Überraschung / 8.11.2025

Heute setzte ich meine Mühlviertelwanderung in Kefermarkt fort. Im Gegensatz zu letzten Dienstag ist es nebelig und ich bin schon gespannt, ob und wo ich die Nebeldecke durchbrechen werde.

Beim Schloss Weinberg ist es nicht der Fall. Auch wenig später bei Grieb ist die Landschaft in einen Grauschleier gehüllt. Langsam steige ich zum Buchberg hinauf und erstmals schimmert es zart bläulich von oben herunter. Ich komme zum Hoh-Haus wo mich endlich die ersehnte Sonne empfängt.

Die Rundumsicht ist allerdings etwas eingeschränkt. Südwestlich ist die Landschaft vom Nebel bedeckt, nordöstlich ragen aber die höheren Hügel aus dem Nebelmeer heraus.

Beim Blick vom Aussichtsturm fällt mir auf, dass leichter Rauch neben dem Hoh-Haus aus dem Wald aufsteigt. Das muss von der neuen Buchberg Hütte kommen. Und zu meiner Überraschung ist die Hütte am Wochenende geöffnet. Hier bekomme ich einen heißen Kaffee. Damit habe ich nicht gerechnet.

Mittlerweile hat sich der Nebel auch in den niedrigeren Lagen unterhalb vom Grensberg gelichtet. Nach einem kurzen Abstieg gehe ich zum Braunberg hinauf, wo mich die nächste Überraschung erwartet. Die Hütte hat - entgegen der Angabe im anscheinend doch nicht so schlauen WWW - am Wochenende geöffnet.

Ich bleibe lange auf der windgeschützten Hüttenbank sitzen, fast zu lange. Denn der Weg zur Bahnstation Lasberg/St. Oswald ist weit und die Zeitangabe am Wegweiser (2 Stunden) durchaus realistisch, sofern man nicht auf einer sonnigen Bank am Waldrand noch etwas Zeit vertrödelt.

Aber schließlich erreiche ich noch knapp den Zug und erspare mir so ein längeres Warten in der Kälte.

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