Die Bahnfahrt nach Ardning ist der gemütliche Auftakt für den heutigen Tag. Von dort geht's auf zwei Rädern weiter, zuerst nach Admont, dann zum Parkplatz Haindlkarhütte, wo ich nach 25 km das Rad abstelle.
Nun beginnt die langsamste Art der Fortbewegung, das Gehen. Meine Wanderung führt mich zuerst zum Erlebniszentrum Weidendom. Dort biege ich auf den Sagenweg in Richtung Johnsbach ab und folge diesem fast eben bis zur nächsten Abzweigung, wo ich erstmals einen Blick zur Gsengscharte habe.
Der erste Eindruck ist ernüchternd. Vor mir liegt ein breites, schattenlosen Kar mit Unmengen an Geröll. Der Aufstieg um die Mittagszeit ist suboptimal und das Gehen auf den losen Steinen mühsam. Weiter oben wird es aber besser, wahrscheinlich liegt es auch an der herrlichen Aussicht. Imposante Felswände links und rechts und dazwischen der schmale Steig, der vor der Scharte mit einem Seil entschärft wurde.
Oben ändert sich dann das Bild. Ich blicke in ein weites, eher flaches Kar und kann bereits die Haindlkarhütte sehen. Dahinter fast senkrechte Felswände, wo der berühmte Peternpfad durch die Felsen führt, unglaublich.
Rasch bin ich unten bei der Hütte und genieße das Essen und den einmaligen Ausblick. Woher der Name der Hütte und des Kars stammt, kann mir die Wirtin allerdings nicht sagen, mit meinen Vorfahren dürfte es aber nichts zu tun haben. Schade, aber vielleicht kann ich das noch aufklären.
Nach einem abschließenden Kaffee mit Kuchen steige ich in einer Stunde zum Ausgangspunkt ab. Dann radle ich mit dem kühlenden Fahrtwind im Gesicht nach Ardning zurück, wo ich nach kurzer Wartezeit in den fast leeren Zug nach Linz steige.