Kolomansbergrunde / 31.7.2026


Heiß geht es weiter und wieder "flüchte" ich aus dem Zentralraum auf das Land. Ich starte bei der Bahnstation Oberhofen und radle vorerst zum Campingplatz in Zell am Moos, wo ich meine Begleiterin treffe.

In Anbetracht der zu erwartenden Hitze entscheiden wir uns für eine nicht allzu lange Tour auf den Kolomansberg. Die Strecke ist abwechslungsreich und führt stellenweise durch den Wald.

Nach einer längeren Rast (nicht am höchsten Punkt, denn dort steht die Radarstation des Bundesheeres), genießen wir die lange Abfahrt über den Thalgauberg mit kurzem Zwischenstopp bei der Kneippanlage am Vetterbach.

Die letzten Kilometer in der Mittagshitze spulen wir mit etwas mehr Unterstützung rasch ab. So ein E-Bike hat nicht nur bei Steigungen einen Vorteil. Äußerst angenehm ist dann die Abkühlung im Irrsee. Weiter hätte ich heute nicht radeln wollen.

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22222 Kilometer / 30.7.2026

Der nächste heißer Tag. Diesmal radle ich wieder an die Alm zu meinem bevorzugten Badeplatz. Der einzige Nachteil ist derzeit der Schienenersatzverkehr auf der Almtalbahn, was die Rückfahrt um eine Stunde verlängert.

Die nächstgelegene Bahnstation befindet sich in Kirchdorf und dazwischen liegt der Ziehberg. Die Auffahrt zur Ziehberghöhe zieht sich etwas, nomen est omen. Dafür entschädigt die anschließende Abfahrt auf der gut ausgebauten Straße ins Kremstal.

Bei schon tief stehender Sonne beende ich die Fahrt in Kirchdorf. Der Tachostand ist heute um weitere 96 km angewachsen. Der "runde" Wert von 22222, erreicht zu Mittag in Lambach, ist am Abend schon wieder Geschichte.

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Kaltenbachwildnis / 28.7.2026

Wir beginnen die AV-Wanderung bei der Haltestelle Schloss Weyer mit dem Aufstieg am Ortnersteig auf den Grünberg. Zum Glück verläuft der steile Weg großteils im Schatten, sehr angenehm bei der schon am Vormittag herrschenden Hitze.

Nach einer ersten Pause am Grünberg gehen wir in Richtung Gschliefgraben weiter und nähern uns langsam der Kaltenbachwildnis. Bald wird der Steig schmäler, die Wände steiler und die Ausblicke in die Schlucht immer beeindruckender.

An einem schattigen Platz machen wir nochmals eine ausgiebige Rast, steigen dann in Richtung Hoisn ab, machen noch einen Abstecher zum Miesweg und gehen zur Schiffsanlegestelle zurück. Hier gibt es endlich die ersehnte Bademöglichkeit im Traunsee, der mit 24° bereits überdurchschnittlich warm ist.

Zurück geht's dann mit dem Schiff nach Gmunden und mit Bus und Bahn über Attnang nach Linz.

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Sandstrand / 25.7.2026


Baden in der Donau, das klingt etwas ungewohnt. Das Wasser ist trüb, die Strömung ist nicht zu unterschätzen und Badeplätze sind rar. Bei der aktuellen Hitze sollte man aber gewisse Vorurteile einmal vergessen und einen Versuch wagen.

Bei Engelhartszell, etwas unterhalb vom Kraftwerk Jochenstein, direkt am Radweg, befindet sich ein leicht zugänglicher Uferbereich, der nicht nur mit schattenspendenden Bäumen, sondern auch mit einem feinen Sandstrand aufwarten kann.

Der Wasserstand ist niedrig, eine Strömung nicht erkennbar. Vorsichtig steige ich ins Wasser. Der Übergang vom flachen Ufer ins tiefe Wasser verläuft ziemlich abrupt, das sollte man bedenken.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist es aber schon im trüben Wasser zu schwimmen. Optisch ist es jedenfalls sauber und nicht kalt. Für eine kurze Abkühlung an einem heißen Sommertag ideal. Erfrischt setze ich meine Fahrt nach Passau fort.

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Bruderkogel / 20.7.2026

Eine Erstbesteigung in den Rottenmanner Tauern. Wir beginnen beim Parkplatz in Pölsen auf rund 1200 m Höhe. Die Luft ist frisch und rein, eine Wohltat nach den letzten heißen Wochen.

Den Gipfel können wir bereits bei der Anfahrt sehen und wie so oft täuscht der erste Eindruck. Obwohl nur etwas über 1000 Höhenmeter zu überwinden sind, ist der Weg zum Gipfel lang. Besonders die letzten 200 Höhenmeter, wo das Gipfelkreuz schon zum Greifen nahe erscheint, ziehen sich. Aber vielleicht liegt es auch an meiner altersbedingt schwindenden Kondition.

Nach 3 Stunden stehe ich am Gipfel. Die Sicht könnte besser sein und sobald eine tiefhängende Wolke den Gipfel berührt, wird es rasch kalt. Trotzdem ergeben sich zwischendurch immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge.

Im Gipfelbereich fällt mir ein am Boden liegender Wegweiser mit der Aufschrift "2½ Stunden nach St. Johann" auf. Das wäre eine Alternative um nicht am Aufstiegsweg wieder absteigen zu müssen. Mein Begleiter ist von der Idee wenig begeistert bietet mir aber an, mich im Tal beim Gasthaus Bruckenhauser abzuholen. Ich überlege kurz und entscheide mich für den Abstieg ins Unbekannte.

Der Weg ist nicht zu verfehlen, zumal der Verlauf gut zu sehen ist. Zuerst geht es am breiten Kamm leicht bergab zum Korbachkogel (2255 m), von dort zum Steinermandl (2192 m) und dann vorwiegend bergab zur Abzweigung hinunter zur Klacklalm.

Der weitere Weg auf der 5 km langen Forststraße scheint nicht zu enden. Die einzige Abwechslung sind die dort weidenden Kühe, die mich als Eindringling skeptisch beobachten. Mir ist die Situation nicht geheuer, ich gehe schneller, kürze eine Kehre ab und bin froh, endlich das Gatter zu erreichen.

Nach genau 2½ Stunden komme ich zum vereinbarten Treffpunkt, zufällig zeitgleich mit meinem Fahrer, eine Punktlandung.

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Wetterglück / 17.7.2026

Ich starte bei Sonne, bin aber skeptisch. Laut Wetterbericht soll zu Mittag von Westen eine Schlechtwetterfront eintreffen. Das hindert mich aber nicht daran, meine Radtour ins Almtal zu beginnen.

Traun, Wels, Eberstalzell, alles bekannte Orte, durch die ich schon oft gefahren bin. Und trotzdem ist es jedes Mal anders. Pünktlich treffen die ersten dunklen Wolken ein. Laut meiner WetterApp befinde ich mich noch einige Kilometer vor der Niederschlagszelle. Wenn ich zügig weiter radle, könnte ich aber vom Regen verschont werden.

Kurz vor Scharnstein mache ich an der Alm meine überfällige Mittagspause. Ich spüre einige Tropfen und setze mich unter die Sträucher am Ufer. Nach wenigen Minuten ist der Spuk vorbei, die dunklen Wolken ziehen ab. Eine Stunde später scheint die Sonne vom makellos blauen Himmel.

Nach gemütlichen Stunden an der erfrischend kühlen Alm (16°) setze ich meine Fahrt über den Ziehberg nach Kirchdorf fort, wo ich die Tour beende. Außergewöhnlich schön ist dann die Bahnfahrt nach Linz. Beim alten Waggon kann man noch die Fenster öffnen und den Kopf in die kühle Abendluft hinaushalten. Ein Vergnügen mit Ablaufdatum, denn bald werden diese Waggons Geschichte sein.

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Fahrt ins Blaue / 16.7.2026

Bei Hitze ist das Radfahren noch immer die angenehmste Art der Fortbewegung, soferne der Strom nicht ausgeht. Fast wäre mir das heute passiert, aber mit Glück hat sich die Situation doch noch zum Positiven gewandelt. Die Lehre daraus: immer mit vollem Akku wegfahren.

Meine Fahrt geht diesmal ins Kremstal, ohne konkretes Ziel, einfach drauf los. Der Kremstalradweg verläuft meist auf Nebenstraßen ohne nennenswerten Steigungen. Es ist ein angenehmes Radfahren zwischen Wiesen und bereits abgeernteten Feldern.

In Wartberg verlasse ich das Kremstal und mache einen Abstecher auf den Magdalenaberg. Den hätte ich mir aber sparen können, denn die lange Steigung kostet viel Strom. Bis zum Bahnhof in Kirchdorf sollte ich es aber schaffen, zumal es bis Inzersdorf bergab geht.

Dort bleibe ich kurz stehen um auf der App die kürzeste Strecke zu suchen. Und was sehe ich da? Eine E-Bike Ladestation mitten am Ortsplatz mit einem passenden Ladekabel und daneben ein Gasthaus. So ein Zufall, hier bekomme ich Strom für mein Rad und eine Jause für den hungrigen Radler.

Nach einer ¾ Stunde fahre ich weiter, lasse Kirchdorf links liegen und steuere den Stausee in Klaus an. Hier war ich noch nie schwimmen, was ich heute endlich nachhole. Ohne Eile und mit genug Strom im "Tank" radle ich später zur Bahnstation in Klaus zurück, wo ich meine Fahrt ins Blaue beende.

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Triathlon / 13.7.2026

194 Kilometer mit der Bahn, 50 km mit dem Rad und 8 km zu Fuß, ein ungewöhnlicher Triathlon der es mir aber relativ einfach ermöglicht, erstmals "meine" Hütte im Gesäuse zu besuchen.

Die Bahnfahrt nach Ardning ist der gemütliche Auftakt für den heutigen Tag. Von dort geht's auf zwei Rädern weiter, zuerst nach Admont, dann zum Parkplatz Haindlkarhütte, wo ich nach 25 km das Rad abstelle.

Nun beginnt die langsamste Art der Fortbewegung, das Gehen. Meine Wanderung führt mich zuerst zum Erlebniszentrum Weidendom. Dort biege ich auf den Sagenweg in Richtung Johnsbach ab und folge diesem fast eben bis zur nächsten Abzweigung, wo ich erstmals einen Blick zur Gsengscharte habe.

Der erste Eindruck ist ernüchternd. Vor mir liegt ein breites, schattenlosen Kar mit Unmengen an Geröll. Der Aufstieg um die Mittagszeit ist suboptimal und das Gehen auf den losen Steinen mühsam. Weiter oben wird es aber besser, wahrscheinlich liegt es auch an der herrlichen Aussicht. Imposante Felswände links und rechts und dazwischen der schmale Steig, der vor der Scharte mit einem Seil entschärft wurde.

Oben ändert sich dann das Bild. Ich blicke in ein weites, eher flaches Kar und kann bereits die Haindlkarhütte sehen. Dahinter fast senkrechte Felswände, wo der berühmte Peternpfad durch die Felsen führt, unglaublich.

Rasch bin ich unten bei der Hütte und genieße das Essen und den einmaligen Ausblick. Woher der Name der Hütte und des Kars stammt, kann mir die Wirtin allerdings nicht sagen, mit meinen Vorfahren dürfte es aber nichts zu tun haben. Schade, aber vielleicht kann ich das noch aufklären.

Nach einem abschließenden Kaffee mit Kuchen steige ich in einer Stunde zum Ausgangspunkt ab. Dann radle ich mit dem kühlenden Fahrtwind im Gesicht nach Ardning zurück, wo ich nach kurzer Wartezeit in den fast leeren Zug nach Linz steige.

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Drei Gipfel und ein Bergsee / 10.7.2026


Dank einer Mitfahrgelegenheit erspare ich mir heute die teilweise sehr steile Auffahrt von Rottenmann zum Ausgangspunkt der Wanderung. Vor drei Jahren bin ich ja mit dem Rad "angereist" und soweit ich mich erinnern, war die Straße damals in einen besseren Zustand .... aber vielleicht täusche ich mich.

Mit einem ungefähren Plan im Kopf gehen wir los. Am ersten Gipfel - Stein am Mandl - stehen wir nach etwa 1¾ Stunden. Es ist etwas windig und wir verlegen die Gipfelrast nach weiter unten bevor der Weg wieder ansteigt zum Seegupf, ein leicht erreichbarer Gipfel am Weg zur Hochhaide. Spätestens hier ist es angebracht uns über die weitere Route Gedanken zu machen.

Bis zur Hochhaide ist es noch weit und der anschließende Abstieg zur Singsdorferalm lang. Wäre zwar machbar, das ist dann aber doch ein ambitioniertes Vorhaben. Nach kurzer Erörterung der anderen Möglichkeiten entscheiden wir uns einstimmig für folgende Genussvariante.

Wir gehen noch bis zum Diewaldgupf, dann zurück zur Seescharte, hinunter zum Globuckensee und machen dort eine Badepause.

2¼ Stunden später schwimme ich im gar nicht so kalten Bergsee, der sogar mit dem Luxus eines einfachen Badestegs aufwarten kann. Diesen könnte man auch als Stand-Up-Paddle zweckentfremden und damit den kleinen See befahren. Nur sitzen und rasten ist aber auch ganz schön.

Erfrischt und vom Schweiß befreit gehen wir anschließend zur Rottenmanner Hütte, die sich für eine Rast vorzüglich eignet, liegt sie doch nur mehr eine halbe Stunde vom Ausgangspunkt entfernt. Und diese kurze Strecke ist auch mit vollem Magen zu schaffen.

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