Mölbegg / 25.9.2023

Ein 2000er in der Steiermark von Linz aus ohne Auto. Ein Selbstversuch.

Pünktlich verlässt der REX um 6:57 den Linzer Bahnhof und kommt fahrplanmäßig um 8:51 in Liezen an. Ich schiebe mein Rad aus dem Zug (Niederflurfahrzeug) und radle am Ennsradweg R7, der fast am Bahnhof vorbeiführt, in Richtung Westen los. Es ist noch ziemlich kalt im nebeligen Ennstal und ich ziehe alles an, was ich in den beiden Packtaschen finden kann.

In Irdning verlasse ich den R7 und biege nach Donnersbach ab. Entgegen meiner Befürchtung ist hier kaum Verkehr. Die Straße steigt nur ganz leicht an und bald radle ich in der Sonne.

Nach 24 km komme ich zur Abzweigung zur Planneralm. Jetzt hat das gemütliche Dahinradeln ein Ende, denn nun geht es durchgehend bergauf bis zum Parkplatz "Hochbär" auf 1256 m Höhe. Hier stelle ich mein Rad ab, verwandle eine Packtasche in einen Rucksack und gehe los.

Gut 800 hm sind es bis von hier bis zum Mölbegg. Der Weg ist angenehm zu begehen, zuerst im Wald und später über freie Hänge ohne ausgesetzte Stellen, so hab ich es gern. Dazu noch eine wunderbare Aussicht, die mit jedem Meter besser wird. 

Nach etwa 2 Stunden stehe ich am Gipfel des Mölbegg, ein Paradeaussichtsberg im Ennstal. Und das vollkommen zu Recht, denn so einen 360° Panoramablick bekommt man nicht jeden Tag zu sehen.

Nach einer ausgiebigen Rast steige ich entlang des Aufstiegsweges zu meinem Fahrrad ab, verwandle den Rucksack wieder in eine Packtasche und fahre vorsichtig die kurvenreiche Straße nach Donnersbach hinunter. Mit heißen Bremsen parke ich vor dem örtlichen Lebensmittelgeschäft ein und kaufe mir noch schnell eine Jause.

In der warmen Nachmittagssonne radle ich dann am R7 nach Liezen zurück und erreiche gerade noch den Zug nach Linz. Versuch gelungen, aber das nächste Mal werde ich erst im Zug die Jause essen.

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