Obwohl es vor einigen Tagen geschneit hat, ist die Schneedecke schon sehr dürftig, der Boden ist einfach schon zu warm. Warm ist es auch bei der Hintersteineralm. Kurzärmelig lässt es sich aber gut aushalten. Trotzdem bin ich froh, dass ich im Kerngraben im Schatten gehen kann.
Weiter oben lichtet sich der Wald und der imposante Wiederlechnerstein rückt immer mehr ins Blickfeld. Die Gegend gefällt mir und auch die Aufstiegsspur weist eine angenehme Steigung auf.
Nach knapp 3½ Stunden erreiche ich das Frauenkar, für mich heute der höchste Punkt. Dass ich vor 16 Jahren hier noch weiter in Richtung Warscheneck aufgestiegen bin, wundert mich heute noch.
Ins Tal hinunter geht es nun wesentlich schneller, daran kann auch der kurze Gegenanstieg zum Linzerhaus nichts ändern. In Anbetracht des schweren Schnees reicht es mir jetzt mit den harten Schuhen und dem schweren Rucksack in die Berge zu gehen.