stromabwärts vorbei und steuern in die Donauschlinge hinein. Es ist schon interessant zu beobachten, wie die riesigen Schiffe den Richtungswechsel schaffen. Kurz vor 18 Uhr kommt mein Bus und bringt mich stressfrei nach Linz zurück.

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Donausteig - Im Sauwald / 6.4.2023

Zurück in Kasten. Ich gehe von der Haltestelle vorerst am Weg 706, dann unmarkiert durch den Wald und später über eine Wiese nach Hütt. Nun bin ich wieder auf der offiziellen Route.

Bald komme ich nach Vichtenstein, ein beschaulicher Ort. Im Gemeindeamt gibt es einen kleinen Hofladen der OÖ Lebenshilfe mit Produkten aus der Region. Ich kaufe mir eine Bananenschnitte, die mir von der Verkäuferin als "wahnsinnig lecker" angepriesen wird. Die Verkostung verschiebe ich aber vorerst auf später.

Kurze Mittagspause beim Rastplatz "Teich". Es ist schön hier, sonnig, fast windstill und aussichtsreich. Nach der kargen "Hauptspeise" gönne ich mir eine halbe Bananenschnitte. Und die schmeckt wirklich vorzüglich.

Nun liegen fast 300 Höhenmeter Aufstieg zum Haugstein vor mir. Der Gipfel befindet sich zwar nicht am Weg, den kurzen Abstecher nehme ich aber in Kauf. Eine Aussicht gibt es oben nicht, aber dafür ich stehe am höchsten Punkt des Innviertels, immerhin auch etwas.

Am Kreuzweg gehe ich zur kleinen Ortschaft Stadl hinunter, ein Langlaufzentrum. Das war mir bisher nicht bekannt. Um diese Jahreszeit ist es hier sehr ruhig, besonders unter der Woche.

Bisher habe ich bei meiner Wanderung niemanden begegnet, mit Ausnahme im Hofladen. Auch der weitere Weg nach Engelhartszell ist nicht gerade überlaufen. Gelegentlich höre ich das Geräusch einer Motorsäge, auch Hundegebell schreckt mich manchmal auf. Zum Glück sind alle Vierbeiner angebunden oder hinter Zäunen.

Kurz vor der Donau mache ich noch einen Abstecher zum Aussichtspunkt "Kraftwerk Jochenstein". Den hätte ich mir aber sparen können, denn die Sicht ist auf Grund mittelhoher Sträucher praktisch nicht vorhanden.

Ohne Eile erreiche ich schließlich das Tagesziel. Es geht sich auch noch ein kurzer Besuch in der Stiftskirche aus. Der Klosterladen hat aber leider schon geschlossen. Das dort erhältliche Trappistenbier kann ich also erst bei der folgenden Etappe kosten bzw. kaufen.

Die Rückfahrt verläuft wie erwartet ohne Probleme.

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Donausteig - Der Start / 3.4.2023

Die markanten Donausteigwegweiser sind mir bereits öfters aufgefallen. Und ohne es zu wissen, habe ich wahrscheinlich schon den einen oder anderen Kilometer zu Fuß oder mit dem Rad absolviert. Heute ist es aber anders. Ich beginne einen neuen Weitwanderweg, den Donausteig. Mit seinen 267 km Länge erscheint mir die südliche Variante ein gut überschaubares Unterfangen zu sein.

Nach einer Stunde Fahrzeit mit dem trotz seines Alters immer noch sehr modernen deutschen ICE verlasse ich in Passau den Bahnhof und stehe vor dem ersten Wegweiser. Kasten 22,6 km - eine Tageswanderung liegt vor mir.

Ich ignoriere die Sehenswürdigkeiten der Stadt, überquere auf einer Fußgängerbrücke den Inn und folge bald den Gleisen einer aufgelassen Bahnlinie. In Rosenau kaufe ich mir noch schnell eine Jause und eine Flasche bayrisches Bier.

Bei der Brücke über den Haibach betrete ich wieder österreichisches Staatsgebiet, natürlich völlig unspektakulär, und gehe anschließend auf einem schönen Waldweg in Richtung Freinberg. Sobald das Gelände freier wird, empfängt mich ein eisiger Ostwind, der mein Bier im Rucksack gut kühlen wird.

Kurze Mittagspause beim Panoramablick Blaas. Hier blicke ich letztmalig auf Passau zurück, dann gehe ich wieder ins Donautal hinunter. Hier ist es weniger windig und relativ warm. Nach gut 2 km komme ich zur Kösslbachbrücke, wo ich das Donautal verlasse und wieder auf den Höhenrücken aufsteige.

Abwechslungsreich geht es weiter, mal auf Feldwegen, dann im Wald, dazwischen auch auf kaum befahrenen Nebenstraßen. Sonne und Wolken wechseln einander ab. Das Bier im Rucksack ist mittlerweile gut gekühlt, ich bleibe aber beim Wasser, zumal ich noch einige Kilometer vor mir habe.

Ab Kilometer 20 treten die ersten Ermüdungserscheinungen auf. Das Tempo wird langsamer und ab und zu schmerzt der Rücken. Aber zum Glück geht es jetzt nur mehr bergab und das Ziel ist in Sichtweite.

In der kleinen Ortschaft Hütt endet offiziell die erste Etappe nach 20,4 Kilometer (mein GPS zeigt 20,7 km an). Bis nach Kasten ist es aber auch noch ein Stück, und so kommen insgesamt 23,5 Kilometer zusammen.

Rückfahrt nach Linz, der Bus ist leer und ich komme in den Genuss einer wunderbaren Panoramafahrt durchs Donautal, erste Reihe fußfrei.

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Prinzensteig / 7.4.2020

Nach einem Monat unfreiwilliger Pause zieht es mich fast schon magnetisch hinaus in die Natur. Weite Anfahrten sind zu vermeiden, risikobehaftete Sportarten sowieso. Also scheidet eine Schitour von vornherein aus. Als Alternative bietet sich eine Wanderung im Kürnbergerwald an. Die kurze Anfahrt und kein Kontakt mit anderen Wanderern (zumindest unter der Woche) sind wohl verordnungskonform.

Ich beginne beim kleinen Parkplatz kurz vor der Donau, dort wo der Donausteig die Straße quert. Die Forststraße, die normalerweise hier ziemlich gatschig ist, hat schon lange keinen Regen mehr gesehen. Es ist hier staubtrocken, der Boden schreit förmlich nach Wasser. Davon ist aber auch in nächster Zeit nichts in Sicht.

Nach einem kurzen Abstecher zu den Resten des Römerturmes biege ich auf den Prinzensteig ab. Bald fällt mir auf, dass der Straßenlärm hier besonders gut zu hören ist, obwohl kaum Verkehr auf der Bundesstraße ist. Das liegt wohl daran, dass der Wald ziemlich ausgelichtet wurde, und der natürliche Lärmfilter nicht mehr vorhanden ist. Dafür gibt es nun eine bessere Aussicht.

In Wilhering verlasse ich wieder den Donausteig, besuche die Kirche und gehe ein kurzes Stück entlang der B 129 nach Ufer. Hier treffe ich auf die "Bauern - und Holzknechtrunde" (ein fast 16 km langer Rundweg). Bevor ich wieder in den Kürnbergerwald eintauche, lege ich eine ausgiebige Mittagsrast "Am Rosenfeld" ein.

Vor mir liegen nun 200 hm bis zum höchsten Punkt meiner Wanderung etwas unterhalb der Kürnbergburg. Es ist eine Variante des 09er, auf dem ich nun ein Stück gehe. (Anmerkung: bis nach Stainach habe ich diesen Weitwanderweg bisher begangen. Seit Jahren plane ich die Fortsetzung, vielleicht ergibt sich heuer eine Gelegenheit).

Beim Abstieg zum Parkplatz fällt mir auf, dass auch hier - so wie im gesamten Wald - einige Flächen gerodet wurden. So ergeben sich neue Ausblicke und unerwartete Abkürzungen, auf die ich bei Nässe aber verzichten würde.

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Donausteig / 21.4.2012


450 km ist er lang, der Donausteig von Passau nach Grein. Für heute habe ich mir aber nur einen kurzen Abschnitt ausgesucht. Am östlichen Ende des Kürnbergerwaldes, dort wo die Hainzenbachstraße zur Donau führt, beginne ich Wanderung. Zuerst folge ich ein Stück der Forststraße, komme am Römerturm vorbei, und biege bald auf den Prinzensteig ab. Wunderschön schlängelt sich der Weg oberhalb der Donau nach Wilhering, wo ich die stark befahrene B 129 überquere. Spätestens beim Stift kehrt aber wieder Ruhe ein.

Zwischen Wiesen und Felder führt der Weg zur Donau und anschließend durch Auwald stromaufwärts zur Donaufähre. Hier verlasse ich den Donausteig und folge nun dem 09er (Variante) in südlicher Richtung bis zum höchsten Punkt des Kürnbergerwaldes. Hier verlasse ich wieder den Weitwanderweg und erreiche nach rund 18 km wieder den Ausgangspunkt.

Erkenntnis 1: lohnende Wanderungen befinden sich auch vor der Haustüre.

Erkenntnis 2: meine neuen Wanderschuhe passen perfekt.

Bilder gibt’ natürlich auch wieder.