Vom Karrenfeld zum Kühfeld / 30.9.2026

Diesmal bin ich besser vorbereitet, denn ein nochmaliges Scheitern an diesem doch relativ einfachen Berg möchte ich unbedingt vermeiden. Und da ich heute nicht auf den Bus angewiesen bin, habe ich gleich eine komplett andere Runde zusammengestellt.

Ausgangspunkt ist die Hintereggeralm, wo wir bereits beim Parkplatz den Aufstiegsweg zum ersten Gipfel sehen können. Sehr steil geht es hier zum Nazogl hinauf, was sich beim Näherkommen aber etwas relativiert. Ja, die Südflanke ist wirklich steil, aber der Weg ist so geschickt angelegt, dass man davon nicht sehr viel bemerkt. Der Traunstein ist jedenfalls unangenehmer zu besteigen.

Nach etwa 2½ Stunden stehen wir beim Gipfelkreuz. Die Aussicht ist immer wieder beeindruckend. Hier könnte man lange sitzen und "nur" schauen, beispielsweise zum Angerkogel. Noch besser ist es aber, wenn man gleich dorthin geht. Es ist nur ein Katzensprung und schon stehen wir auch auf diesem Gipfel.

Wir machen die üblichen Gipfelfotos und steigen dann nördlich zur verfallenen Angereralm ab. Dieser Abschnitt gefällt mir besonders gut, da man immer die Hochmölbing- und Warscheneckgruppe vor Augen hat. Der weitere Weg bietet dann weniger Ausblicke, dafür aber ein riesiges Karrenfeld, das wir uns etwas genauer ansehen.

Langsam nähern wir uns dem Kühfeld. Aufmerksam halten wir jetzt nach Steigspuren Ausschau und entdecken nach einer kurzen Gegensteigung tatsächlich so etwas wie einen Pfad. Und wir haben Glück: Hier geht es tatsächlich in Richtung Gipfel hinauf. Allerdings muss man stellenweise schon sehr genau schauen, damit man nicht einer Wildspur folgt (was uns einmal passiert ist). Weiter oben nimmt die Steigung ab und dann sehen wir auch schon das kleine Holzkreuz vor uns. Jetzt noch ein paar Schritte, dann haben wir es geschafft.

Für eine längere Rast fehlt uns heute leider die Zeit. Wir machen noch ein paar Erinnerungsfotos, dann beginnen wir den Rückweg zur Hintereggeralm. Eineinhalb Stunden später stoßen wir im schönsten Nachmittagslicht bei der Kinkhütte auf unsere gelungene Erstbesteigung an.

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Der lange Weg zum Hochsengs / 28.9.2026

Beim Blättern in meinem alten Tourenbuch fällt mir auf, dass ich noch nie den Hochsengs von der Südseite bestiegen habe. Ich war zwar mehrmals im Zuge der Überschreitung am Gipfel, den einzigen Besteigungsversuch vom Teichltal aus musste ich 2015 aber aufgrund der Schneelage abbrechen.

Heute sind die Bedingungen aber anders. Bei bestem Herbstwetter nehme ich den gleichen Weg wie vor neun Jahren und erreiche nach 4¼ Stunden den Gipfel. Die letzten 100 Meter haben mich viel Kraft gekostet, die bei der langen Rast aber langsam wieder zurückkehrt. Diese kann ich auch brauchen, denn der Abstieg ins Tal ist lang.

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100 Meter / 26.9.2026


Wieder einmal steige ich in Ardning aus dem Zug. Es ist nebelig und feuchtkalt – also richtig herbstlich. Mein Ziel ist der Kitzstein und, falls möglich, der Übergang zum Lahnerkogel mit anschliessendem Abstieg zum Pyhrnpass. Ob ich mir die kurze, aber luftige Passage zwischen den beiden Gipfeln heute zutraue, wird sich zeigen.

Vorerst gehe ich aber in 2½ Stunden zum Rossfeldboden, vorwiegend auf Forststraßen mit wenig Aussicht. Aber dann ändert sich das Bild: Der Weg führt jetzt steil und meist in der Falllinie die Südflanke hinauf. Besonders wohl fühle ich mich hier nicht, denn ich bevorzuge sanftere Anstiege. Schließlich erreiche ich aber doch problemlos den Kitzstein und genieße erst einmal die herrliche Aussicht.

Dann liegt der zwar kurze, aber etwas luftige Übergang zum Lahnerkogel vor mir. Schaut eigentlich nicht so schwierig aus. Konzentriert und ohne in die Tiefe zu blicken, gehe ich weiter. Es sind nur 100 Meter bis zu einem Felskopf – technisch einfach, aber für mich trotzdem grenzwertig. Daher bin ich auch erleichtert, als diese Stelle hinter mir liegt und ich wieder einen „normalen“ Weg vor mir sehe.

Wenig später komme ich zum Lahnerkogel, auf dem ich schon öfter gestanden bin. Heute ist es aber anders, denn hinter mir liegt eine Überschreitung, die ich schon lange machen wollte und heute realisieren konnte.

Dann beginne ich den westseitigen Abstieg: zuerst im freien Gelände an der Lawinenverbauung vorbei, später im Wald hinunter zur Fuchsalm. Nach einer kurzen Trinkpause (Gösser) erreiche ich zehn Minuten vor der Abfahrt die Bushaltestelle.

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Über den Brandberg zum Almsee / 23.9.2026


Mit 1074 m Höhe ist der Brandberg einer der Nebenschauplätze im Almtal. Einen markierten Weg zum Gipfel gibt es nicht, wohl aber ein schlichtes Kreuz. Aufgrund des Geländes dürfte der Aufstieg aber nicht allzu schwierig sein.

Ich beginne meine Rundwanderung beim Jagersimmerl. Nur leicht ansteigend gehe ich zuerst nördlich um den Berg und komme nach einer Stunde in den Bereich des Vorderen Springbaches. Ich könnte hier weiter auf der Forststraße bleiben, entscheide mich aber für die „Abkürzung“ über die Ostflanke. Der folgende weglose Aufstieg im teilweise hohen Gras ist mühsam und wahrscheinlich auch kein Zeitgewinn.

Nach 2¼ Stunden stehe ich am flachen Gipfel. Wie erwartet ist die Aussicht direkt beim Kreuz aufgrund der Bäume eingeschränkt, weiter unten könnte sie besser sein. Vorsichtig steige ich auf der Westseite ab und finde tatsächlich einen schönen Aussichtspunkt. Für eine längere Rast ist es mir hier aber zu luftig. Aber weiter unten am Ende einer Forststraße gibt es ihn: den perfekten Jausenplatz mit Almseeblick.

Der Rückweg bzw. Abstieg zum See zieht sich dann etwas, da ich aufgrund der Erfahrung beim Aufstieg auf eine Abkürzung verzichte. So kommen am Ende insgesamt 12,5 km zusammen.

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Wandlkogel im zweiten Anlauf / 15.9.2026


Der Wandlkogel steht schon einige Jahre auf meiner Wunschliste. Der erste und bisher einzige Besteigungsversuch liegt bereits Jahre zurück. Damals musste ich am Fuße des Felsens umkehren und nahm mir fest vor, im nächsten Jahr wiederzukommen. Ein Irrtum, wie sich jetzt nach 15 Jahren herausstellt.

Diesmal beginne ich meinen Aufstieg im Hauergraben. Zuerst geht es zum Durchgang hinauf. Der Weg ist stellenweise etwas rutschig, was im schattigen und feuchten Graben aber kaum verwunderlich ist. Nach einer kurzen Trink- und Fotopause steige ich wieder ein Stück ab, bis ich auf eine Forststraße treffe, der ich bis zum Gsolberg folge.

An einer geeigneten Stelle steige ich weglos zum breiten Kamm hinauf und erreiche schon nach kurzer Zeit den höchsten Punkt. Ein schlichtes Naturkreuz markiert den Gipfel. Ich gehe weiter und stoße wenig später wieder auf die Forststraße, von der aus ich den Wandlkogel schon sehen kann. Um dorthin zu gelangen, muss ich allerdings noch ein Stück absteigen. Gelegentlich entdecke ich Steinmarkierungen, besonders hilfreich sind sie aber nicht.

Nach dem tiefsten Punkt bleibe ich immer am Kamm und folge nun den eindeutig erkennbaren Steigspuren. Schließlich komme ich zum Felsaufbau des Wandlkogels. Der Steig verläuft hier aber nicht knapp am Felsen, sondern führt etwas unterhalb vorbei. So lässt sich diese Stelle einfach bewältigen. Allerdings liegt jetzt noch der eigentliche Aufstieg vor mir.

Anfangs ist das Gelände zwar steil, aber nicht ausgesetzt. Dann komme ich zum Übergang zum Kreuz – eine zwar kurze, aber für mein Empfinden recht luftige Stelle. Nach einer kurzen Verschnaufpause gehe ich konzentriert weiter. Geschafft!
 
Am Gipfel ist dann wieder mehr Platz, so richtig wohl fühle ich mich hier oben aber nicht. Ich mache noch einige Fotos und steige vorsichtig zum Wandfuß ab, wo ich völlig entspannt eine lange Pause einlege.

Der Rückweg entspricht dann der Aufstiegsroute, allerdings halte ich mich vor dem Gegenanstieg eher rechts, um nicht zu viel an Höhe zu verlieren.

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Laglsberg / 12.9.2026

Ein Besuch der Zeller Hütte gehört schon fast zum jährlichen Standardprogramm. Es ist auch wirklich sehr angenehm, dort auf der sonnigen Terrasse zu sitzen und auf die bekannten Gipfel des Stodertales zu blicken. Vor dem Genuss warten aber noch zwei Gipfel auf meine Besteigung.

Zuerst besuche ich den Schallerkogel, der fast am Weg liegt und eine herrliche Aussicht ins Loigistal bietet. Dann gehe ich weiter, passiere die 2000er-Marke und stehe kurz darauf am Lagelsberg. Auch dieser Gipfel ist ein erstklassiger Aussichtsberg.

Der kalte Wind und die Vorfreude auf eine heiße Suppe beschleunigen meinen Abstieg zur Hütte. Dort ist es windstill und warm – eine gute Kombination, wenn man noch vor einer halben Stunde mit Mütze und Jacke unterwegs war.
Beim Rückweg umrunde ich noch den Schafferteich, einschließlich Probeliegen im Himmelbett mit Seeblick. Zum Baden ist mir das Wasser allerdings zu trüb und so richtig erhitzt bin ich auch nicht.

Der letzte Abschnitt führt zuerst auf der Straße, dann über Wiesen direkt in die Ortsmitte von Vorderstoder. Der pünktliche Bus bringt mich zur Bahnstation Hinterstoder, wo ich in den pünktlichen Zug einsteige, der überpünktlich – nämlich eine Minute zu früh – in Linz ankommt.

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Über den Rinnerkogel zum Wildensee / 6.9.2026

Etwa 1.350 Höhenmeter liegen vor mir – also kein Spaziergang. Ohne nennenswerten Höhengewinn gehe ich zuerst entlang des Offensees bis zu einer kleinen Brücke, die über einen derzeit wasserlosen Bach führt. Ab hier beginnt der eigentliche Anstieg.

Da ich meine Kräfte einteilen muss, drossle ich das Tempo und steige gleichmäßig bis zur Abzweigung des unmarkierten Steiges kurz vor der Rinnerhütte auf. Nach einer kurzen Trinkpause gehe ich weiter. Der Wegverlauf ist gut zu sehen, auch eine gelbe Markierung gibt es fallweise. Beim Blick nach oben könnte man den Eindruck gewinnen, dass bald die ersten Kletterpassagen kommen. Ein Irrtum, zum Glück! Denn der Steig schlängelt sich geschickt zwischen den Felsen und kurzen grasigen Abschnitten in die Höhe.

Auf etwa 1.900 Metern Höhe ändert sich die Landschaft. Fast flach gehe ich – immer das imposante Kreuz im Blick – die letzten Meter zum Gipfel hinauf. Nach 4¼ Stunden erreiche ich den höchsten Punkt. Die Aussicht ist hervorragend, die Gipfeljause ebenso.

Beim Abstieg nehme ich den Normalweg und mache noch einen Abstecher zum Wildensee. Ohne lange zu zögern, springe ich in das 16 Grad kalte Wasser und schwimme eine kleine Runde – einfach herrlich!

Erfrischt beginne ich dann den langen Abstieg ins Tal. Leider geht sich die Einkehr bei der Rinnerhütte diesmal nicht mehr aus, dafür ist mein Zeitplan zu straff. Das ist aber auch schon der einzige Nachteil bei Touren mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

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Grenzsteine / 2.9.2026

Nach einer entspannten Fahrt steige ich in Putzleinsdorf aus dem Bus und beginne meine Wanderung am Böhmischen Jakobsweg mit einer Kaffeepause. Vor der Bäckerei sitzend lasse ich die Idylle des kleinen Ortes auf mich wirken. Was für ein Kontrast zum hektischen Treiben in Linz! Dann gehe ich endlich los.

Um zum nächsten Ort zu gelangen, muss ich 200 Höhenmeter überwinden. Der gut beschilderte Weg führt zuerst auf Nebenstraßen, später auf einem Waldweg zu den ersten Häusern von Pfarrkirchen. Dort treffe ich zwei Radfahrer aus Bayern, die den Jakobsweg mit dem Fahrrad von Krumau nach Passau befahren. Wir unterhalten uns eine Zeitlang und tauschen Erfahrungen aus. Solche Treffen sind selten und ich kann mich nur an zwei weitere Begegnungen in den letzten Jahren erinnern. Auf den Hauptrouten in Spanien schaut das aber ganz anders aus.

Es folgt ein längeres Bergabstück zum Rannastausee. Mittlerweile stellt sich ein erstes Hungergefühl ein und ich halte Ausschau nach einem Rastplatz. Wenig später sitze ich in einer Hängematte und genieße die Pause. So ein Glück hat man selten! Ausgeruht gehe ich nach Neustift weiter und biege am Ortsende in den Wald ab.

Bald tauchen die ersten Grenzsteine auf. 54 hat es seinerzeit gegeben, wie ich auf einer Schautafel nachlesen kann. Dann komme ich zur Ruine Neujochenstein. Viel ist hier nicht mehr zu sehen, aber immerhin etwas mehr als von der Ruine Altjochenstein.

Den Jakobsweg habe ich mittlerweile verlassen, denn der führt oberhalb der Donau nach Gottsdorf weiter. Ich gehe aber aufgrund der besseren Verkehrsanbindung zum Kraftwerk hinunter, wo nach kurzer Wartezeit der Bus nach Linz kommt.

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