Als einer der wenigen Fahrgäste steige ich in Linz in den klimatisierten Zug (Niederflurfahrzeug!!!). Diese Verbindung ist ideal, denn ich kann ohne Umsteigen bis nach Grünau fahren. Im Ort kaufe ich mir noch eine Jause und radle in Richtung Almsee los. Nach 11 km komme ich zur Seeklause und mache wie schon so oft ein Foto vom See mit dem Ameisstein. Dann biege ich auf die Forststraße "Hochpfad" ab.
Schon nach wenigen Metern komme ich zu einer Tafel mit einem Hinweis zur Schwierigkeit der Strecke. Die Warnung ist durchaus begründet, wie ich im Laufe des Tages noch feststellen werde. Aber vorerst geht es eher moderat, manchmal etwas steiler auf einer gut befahrbaren Schotterstraße zum Gschirrsattel hinauf. Hier gönne ich dem Rad eine Pause und gehe zu Fuß weiter.
Anfang noch flach schlängelt sich der unmarkierte Pfad bald steil zum Gschirreck hinauf. Bei Nässe könnte es hier unangenehm sein, heute aber ist es staubtrocken. Nach einer Stunde erreiche ich den Gipfel. Länger möchte ich bei der Hitze nicht gehen. In Anbetracht der angekündigten Gewitter steige ich aber bald wieder ab.
Nun folgt die anspruchsvolle Abfahrt zum Offensee. Anfangs ist der Weg noch befahrbar, doch dann steige ich ab und schiebe das schwere Rad hinunter. Und das ist tatsächlich sehr mühsam, zumal das Rad gewichtsbedingt eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Gut zwanzig Minuten benötige ich für diesen Abschnitt, dann habe ich endlich wieder eine Forststraße unter den Rädern und rolle leicht bergab bis zum Ufer des Offensees. Badepause.
Dann die Rückfahrt ins Trauntal, ein Genuss, da es nur bergab geht. Unten in Ebensee spüre ich aber wieder die Hitze. Auch neben dem See ist es kaum kühler. Da hilft nur eine letztes Bad kurz vor Altmünster, um die folgenden Kilometer bis nach Attnang zu überstehen.