Kurz vor 9 Uhr gehe ich los. Ich möchte heute zur Seethalerhütte aufsteigen. Da ich mich alleine auf einem Gletscher bewege ist es sehr angenehm auf einer sicheren Ratracspur gehen zu können.
Gegen Mittag komme ich zur Hütte. Der Pächter ist gerade mit der Wasserversorgung beschäftigt, aber sonst ist es ruhig. Mit Blick zur imposanten Dachsteinsüdwand genieße ich mein Jausenbrot und den mittlerweile nur mehr lauwarmen Tee. Ich freue mich schon auf die Abfahrt auf der frisch präparierten "Piste" über den Hallstätter Gletscher.
Die folgenden drei Kilometer Abfahrtsgenuss vergehen leider viel zu schnell. Da hilft nur mehr eines: Felle aufziehen und nochmals aufsteigen. Bis zur Seethalerhütte ist es mir aber zu weit. Etwas näher liegt die Steinerscharte, ein lohnender Abstecher, der nur zum Schluss etwas steiler und im freien Gelände verläuft. Der Lohn für die Mühe ist ein herrlicher Blick auf den Gosaugletscher und eine kurze Pulverschneeabfahrt bis zur "Piste".
Vergleichsweise gemütlich geht es dann bis zum Schöberl hinunter, wo ich wie beim Aufstieg die Schi abschnalle um eine kurzes felsiges Stück belagschonend zu passieren.
Kurz vor 16 Uhr bin ich wieder beim Ausgangspunkt. Gerade noch rechtzeitig um die Dachsteinkapelle im Nachmittagslicht fotografieren zu können. Um 18 Uhr wird das Abendessen für uns (5 Gäste) serviert. Und obwohl heute Faschingsdienstag ist, herrscht eine angenehme Ruhe in der Unterkunft. Lediglich das Pfeifen des Windes ist manchmal zu hören.