Umkehren ist keine Schande / 6.11.2025

Nachdem sich der erste Schnee großteils wieder verflüchtigt hat, sollte es heute ein etwas höherer Berg sein. Wegen der leichten Erreichbarkeit fällt die Wahl auf den Lahnerkogel mit der Option, den etwas höheren Kitzstein auch noch zu besteigen.

Der Wanderweg 611 beginnt direkt beim Parkplatz auf der Passhöhe und verschwindet hinter der ersten Kurve im Wald. Bald verstummen auch die letzten Motorengeräusche der bergwärts fahrenden Autos.

Wir kommen zur Fuchsalm, die um diese Zeit noch im Schatten liegt. Dahinter sehen wir bereits den Lahnerkogel und wenn man genau hinsieht, auch ganz oben die Lawinenverbauung. Dorthin müssen wir hinauf.

Obwohl der Berg sehr steil wirkt und stellenweise auch ist, führt der Weg in vielen Serpentinen mit einer angenehmen Steigung durch den Wald zur oberen Fuchsalm. Nun werden die Bäume weniger und der Wind mehr. Bald kommen wir zur Lawinenverbauung, die hier wie ein modernes Kunstwerk in exponierter Lage wirkt. Jetzt noch durch eine Latschengasse, und nach einem harmlosen felsigen Abschnitt stehen wir am Lahnerkogel.

Der um 71 Meter höher liegende Kitzstein ist von hier über einen mehr oder weniger ausgesetzten Grat zu erreichen. Da die Bedingungen gut sind, gehen wir weiter. Aber schon bald kommen wir zu einer Stelle, die mich nicht "gut anschaut". Hier muss man kurz auf die schattige Nordseite wechseln, wo noch Schnee liegt. Ein Seil ist zwar vorhanden, der anschließende kurze felsige Aufschwung ist aber frei zu gehen. Nach kurzer Überlegung verzichte ich auf den weiteren Aufstieg zum bereits zum Greifen nahen Gipfel. Umkehren ist keine Schande.

Während meine Begleiter weitergehen, steige ich langsam zum Lahnerkogel ab, wo ich entspannt die wunderbare Aussicht genießen kann. Bald kommen meine Freunde zurück und gemeinsam steigen wir zur Fuchsalm ab, wo wir mit einem Radler auf die gelungene, unfallfreie Tour anstoßen.

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