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Aussichtslos / 16.10.2025

Heuer ist das Wetter wirklich unberechenbar. Ob wir von den angekündigten Sonnenstunden etwas mitbekommen, wird sich zeigen. Jedenfalls fahren wir optimistisch nach Windischgarsten.

Unser Ziel ist der Hahnbaum, ein bewaldeter Gipfel im Sengsengebirge. Wobei Gipfel leicht übertrieben ist, denn der höchste Punkt ist lediglich eine unscheinbare Erhebung im Wald.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz in Mayrwinkl. Nach dem ersten Abschnitt auf einer Forststraße erreichen wir den Beginn des Leitersteiges, eine alpine Steiganlage, so steht es auf einer großen Tafel. Mir kommt das leicht übertrieben vor, denn es handelt sich um einen meist leicht ansteigenden Waldweg, der stellenweise an einem abfallenden Wiesenhang entlang verläuft. Ausrutschen sollte man hier natürlich nicht. Für lebhafte Kinder und nicht trittsichere Personen gibt es aber bessere Wege.

Beim Bloßboden treffen wir auf den Ziehweg zur Mayralm. Es ist ein steiniger Karrenweg, den wir so rasch wie möglich hinter uns bringen. Die angekündigten Sonnenfenster sind nach wie vor geschlossen, dafür empfängt uns eine mystische Nebelstimmung auf der Alm. Passend dazu ist dann der weitere Verlauf des "Weges" zum Hahnbaum.

Bis zum Ende der Alm sind Spuren noch erkennbar, dann wird es aber interessant. Typisch für einen Nationalpark bleibt die Natur hier sich selbst überlassen, menschliche Eingriffe sind kaum zu sehen. Es folgt ein Bergabstück mit Windwurf. Hier sollte man sich eher links halten wo sogar ganz vereinzelt alte moosbewachsene Stoamandl zu finden sind.

Bald kommen wir zum tiefsten Punkt, der auf der Karte mit Vorderanger bezeichnet ist. Dann steigen wir anfangs steil, bald aber flacher werdend zum höchsten Punkt auf. Auch hier sollte man sich eher links halten.

Nach 3¼ Stunden stehen wir am Hahnbaum. Ohne Gipfelkreuz würde man diesen Punkt nur mit GPS-Unterstützung finden. Aussicht gibt es hier keine, was bei den heutigen Sichtverhältnissen aber egal ist.

Auf die ursprünglich beabsichtigte Überschreitung und Abstieg nach Rettenbach verzichten wir, zumal der weitere weglose Abschnitt nicht nur lang ist, sondern auch mit der einen oder anderen Überraschung (Windwurf) aufwarten könnte. Rückweg daher wir beim Aufstieg, nur schneller.

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Steyreck /31.7.2025


Nach einer teilweise ruppigen Auffahrt beginnen wir die Wanderung beim Parkplatz Haslersgatter. Unser Ziel ist das Steyreck, der östlichste Gipfel im Sengsengebirge.

Bis zur Rumplmayrreith folgen wir leicht abfallend der Forststraße, biegen am Ende der Alm links auf einen gut erkennbaren Weg ab und treffen im Wald auf die ersten Hindernisse. Umgestürzte Bäume versperren den mittlerweile nur mehr schwach erkennbaren Pfad.

Und kurz darauf passiert uns auch noch ein Missgeschick. Wir biegen zu bald links ab und müssen mühsam durch hüfthohes Gras eine Lichtung queren bis wir endlich wieder den richtigen Weg finden. 

Nach einem weiteren Windwurf wird der Steig besser, doch es gibt schon wieder eine Verzögerung. Direkt neben und sogar am Weg stehen Steinpilze, an denen wir nicht so einfach vorbeigehen können. Mit einem erheblichen Gewichtszuwachs setzen wir den Aufstieg nach 20 Minuten fort.

Auf den ursprünglich geplanten Abstecher zur Eiskapelle verzichten wir. Vom Eis wird um diese Jahreszeit vermutlich ohnehin nichts mehr zu sehen sein. Besser wäre es diese im Mai zu besuchen.

Der weitere Wegverlauf - wobei von einem Weg ohnehin nicht die Rede sein kann - lässt sich kurz wie folgt beschreiben: steil und nicht immer erkennbar. Weiter oben bei den Latschen wird es aber besser. Es ist zwar immer noch steil, der Aufstieg in der ausgeschnittenen Latschengasse ist aber nicht zu verfehlen.

Steyreck - Gipfel (1.592 m): nicht ausgesetzt, viel Platz zum Rasten und eine schöne, wenn auch durch die Latschen etwas eingeschränkte Aussicht.

Für den Abstieg wählen wir den gemütlicheren Weg über die Mayralm. Es ist ein schöner unmarkierter Pfad, auf dem wir durch eine urtümliche Landschaft zuerst zur Alm und anschließend am breiten Forstweg zum Ausgangspunkt gelangen.

Fazit: obwohl nur 500 hm eine nicht zu unterschätzende Rundwanderung. Für den Aufstieg sind Stöcke sehr zu empfehlen (meine haben aber den Tag nutzlos in der Garage verbracht). 

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Brettstein / 13.7.2025

Bisher war ich der Meinung, dass ich alle Gipfel im Sengsengebirge kenne, abgesehen von aussichtslosen Erhebungen im weglosen Gelände. Aber wieder einmal werde ich eines Besseren belehrt, denn es gibt sie noch, die weißen Flecken auf der Landkarte.

Ausgangspunkt ist das Rohrauergut, Parkmöglichkeiten sind hier Mangelware. Wir haben heute aber Glück, denn der Grundeigentümer erlaubt uns das Parken.

Gleich zu Beginn geht es durch einen Graben steil bergauf. Der Steig wird anscheinend nicht sehr häufig begangen, ist aber markiert. Bald kommen wir zum Saubachgut, ein herrlicher Platz mit schöner Aussicht. Der weitere Aufstieg durch den Wald bietet kaum Ausblicke hat aber den Vorteil, dass es schattig ist.

Kurz nach der Nationalparkgrenze biegen wir auf den unmarkierte Steig in Richtung Brettstein ab. Anfangs noch steil wird es bald flacher und nach einer Querung kommen wir zum Beginn eines breiten Rückens.

Wir gehen durch eine ursprüngliche Landschaft mit umgestürzten und langsam verrottenden Bäumen, bunten Blumen und verschiedenen Düften. Dann noch durch eine Latschengasse und wir stehen am höchsten Punkt vor dem schlichten Kreuz.

Vor uns liegt das Windischgarstener Becken und dahinter die bekannten Gipfel der Gegend .... Pyhrgas, Bosruck, Warscheneck, Spitzmauer, Priel um nur einige zu nennen. Weiter östlich geht der Blick zu den Gesäusebergen, die heute gut zu erkennen sind.

Beim Abstieg verzichten wir auf Experimente und folgen dem bekannten Aufstiegsweg. Alternativen wären aber durchaus denkbar. Ich nehme mir vor, wieder zu kommen.

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Novemberschnee / 4.11.2023

Im Herbst ist wieder die Zeit für südseitige Touren gekommen. Diesmal fällt die Wahl auf das Sengsengebirge, genauer gesagt auf das Mayrwipfl. Nachdem wir die Auffahrt auf der steilen, nicht geräumten Straße zum Haslersgatter geschafft haben, beginnen wir entspannt die Wanderung zur Mayralm.

Tief verschneit präsentiert sich hier der Wald, ein Winterwunderland mit herbstlicher Note. Die Äste biegen sich auf Grund der Schneelast, da noch Laub an den Bäumen vorhanden ist.

Wir sind heute die Ersten die zur Mayralm kommen, abgesehen vom Wild, wie an den vielen Spuren zu erkennen ist. Unser Ziel können wir hier auch schon sehen. Es scheint nicht mehr weit entfernt zu sein. Aber der Schein trügt, diesmal ganz besonders, da weder eine Spur noch Markierungen zu sehen sind.

Mit GPS-Unterstützung schaffen wir es ohne nennenswerte Umwege bis zum Latschengürtel auf 1630 Meter Höhe. Aber dann stehen wir plötzlich an. Hier ist ein Durchkommen unmöglich, selbst wenn wir die ausgeschnittene Latschengasse zum Gipfel finden sollten.

Wir drehen daher um und versuchen den etwas tiefer gelegenen Steig zum Brandleck zu finden. Mühsam steigen wir 100 Höhenmeter ab und gehen dann dort, wo das GPS einen Weg anzeigt, in Richtung Brandleck weiter. Und wir haben Glück, denn wir finden tatsächlich den einzigen Weg durch die Latschen. Nach 3¾ Stunden stehen wir am Gipfel.

Auf Grund des starken Windes fällt die Rast kurz aus. Wir machen einige Fotos und steigen bald wieder ab. Die Wegfindung ist jetzt natürlich wesentlich einfacher was sich in eine Abstiegszeit von 2¼ Stunden niederschlägt.

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Hagler ... eine kleine Überschreitung / 28.12.2022

Mangels Schnee unternehme ich heute wieder eine Winterwanderung, diesmal mit Gernot. Wir beginnen beim Parkplatz Rettenbach. Unser Ziel ist der Hagler, den wir von der Südseite besteigen wollen. Um den langen Südgrat zu erreichen, müssen wir zuerst vom Budergraben in westlicher Richtung zum Abrisstal queren. Es soll ja hier einen unmarkierten Steig geben, der aber schwer zu finden ist.

Am Ende des Waldes verlassen wir den Budergrabensteig und steigen links teilweise steil unterhalb einer Felswand auf. Spuren sind hier nicht zu erkennen, wohl aber ganz vereinzelt kleine Steinmarkierungen. Weiter oben nimmt die Steilheit ab und wir kommen zu einer Forststraße. Hier sind wir richtig. Wenig später treffen wir auf den Steig zum Hagler.

Es geht jetzt immer steiler werden die breite Südflanke hinauf. Die wenigen Schneeflecken bereiten uns keine Schwierigkeiten bzw. können leicht umgangen werden. Und nach 2½ Stunden Gehzeit stehen wir am Gipfel.

Im Gegensatz zur Südseite ist es nördlich richtig winterlich. Besonders schattseitig liegt relativ viel Schnee, was wir beim Abstieg durch oftmaliges Einsinken zu spüren bekommen. Aber zum Glück ist hier schon eine Spur vorhanden, sonst wäre sogar das Bergabgehen sehr mühsam.

In der warmen Nachmittagssonne kommen wir wieder zum Budergraben. Hier nimmt die Schneehöhe rasch ab und bald gehen wir im trockenen Laub zum Ausgangspunkt zurück.

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Mayrwipfl und Brandleck / 25.1.2022

Das Sengsengebirge ist kein klassisches Schitourengebiet. So ist es auch zu erklären, dass ich dort nur selten meine Spuren hinterlasse. Vor fast zwölf Jahren war ich zuletzt mit Schi am Mayrwipfl. Eine Wiederholung bei besseren Bedingungen steht also längst an. Und diesmal stehen die Zeichen auf Sonne.

Die Auffahrt auf der winterlichen schmalen Straße bis zum kleinen Parkplatz kurz vor Muttling ist problemlos, solange es keinen Gegenverkehr gibt. Im Sommer kann man bis zum Haslersgatter fahren, heute ist hier aber Schluss und gleichzeitig der Beginn meiner Tour.

Mit gleichmäßigem Schritt gehe ich auf der breiten Forststraße zum Haslersgatter hinauf, halte mich dort links und komme nach etwa einer Stunde und einem kurzen Bergabstück zum sogenannten Bloßboden (beim Rückweg werde ich hier nochmals auffellen).

Nun beginnt der anstrengendste Teil der Tour. Es ist nicht die Steilheit oder Ausgesetztheit, sondern eher ein ganz banaler Umstand: dicke Stollen verfestigen sich hartnäckig auf der Schiunterseite. Die unterschiedliche Schneebeschaffenheit - von feucht bis pulvrig - macht’s möglich. Bis zur Mayralm kämpfe ich mühsam mich hinauf, dann versuche ich mit Schiwachs das Problem zu beseitigen. Das gelingt auch ganz gut. Erleichtert gehe ich weiter.

Ich folge einer frischen Schneeschuhspur, dann wähle ich wieder meine eigene Linie zwischen umgestürzten Bäumen und kleinen Gräben. In Serpentinen bewältige ich dann das letzte Steilstück vor dem flachen Gipfel, den ich nach 3½ Stunden erreiche. Keine Glanzleistung für 900 hm, aber unter den erschwerten Bedingungen auch wieder nicht so schlecht.

Auf Grund des unangenehmen Windes halte ich mich nicht lange am Gipfel auf und verschiebe die Jause auf später. Die so eingesparte Zeit nutze ich für den kurzen Übergang zum Brandleck. Auch hier ist es sehr windig, was das vom Wind gebogene Gipfelkreuz eindrucksvoll beweist. Ich mache wie immer einige Fotos und gehe anschließend zum Mayrwipfl zurück.

Abfahrt zur Mayralm. Im Gipfelbereich gute Verhältnisse, dann wird der Schnee aber schwer. Kein Wunder, scheint doch seit der Früh die Sonne auf die südseitigen Hänge des Sengsengebirges. Als Entschädigung für die anstrengende Abfahrt gönne ich mir eine einstündige Rast bei der Jagdhütte. Ein herrlicher Platz, windgeschützt und warm.

Die folgende Abfahrt zum Ausgangspunkt (mit Gegenanstieg) kann man kurz so zusammenfassen: lieber schlecht fahren als lange gehen.

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Erster / 1.1.2022

In den letzten Tagen hat es bis in höher Lagen geregnet und dem Schnee arg zugesetzt. Dazu kommt noch eine für die Jahreszeit völlig unpassende Temperatur von über 10°, die bei mir keine besondere Begeisterung für eine Schitour aufkommen lässt. Eine Alternative ist aber schnell gefunden.

Wie schon öfter beginne ich die Tour beim Parkplatz Teufelskirche. Vom Winter ist hier nichts zu sehen. Trotzdem schnalle ich die Schneeschuhe auf den Rucksack in Erinnerung an den mühsamen Aufstieg im letzten Winter.

Bis zum Lackerboden ist es heute eine Herbstwanderung, sonnig und warm. Das Laub raschelt unter den Schuhen, sonst ist es ungewöhnlich ruhig. Aber dann zeigen sich doch die ersten größeren Schneeflecken und plötzlich bin ich wieder im Winter angekommen.

Beim Sender schnalle ich mir die Schneeschuhe an und stapfe weiter. Es ist nur eine alte Spur zu sehen. Ich bin heute offenbar der Erste, der zum Schillereck aufsteigt. Der Schnee ist weich und manchmal sinke ich trotz der breiten Teller etwas ein. Ohne Schneeschuhe wäre es heute unmöglich hier zu gehen.

Kurz vorm Gipfel komme ich zur einzigen heiklen Stelle. Es sind nur wenige Meter am Grat, die bei Eis unangenehm sein könnten. Heute ist der kurze Übergang aber problemlos.

Nach 3½ Stunden erreiche ich den Gipfel als Erster im Jahr 2022. Der Berg gehört mit alleine, weit und breit ist niemand zu sehen. Ich blättere im Gipfelbuch. Der letzte Eintrag ist vom November. Aber vermutlich tragen sich nicht alle ein, denn so alt dürften die Spuren nicht sein.

Auf Grund des unangenehmen Windes verlege ich die Mittagsrast nach weiter unten. Bald finde ich eine windgschützte Stelle mit schöner Aussicht zum Toten Gebirge. Unglaublich, dass ich hier zu Neujahr mit der dünnen Jacke in der Sonne sitzen kann.

Der südseitige Abstieg ist einerseits sehr angenehm (wegen der Sonne), aber auch etwas mühsam (wegen des tiefen Schnees unterhalb vom Sender). Bald sind die Schneeschuhe mehr Hindernis als Vorteil. Kurz vorm Lackerboden wechsle ich wieder auf mein normales Schuhwerk und steige gemütlich ins Tal ab.

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Vom Spering in die Teufelskirche / 20.10.2021

Der Spering ist schon fast so etwas wie ein Hausberg für mich. Unzählige Male habe ich ihn schon bestiegen. Im Herbst ist diese Wanderung aber besonders schön. Und auf Grund der südseitigen Ausrichtung ist meist ein sonniger Tag garantiert.

Wie immer beginne ich beim Schranken in der Nähe vom Speringbauer. Hier ist es noch schattig. Das ändert sich aber rasch, und nach einer halben Stunde steige ich bereits in der Sonne zum Lackerboden hinauf. Über den alten Almweg bzw. Jagdsteig gelange ich in einer guten Stunde zum Speringgipfel. Lange sitze ich in der Sonne genieße die Aussicht.

Zurück gehe ich am üblichen nordseitigen Weg zuerst zum Sender und anschließend wieder südseitig ins Tal.

Heute mache ich noch einen kurzen Abstecher zur Teufelskirche. Im schattigen Graben ist es bereits ziemlich frisch, die Stimmung ist sehr herbstlich. Dazu passen auch die dunklen Felsen der Teufelskirche. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Steinbogen, von dessen Größe ich etwas überrascht bin. Den werde ich mir bei besseren Lichtverhältnissen (eventuell im Frühjahr) einmal genauer ansehen.

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Hoher Nock - Überschreitung / 14.6.2021

 

So wie vor zwei Wochen beginne ich meine Wanderung im Rettenbachtal. Diesmal fühle ich mich aber vollkommen gesund, was sich beim Aufstieg bald bemerkbar macht. Ohne Probleme komme ich rasch höher und erreiche nach gut zwei Stunden meinen ersten Rastplatz beim Merkensteinbründl. Frisches Quellwasser sprudelt hier aus der etwas wackeligen Leitung, eine Seltenheit im Sengsengebirge.

In einem weiten Bogen komme ich nun dem Gipfelaufbau näher. Die Aussicht wird mit jedem Meter schöner. Nach und nach sind immer mehr Gipfel zu sehen, einige davon habe ich schon bestiegen.

Die letzten Meter fordern noch etwas Trittsicherheit, dann stehe ich nach etwas über drei Stunden am Gipfel. Erst jetzt spüre ich den kalten Wind, der mich schnell in zwei zusätzliche Kleiderschichten zwingt. Zum Anzippen der Hosenbeine bin ich aber zu faul.

Für den Abstieg wähle ich die Route über den Schneeberg, der seinen Namen heute noch gerecht wird. Nordseitig und in Mulden liegt teilweise noch Altschnee, was schöne Fotomotive ergibt.

Eine längere Pause mache ich erst bei der Abzweigung vom Höhenweg zur Bärenriedlau. Hier ist es windgeschützt und daher sehr angenehm, noch dazu mit einem Prachtausblick.

Am Weg 461 komme ich anschließend rasch in den Bereich der aufgelassenen Koppenalm. Nach einem kurzen Abstecher auf den Hagler steige ich östlich zum Budergraben und weiter ins Tal ab.

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Hagler / 1.6.2021

Meine heurige Tour auf den Hagler fällt diesmal auf den meteorologischen Sommerbeginn. Trotzdem rechne ich nordseitig mit Schneeresten, was sich später auch bewahrheiten wird.

Sehr bedächtig steige ich heute im Budergraben auf, denn eine abklingende Halsentzündung zwingt mich zur Langsamkeit. In Superzeitlupe gewinne ich trotzdem an Höhe und erreiche gegen Mittag den letzten steilen Anstieg zum Gipfel. Wie erwartet liegt hier noch Schnee. Die weiche Oberfläche ermöglicht mir aber ein problemloses Aufsteigen zum breiten Gipfelgrat.

Jetzt zeigt sich auch wieder mehr die Sonne, die schließlich bei der ausgiebigen Gipfelrast die Oberhand gewinnt.

Für den Abstieg wähle ich diesmal die direkte Linie vom Gipfel fast gerade hinunter zum Gehöft Rießrigl. Der unmarkierte Steig ist nur am Beginn etwas steiler, wird dann aber zunehmend flacher und ist einfach zu begehen.

Der anschließende Abschnitt auf der Forststraße zieht sich etwas. Hier gibt es aber eine Alternative, die ich einmal auskundschaften werde.

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Ein mühsamer Aufstieg / 6.2.2021

 

Mit soviel Schnee habe ich nicht gerechnet und deshalb die Schneeschuhe zu Haus gelassen. Ein Fehler, wie sich auf 1200 m Höhe herausstellen wird. Aber der Reihe nach.

Ich beginne wie schon so oft beim Parkplatz neben dem vorderen Rettenbach. Auf der schneefreien Lackerbodenstraße überwinde ich mühelos die ersten Höhenmeter und biege bald scharf rechts auf einen unmarkierten Steig ab. Wenig später treffe ich auf den offiziellen Wanderweg, der zum Lackerboden hinaufführt.

War bis hier der Weg praktisch schneefrei, ändert sich jetzt das Bild. Fast übergangslos beginnt nun eine geschlossene Schneedecke, was die Fortbewegung alles andere als erleichtert. Ich ärgere mich ein wenig, dass ich wegen einer geringen Gewichtsersparnis die Schneeschuhe nicht mitgenommen habe. Die so eingesparte Energie kann ich jetzt beim mühsamen Aufstieg im tiefer werdenden Schnee verbrauchen.

Am Höhenweg wird es etwas leichter, ich sinke nur mehr fallweise ein. Jetzt kommt auch immer mehr die Sonne heraus, was mir einen zusätzlichen Motivationsschub bringt. Schließlich erreiche ich nach etwas über 3¼ Stunden das Schillereck. Es ist etwas windig, daher fällt die Gipfelrast heute aus. Ich mache einige Fotos und steige wieder ab. Dafür gönne ich mir eine lange Pause beim Sender, wo ich wieder meine bescheidene Freiluftküche für die Zubereitung der Tagessuppe (diesmal Backerbsen) aktiviere.

So gestärkt steige ich anschließend im tiefen Schnee zum Lackerboden ab. Von dort dann gemütlich auf dem schneefreien Weg ins Tal.

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Spering einmal anders / 14.11.2010


Aufnahme vom 16.12.2006

2006 habe ich schon einmal einen Versuch unternommen, den Spering von Süden aus zu besteigen. In den dichten Latschen irgendwo in Gipfelnähe war der Aufstieg aber zu Ende, ein Durchkommen unmöglich.

Diesmal möchte ich die Besteigung aber etwas gezielter angehen, und zwar mit Satellitenunterstützung. Vom Lackerboden folge ich einem alten Almweg, der fast eben rund um den Spering führt (zumindest auf der Karte ist das so eingezeichnet). Es ist vermutlich ein alter Verbindungsweg von der Kogleralm zur Haidenalm.

Markierung ist keine vorhanden, nur gelegentlich finden sich Steinmännchen. Meine Hoffnung, dass ich irgendwo auf eine unscheinbare Abzweigung zum Spering stoße, ist vergeblich. Also ändere ich die Richtung und steige durch teilweise sehr dichten Wald aufwärts.

Auf etwa 1450 m Höhe wird’s aber ungemütlich, Windwurf und Latschen machen immer wieder kraftraubende Umwege notwendig. Alle 20 Meter schaue ich jetzt auf das Display des GPS-Gerätes, der Gipfel kommt wieder Erwarten doch langsam näher.

Die letzten 100 Meter sind dann die reinste Schwerarbeit. Wer schon einmal versucht hat durch Latschen einen Weg zu finden, wird das verstehen. Ziemlich zerkratzt und mit einigen Harzflecken “geschmückt” stehe ich nach
4 Stunden am Gipfel.

Bevor ich den markierten Rückweg antrete mache ich mich noch auf die Suche, und zwar nach einem geeigneten Versteck für einen neuen Cache. Bereits nach wenigen Minuten werde ich fündig und kann die Dose verstecken.

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Wer suchet der findet / 7.2.2010


Dank Allrad gestaltet sich die Auffahrt zum Ausgangspunkt der heutigen Tour relativ problemlos. Beim Parkplatz in Muttling sind wir dann auch die Ersten und vermutlich werden auch nicht mehr viele kommen – so richtig einladend ist das Wetter wirklich nicht.

„Leise rieselt der Schnee“, so kann man dann den Aufstieg durch den tief verschneiten Wald bis zur Mayralm beschreiben. Dann wird’s zunehmend ungemütlich, schlechte Sicht, etwas Wind und Minusgrade sind die Zutaten beim Aufstieg zum Mayrwipfl in 1736m Höhe. Am Gipfel staunen wir dann nicht schlecht als Michael, der heute Geburtstag hat, aus seinem Rucksack eine große Flasche gefüllt mit einem edlen „Durstlöscher“ hervorholt. Zuerst wird aber abgefahren, was im frischen Pulver ganz gut klappt, lediglich der latschendurchsetzte obere Abschnitt könnte noch etwas mehr Schnee vertragen.

Nach einem kurzen Gegenanstieg erreichen wir den Almboden der Mayralm. An einer halbwegs windgeschützten Seite beim dortigen Jagdhaus beginnt dann der feierliche Teil des heutigen Tages, der in Anbetracht der Witterung aber kurz ausfällt.

Beim anschließenden Üben mit dem LVS-Gerät unter wirklich miesen Bedingungen stellt sich bald heraus, dass die von uns verwendeten neuen Geräte bei richtiger Anwendung punktgenau funktionieren. Das nächste mal werden wir aber noch etwas in die Tiefe gehen und auch das Suchen bei Mehrfachverschüttung intensiver üben.

Von der Alm geht’s dann meist in Schussfahrt mit einem kurzen Gegenanstieg zum Auto zurück. Der kulinarische Ausklang in der Taverne in der Schön und die Tortenverkostung in Nöstlbach runden den etwas ungewöhnlichen Tourentag ab.

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