Es reicht / 27.2.2026

Bei den aktuell viel zu milden Temperaturen kann man dem Schnee direkt beim Schmelzen zusehen. Trotzdem gebe ich das Schifahren noch nicht auf und fahre mit Bim, Bahn und Bus zur Landesgrenze. Es ist sehr angenehm eine Schitour ohne Parkplatzsorgen zu beginnen.

Obwohl es vor einigen Tagen geschneit hat, ist die Schneedecke schon sehr dürftig, der Boden ist einfach schon zu warm. Warm ist es auch bei der Hintersteineralm. Kurzärmelig lässt es sich aber gut aushalten. Trotzdem bin ich froh, dass ich im Kerngraben im Schatten gehen kann.

Weiter oben lichtet sich der Wald und der imposante Wiederlechnerstein rückt immer mehr ins Blickfeld. Die Gegend gefällt mir und auch die Aufstiegsspur weist eine angenehme Steigung auf.

Nach knapp 3½ Stunden erreiche ich das Frauenkar, für mich heute der höchste Punkt. Dass ich vor 16 Jahren hier noch weiter in Richtung Warscheneck aufgestiegen bin, wundert mich heute noch.

Ins Tal hinunter geht es nun wesentlich schneller, daran kann auch der kurze Gegenanstieg zum Linzerhaus nichts ändern. In Anbetracht des schweren Schnees reicht es mir jetzt mit den harten Schuhen und dem schweren Rucksack in die Berge zu gehen.

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Umweg zum Almsee / 25.2.2026

Heute bin ich auf der Suche nach einem guten Platz für Fotos von der steilen Nordseite des Toten Gebirges. Dafür scheint mir die Gegend um den Wolfsberg ganz gut geeignet zu sein.

Ich beginne meine Erkundungstour beim Jagersimmerl und umrunde zuerst den Wolfsberg. Die Forststraße hat nur eine geringe Steigung und auf etwa 810 Meter Höhe geht es wieder bergab. Hier habe ich erstmals einen schönen Blick zum Toten Gebirge, aber es sollte noch besser werden.

Bei der nächsten Kreuzung halte ich mich links und gehe nun wieder bergauf bis zu einem Hochstand. Ab hier weglos bis zum Waldrand, wo ich den Aufstieg beende. Und wie erhofft gibt es hier einige gute Fotostandpunkte, allerdings ist das Licht um die Mittagszeit nicht gut geeignet. Hier sollte man besser zeitig in der Früh die Kamera auf die umliegenden Berge richten.

Abschließend gehe ich zur Seeklause hinunter, umrunde den Almsee und beende die Wanderung bei der Haltestelle Schwarzenbrunn.

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Ein Land im Winterschlaf / 20.2.2026


Das Gebiet nördlich von Summerau an der Grenze zu Tschechien gehört nicht zu den Instagram Hotspots von Oberösterreich. Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern, denn dafür bietet die Gegend einfach zu wenig. Mir kann das nur recht sein, denn gerade "das Wenige" hat seinen Reiz, besonders wenn das Land im Winterschlaf liegt.

Nur vom Schnee ist nicht zu wenig vorhanden, ganz im Gegenteil. In der Nacht hat es geschneit und die Wanderwege sind als solche nicht mehr zu erkennen. Ohne Schneeschuhe (die liegen in der warmen Garage) ist das Gehen etwas mühsam und ich muss meine ursprünglich beabsichtigte Wanderung etwas verkürzen.

Am frühen Nachmittag komme ich nach Vorderkönigschlag (76 Einwohner / Stand 1.1.2025), wo sich neben einigen Häusern auch eine Bushaltestelle befindet. Und ich habe Glück, denn der nächste Bus nach Bad Leonfelden (mein ursprüngliches Ziel) kommt in 15 Minuten.

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Nichts Besonderes / 9.2.2026


Der Wetterbericht prognostiziert viele Nebel über Oberösterreich. Nur ganz im Süden besteht die Chance auf einige Sonnenstunden. Also fahre ich wieder mit Bahn und Bus zur Landesgrenze, wo es von der Früh weg sonnig ist.

Da ich keinen besonderen Plan habe, "vertrödle" ich viel Zeit auf der Hintereggeralm und kehre nach fünf Stunden und knapp 10 km wieder zum Ausgangspunkt zurück.

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Hoher Trailing / 2.2.2026


Er ist lediglich 1237 m hoch, liegt etwas abseits vom "Schuss" und ist nur auf einem unmarkierten Steig zu erreichen. Der einzige (?) Pluspunkt ist die wunderbare Aussicht, die ich aber bisher nur von einem Foto kenne.

Den Ausgangspunkt in Molln erreiche ich bequem mit Bahn und Bus. Bis zum Annerstal gehe ich auf der Landesstraße. Die Gegend wirkt verlassen und irgendwie düster, wahrscheinlich liegt das auch an den tief hängenden Wolken.

Nach genau 4 km zweige ich in den Wald ab. Der Steig ist hier kaum zu erkennen aber die Richtung stimmt. Weiter oben, nach der zweiten Forststraßenquerung, wird es besser. Der jetzt mit Stoamandl markierte Weg ist gut zu erkennen und auch die Sonne hat mittlerweile die Oberhand gewonnen.

Und dann taucht plötzlich der Gipfelfelsen vor mir auf. Hier geht es noch einmal steil hinauf, dann stehe ich beim Kreuz. Und der Ausblick ist tatsächlich beeindruckend.

Der höchste Punkt liegt etwa 100 Meter weiter östlich im Wald. Von dort könnte man auch auf der Ostseite des Berges absteigen. Ob sich das lohnt, bezweifle ich aber nach einer kurzen Erkundung. Ich steige daher wieder entlang des Aufstiegsweges bis zur Forststraße ab und gehe auf dieser fast immer in der Sonne nach Molln zurück.

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