Geschafft / 18.12.2023


Unschlüssig wegen der Schneelage entscheide ich mich für eine eher einfache Wanderung auf den "nur" 1402 m hohen Zwillingskogel. Meine Überlegung: südseitig wird auf Grund des Regens der letzten Tage sowie der Plusgrade nur mehr wenig Schnee liegen.

Wie schon öfters beginne ich die Tour bei der Bahnstation in Grünau. Nach dem ersten schattigen Abschnitt komme ich bald in die Sonne, treffe dort auf die ersten harmlosen Schneereste und auf ein handgemaltes Hinweisschild, auf dem unter anderem auf die Gefahr von Nassschneelawinen hingewiesen wird. Dass diese Warnung nicht unbegründet ist, zeigt sich ¼ Stunde später. Eine kleine Lawine hat den Weg verschüttet. Die Reste sind hart gefroren aber problemlos zu überqueren.

Vorsichtig gehe ich weiter. Der Schnee wird jetzt mehr und ich schnalle die Grödel an die Schuhe. Trotz der Eisen ist der Aufstieg im teilweise knietiefen Schnee sehr mühsam und mir kommen erste Bedenken, ob ich es überhaupt bis zum Gipfel schaffe.

Während ich wieder einmal kurz raste, kommt von unten eine junge Frau, die genauso wie ich von der Schneemenge überrascht wurde.

Abwechselnd spuren wir nun den steilen Hang hinauf, erreichen bald den Kamm und queren dort in Richtung Gipfel. Und obwohl eine alte Spur vorhanden ist, sinken wir immer wieder tief ein.

Nach 3½ Stunden stehe ich am Zwillingskogel. "Geschafft" steht dort auf einem Stein, sehr treffend.

Bilder