Die Auffahrt zum Hengstpass ist um diese Jahreszeit eine ruhige Angelegenheit. Fünf Autos haben mich auf 11 km überholt. Kurz unterhalb der Passhöhe biege ich auf die Mountainbikeroute zur Dörflmoaralm ab, wo ich das Rad für die nächsten Stunden abstelle.
Mein erstes Zwischenziel ist der Wasserklotz, den ich vor fast 32 Jahren zum ersten Mal bestiegen habe. Nachher finde ich nur drei Besteigungen in meinen Aufzeichnungen, alle bei Schnee. Ich bin daher schon gespannt, wie der Sommerweg aussieht.
Beim Ahornsattel zweigt der Weg ab. Teilweise etwas steiler komme ich rasch höher und erreiche nach einer guten Stunde von der Nordseite den Gipfel. Die Aussicht ist tatsächlich - wie in allen Beschreibungen erwähnt - vom Feinsten. In der warmen Herbstsonne genieße ich die Rast, dann steige ich westseitig ab.
Der Weg führt nun am breiten Rücken bis zu einer Abzweigung, wo es rechts zum Ahornsattel hinunter geht. Ich gehe aber geradeaus auf einem gut erkennbaren Steig bis zum Astein weiter. Der kleine Felsengipfel bietet ebenfalls eine schöne Aussicht, zum längeren Rasten ist er aber weniger geeignet. Das habe ich aber auch gar nicht vor.
Anschließend gehe ich wieder zur Abzweigung zurück und steige über den Ahornsattel zur Alm ab. Von dort in schöner Fahrt zum Haslersgatter und mit einem freiwilligen Umweg durch das Salzatal zum Ausgangspunkt zurück.