Punktlandung / 29.8.2026

Am Hofalmsattel

Nachdem die letzte Wanderung nicht ganz optimal verlaufen ist, bleibe ich heute auf vertrautem Terrain. Auf markierten Wanderwegen gehe ich von der Steiermark (Ardning) nach Oberösterreich (Spital am Pyhrn) – da kann diesmal wirklich nichts schiefgehen!

Da ich es nicht eilig habe, genieße ich ausgiebig die kulinarischen Pausen: Zu Mittag auf der Ardningalm und am Nachmittag auf der Hofalm.

Schließlich liegen 15 km und 830 hm hinter mir, als ich 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges bei der Bahnstation ankomme. Eine Punktlandung. So soll's sein!

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Freier Seezugang / 27.8.2026

Zwecks Erholung von meiner letzten Wanderung verlege ich mich heute wieder aufs Radfahren. Einfallslos – aber trotzdem immer wieder schön – ist der Traunsee mein Ziel. Außerdem gibt es dort noch einen Badeplatz, den ich besuchen möchte.

Etwas abweichend von meiner sonstigen Strecke wähle ich ab Lambach spontan eine Route weiter östlich des beschilderten Radwegs. Besser wäre es jedoch gewesen, die Route schon zu Hause zu planen, um nicht erst während der Fahrt an jeder zweiten Kreuzung auf die Karte oder das Handy schauen zu müssen. Aber ich habe es ja nicht eilig – nervig ist es trotzdem.

Um die Mittagszeit komme ich nach Gmunden. Im Zentrum ist heute viel los, da gerade für den bevorstehenden Töpfermarkt aufgebaut wird. Ich fahre ein Stück weiter bis zum Ende der Esplanade, wo sich die Freizeitanlage „Lehenaufsatz“ befindet. Ich bin positiv überrascht, dass es hier einen so schönen öffentlichen Seezugang gibt. Nach einer ausgiebigen Badepause radle ich zum nächsten Badeplatz weiter: die Bräuwiese in Traunkirchen.

Hier hat sich seit meiner Jugend wenig verändert. Nur die schattenspendenden Bäume waren in den 1970er-Jahren noch nicht vorhanden. Dafür gab es damals einige unangenehme Schlingpflanzen in Ufernähe, von denen heute nichts mehr zu sehen oder zu spüren ist.

Anschließend radle ich gemütlich nach Ebensee weiter, wo ich die Ausfahrt nach 94 Kilometern beende.

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Ziel verfehlt, Kilometer verdoppelt / 24.8.2026


Ich fahre nach längerer Zeit wieder mit Bahn und Bus zur Landesgrenze. Mein Ziel ist das 1,5 km östlich vom Angerkogel gelegene Kühfeld. Etwa 1000 hm sind dabei zu überwinden, die letzten allerdings weglos. So schwierig kann das nicht sein.

Nach einer guten Stunde komme ich zur Hintereggeralm und biege dort auf den Weg 287 zur Alblhütte ab. Hier kann ich erstmals die abweisende Südseite des Kühfelds sehen. Der unmarkierte Steig zum Gipfel soll sich aber etwas weiter westlich befinden.

Ich gehe weiter, schaue nach einer Abzweigung, werde aber nicht fündig. Den Steig dürfte ich übersehen haben. Ich gehe wieder zurück, schaue nochmals ganz genau, ob irgendwo eine Abzweigung oder Markierung zu sehen ist – leider vergeblich. Ich hätte mich doch genauer informieren sollen.

Für den Rückweg wähle ich die etwas längere Variante zur Hintersteineralm. Leider ist der Bus mittlerweile ohne mich abgefahren. In der Annahme, dass ich bei der Wurzeralmbahn sicher eine Mitfahrgelegenheit bis zur Bahnstation finden werde, gehe ich zuerst über das Hintersteinermoos und anschließend durch den Gipsgraben zur Talstation weiter.

Nach einer Stunde komme ich zum leeren Parkplatz. Damit habe ich nicht gerechnet. Da es mit dem Autostoppen nicht klappt, setze ich meinen Weg auf dem Gewässerlehrpfad nach Spital am Pyhrn fort. Für die sicher informativen Schautafeln am Weg habe ich mittlerweile nichts mehr übrig, ich will nur mehr den Zug erreichen.

Die letzten Kilometer ziehen sich, aber nach fast 25 km sehe ich endlich die Bahnstation vor mir und den soeben abfahrenden Zug. Heute geht aber auch alles schief. Notgedrungen verlängert sich mein Wandertag um eine Stunde, bis der nächste Zug kommt.

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Seen sammeln / 15.8.2026

Bis jetzt habe ich in diesem Sommer schon einige Seen besucht und natürlich auch darin gebadet. Um die Sammlung zu erweitern, besuche ich heute im Flachgau die dortigen Seen.

Ausgehend – oder besser gesagt ausfahrend – von Straßwalchen radle ich zuerst zum Grabensee. Leider gibt es dort kaum einen freien Seezugang. Der mir von früher bekannte Platz beim sogenannten Gnadenbründl wirkt alles andere als einladend. Wahrscheinlich darf man dort auch nicht baden (Naturschutzgebiet). Beim öffentlichen Strandbad von Perwang ist mir zu viel los.

Nächstes Ziel ist der Mattsee. Ein freier Seezugang ist auch dort kaum möglich. Ich habe den Eindruck, dass der Uferbereich fest in privater Hand ist. Zufällig entdecke ich aber doch noch eine Möglichkeit, ins Wasser zu gelangen und eine Runde zu schwimmen.

Beim nahen Obertrumer See habe ich mehr Glück. Dort gibt es einen wunderbaren Naturbadeplatz, den ich bei meiner Wanderung auf dem Jakobsweg letztes Jahr entdeckt habe. Mittlerweile wurde dort eine kleine Stiege angebracht, was den Zugang erheblich erleichtert. Nach einem ausgiebigen Bad setze ich die Fahrt auf Umwegen nach Neumarkt am Wallersee fort, wo ich die Seenrundfahrt beende.

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Landpartie / 14.8.2026


Wenn es so weitergeht, wird der August 2026 in die Geschichte eingehen. So viele Rad- und Badetage in kurzer Zeit sind wirklich ungewöhnlich.

Da ich ruhige Plätze bevorzuge, fällt meine Wahl heute wieder auf das Almtal. Zur Abwechslung habe ich mir diesmal eine teilweise neue Route zusammengestellt: Über Sipbachzell, Kremsmünster und Voitsdorf radle ich bei hochsommerlichen Temperaturen dem erfrischenden Bad in der Alm entgegen.

Zurück geht's wieder über den Ziehberg und in schneller Fahrt hinunter ins Kremstal.

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Langbathsee / 8.8.2026

Heute beginne die Radtour erstmals in Pinsdorf. Praktischerweise befindet sich neben der Bahnstation ein großes Lebensmittelgeschäft, wo ich mich mit Proviant eindecken kann. Dann radle ich bei aufgelockerter Bewölkung los.

Die Fahrt durchs Aurachtal ist unspektakulär, es ist eine ruhige Gegend mit den typischen Häusern meist im klassischen Landhausstil. Gepflegte Gärten, ein geschlossenes Gasthaus, wenig Verkehr.

Erste Pause bei der Nadasdy Klause. Von der ist allerdings wenig zu sehen, aber der Ausblick zum Höllengebirge ist auch nicht zu verachten. Ich unterhalte mich kurz mit einer Radlerin, die mit einem extrem leichten Carbonrad unterwegs ist. So ein Fliegengewicht könnte ich jetzt gut gebrauchen. Die folgende Auffahrt zum Sattel "Lueg" ist aber auch mit dem schweren E-Bike locker zu schaffen.

Bei der kurzen Abfahrt zum hinteren Langbathsee fällt mir das verfärbte Laub auf. Stellenweise sieht es hier aus wie Anfang Oktober. Dass es aber erst Anfang August ist, merke ich spätestens beim Schwimmen im See. Der Kälteschock, wie es bei einem Bergsee manchmal zu erwarten ist, bleibt aus.

Nach einer langen Pause fahre ich zum vorderen Langbathsee und weiter nach Ebensee. Hier ist es spürbar wärmer, eine weitere Badepause wäre jetzt angebracht. Diese mache ich aber erst in Traunkirchen, wo es gleich im Ort einen frei zugänglichen Badeplatz gibt. Solche Plätze sind nicht hoch genug zu schätzen, zumal der freie Seezugang leider nicht überall eine Selbstverständlichkeit ist.

Am Nachmittag radle ich weiter, vermeide diesmal aber die Hauptstraße. So komme ich ungeplant auch noch zu einem vorzüglichen Kaffee samt Vorführung einer Feldbahn. Liebevoll wurde hier eine schöne Strecke angelegt, ein sehr großes Spielzeug für Erwachsene, das aber auch Kinder erfreut.

Endpunkt meiner Ausfahrt ist wieder einmal der große Bahnhof in Attnang-Puchheim. Mein Zug kommt aus Salzburg und bleibt sprichwörtlich bei jedem Misthaufen stehen. Der Andrang ist daher sehr überschaubar und viel Platz für Rad und Radler (und -Innen, solche sind aber nicht zu sehen).

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Laudachsee / 5.8.2026

Mit dem Rad zum Laudachsee. Klingt nicht schwierig, zumal mehrere beschilderte Forstwege dorthin führen. Ohne lange zu überlegen wähle ich die Route über den Mitterweg, auf der ich schon einmal zum Laudachsee geradelt bin. Damals allerdings mit dem leichten Mountainbike und 22 Jahre jünger.

Ich starte beim Bahnhof, radle zuerst bergab zum See und anschließend in einer weiten Schleife bis zum letzten Parkplatz hinauf. Dort endet die asphaltierte Straße und der für Radfahrer freigegebene Wanderweg beginnt.

Anfangs noch ganz gut befahrbar, wird der Weg mit zunehmender Höhe immer steiniger. Mein schweres E-Bike ist für diese Bedingungen nur bedingt geeignet. Ohne Federung dringen sämtliche Schläge ungefiltert zu mir durch. Mich wundert es auch, dass die abgefahrenen Reifen diese Tortur unbeschadet überstehen. Zum Glück erreiche ich weiter oben die rettende Forststraße, auf der ich dann bequem bis zum Laudachsee fahren kann.

Zuerst radle ich noch um den See, dann gönne ich mir eine lange Badepause schön gelegenen See, eingerahmt von Katzenstein und Traunstein.

Die Weiterfahrt ins Almtal verläuft dann wesentlich entspannter als die Auffahrt von Gmunden. Abgesehen von einem kurzen Abschnitt im Hauergraben sind die Forststraßen gut zu befahren. Nach einer weiteren Badepause an der Alm radle ich wieder über den Ziehberg zur Bahnstation nach Kirchdorf.

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4-Seen-Fahrt / 3.8.2026

Sommerzeit ist Badezeit, das gilt besonders bei den aktuellen Temperaturen. Subjektiv habe ich den Eindruck, dass es von Tag zu Tag wärmer wird. Meine Wanderambitionen verschiebe ich daher abermals auf später.

Hier die Eckdaten meiner Route:

Bahnstation Oberhofen - Irrsee - Mondsee (erste Abkühlung) - Attersee (zweite Abkühlung) - Traunsee (dritte Abkühlung) - Bahnstation Traunkirchen.

Dabei befahre ich erstmals auch das Weissenbachtal, eine bei Motorradfahrern sehr beliebte Strecke. Der Radweg führt aber bis auf die letzten 2 km abseits der Straße, somit ist vom Straßenverkehr kaum etwas zu spüren.

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Kolomansbergrunde / 31.7.2026


Heiß geht es weiter und wieder "flüchte" ich aus dem Zentralraum auf das Land. Ich starte bei der Bahnstation Oberhofen und radle vorerst zum Campingplatz in Zell am Moos, wo ich meine Begleiterin treffe.

In Anbetracht der zu erwartenden Hitze entscheiden wir uns für eine nicht allzu lange Tour auf den Kolomansberg. Die Strecke ist abwechslungsreich und führt stellenweise durch den Wald.

Nach einer längeren Rast (nicht am höchsten Punkt, denn dort steht die Radarstation des Bundesheeres), genießen wir die lange Abfahrt über den Thalgauberg mit kurzem Zwischenstopp bei der Kneippanlage am Vetterbach.

Die letzten Kilometer in der Mittagshitze spulen wir mit etwas mehr Unterstützung rasch ab. So ein E-Bike hat nicht nur bei Steigungen einen Vorteil. Äußerst angenehm ist dann die Abkühlung im Irrsee. Weiter hätte ich heute nicht radeln wollen.

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22222 Kilometer / 30.7.2026

Der nächste heißer Tag. Diesmal radle ich wieder an die Alm zu meinem bevorzugten Badeplatz. Der einzige Nachteil ist derzeit der Schienenersatzverkehr auf der Almtalbahn, was die Rückfahrt um eine Stunde verlängert.

Die nächstgelegene Bahnstation befindet sich in Kirchdorf und dazwischen liegt der Ziehberg. Die Auffahrt zur Ziehberghöhe zieht sich etwas, nomen est omen. Dafür entschädigt die anschließende Abfahrt auf der gut ausgebauten Straße ins Kremstal.

Bei schon tief stehender Sonne beende ich die Fahrt in Kirchdorf. Der Tachostand ist heute um weitere 96 km angewachsen. Der "runde" Wert von 22222, erreicht zu Mittag in Lambach, ist am Abend schon wieder Geschichte.

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Kaltenbachwildnis / 28.7.2026

Wir beginnen die AV-Wanderung bei der Haltestelle Schloss Weyer mit dem Aufstieg am Ortnersteig auf den Grünberg. Zum Glück verläuft der steile Weg großteils im Schatten, sehr angenehm bei der schon am Vormittag herrschenden Hitze.

Nach einer ersten Pause am Grünberg gehen wir in Richtung Gschliefgraben weiter und nähern uns langsam der Kaltenbachwildnis. Bald wird der Steig schmäler, die Wände steiler und die Ausblicke in die Schlucht immer beeindruckender.

An einem schattigen Platz machen wir nochmals eine ausgiebige Rast, steigen dann in Richtung Hoisn ab, machen noch einen Abstecher zum Miesweg und gehen zur Schiffsanlegestelle zurück. Hier gibt es endlich die ersehnte Bademöglichkeit im Traunsee, der mit 24° bereits überdurchschnittlich warm ist.

Zurück geht's dann mit dem Schiff nach Gmunden und mit Bus und Bahn über Attnang nach Linz.

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Sandstrand / 25.7.2026


Baden in der Donau, das klingt etwas ungewohnt. Das Wasser ist trüb, die Strömung ist nicht zu unterschätzen und Badeplätze sind rar. Bei der aktuellen Hitze sollte man aber gewisse Vorurteile einmal vergessen und einen Versuch wagen.

Bei Engelhartszell, etwas unterhalb vom Kraftwerk Jochenstein, direkt am Radweg, befindet sich ein leicht zugänglicher Uferbereich, der nicht nur mit schattenspendenden Bäumen, sondern auch mit einem feinen Sandstrand aufwarten kann.

Der Wasserstand ist niedrig, eine Strömung nicht erkennbar. Vorsichtig steige ich ins Wasser. Der Übergang vom flachen Ufer ins tiefe Wasser verläuft ziemlich abrupt, das sollte man bedenken.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist es aber schon im trüben Wasser zu schwimmen. Optisch ist es jedenfalls sauber und nicht kalt. Für eine kurze Abkühlung an einem heißen Sommertag ideal. Erfrischt setze ich meine Fahrt nach Passau fort.

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Bruderkogel / 20.7.2026

Eine Erstbesteigung in den Rottenmanner Tauern. Wir beginnen beim Parkplatz in Pölsen auf rund 1200 m Höhe. Die Luft ist frisch und rein, eine Wohltat nach den letzten heißen Wochen.

Den Gipfel können wir bereits bei der Anfahrt sehen und wie so oft täuscht der erste Eindruck. Obwohl nur etwas über 1000 Höhenmeter zu überwinden sind, ist der Weg zum Gipfel lang. Besonders die letzten 200 Höhenmeter, wo das Gipfelkreuz schon zum Greifen nahe erscheint, ziehen sich. Aber vielleicht liegt es auch an meiner altersbedingt schwindenden Kondition.

Nach 3 Stunden stehe ich am Gipfel. Die Sicht könnte besser sein und sobald eine tiefhängende Wolke den Gipfel berührt, wird es rasch kalt. Trotzdem ergeben sich zwischendurch immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge.

Im Gipfelbereich fällt mir ein am Boden liegender Wegweiser mit der Aufschrift "2½ Stunden nach St. Johann" auf. Das wäre eine Alternative um nicht am Aufstiegsweg wieder absteigen zu müssen. Mein Begleiter ist von der Idee wenig begeistert bietet mir aber an, mich im Tal beim Gasthaus Bruckenhauser abzuholen. Ich überlege kurz und entscheide mich für den Abstieg ins Unbekannte.

Der Weg ist nicht zu verfehlen, zumal der Verlauf gut zu sehen ist. Zuerst geht es am breiten Kamm leicht bergab zum Korbachkogel (2255 m), von dort zum Steinermandl (2192 m) und dann vorwiegend bergab zur Abzweigung hinunter zur Klacklalm.

Der weitere Weg auf der 5 km langen Forststraße scheint nicht zu enden. Die einzige Abwechslung sind die dort weidenden Kühe, die mich als Eindringling skeptisch beobachten. Mir ist die Situation nicht geheuer, ich gehe schneller, kürze eine Kehre ab und bin froh, endlich das Gatter zu erreichen.

Nach genau 2½ Stunden komme ich zum vereinbarten Treffpunkt, zufällig zeitgleich mit meinem Fahrer, eine Punktlandung.

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Wetterglück / 17.7.2026

Ich starte bei Sonne, bin aber skeptisch. Laut Wetterbericht soll zu Mittag von Westen eine Schlechtwetterfront eintreffen. Das hindert mich aber nicht daran, meine Radtour ins Almtal zu beginnen.

Traun, Wels, Eberstalzell, alles bekannte Orte, durch die ich schon oft gefahren bin. Und trotzdem ist es jedes Mal anders. Pünktlich treffen die ersten dunklen Wolken ein. Laut meiner WetterApp befinde ich mich noch einige Kilometer vor der Niederschlagszelle. Wenn ich zügig weiter radle, könnte ich aber vom Regen verschont werden.

Kurz vor Scharnstein mache ich an der Alm meine überfällige Mittagspause. Ich spüre einige Tropfen und setze mich unter die Sträucher am Ufer. Nach wenigen Minuten ist der Spuk vorbei, die dunklen Wolken ziehen ab. Eine Stunde später scheint die Sonne vom makellos blauen Himmel.

Nach gemütlichen Stunden an der erfrischend kühlen Alm (16°) setze ich meine Fahrt über den Ziehberg nach Kirchdorf fort, wo ich die Tour beende. Außergewöhnlich schön ist dann die Bahnfahrt nach Linz. Beim alten Waggon kann man noch die Fenster öffnen und den Kopf in die kühle Abendluft hinaushalten. Ein Vergnügen mit Ablaufdatum, denn bald werden diese Waggons Geschichte sein.

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Fahrt ins Blaue / 16.7.2026

Bei Hitze ist das Radfahren noch immer die angenehmste Art der Fortbewegung, soferne der Strom nicht ausgeht. Fast wäre mir das heute passiert, aber mit Glück hat sich die Situation doch noch zum Positiven gewandelt. Die Lehre daraus: immer mit vollem Akku wegfahren.

Meine Fahrt geht diesmal ins Kremstal, ohne konkretes Ziel, einfach drauf los. Der Kremstalradweg verläuft meist auf Nebenstraßen ohne nennenswerten Steigungen. Es ist ein angenehmes Radfahren zwischen Wiesen und bereits abgeernteten Feldern.

In Wartberg verlasse ich das Kremstal und mache einen Abstecher auf den Magdalenaberg. Den hätte ich mir aber sparen können, denn die lange Steigung kostet viel Strom. Bis zum Bahnhof in Kirchdorf sollte ich es aber schaffen, zumal es bis Inzersdorf bergab geht.

Dort bleibe ich kurz stehen um auf der App die kürzeste Strecke zu suchen. Und was sehe ich da? Eine E-Bike Ladestation mitten am Ortsplatz mit einem passenden Ladekabel und daneben ein Gasthaus. So ein Zufall, hier bekomme ich Strom für mein Rad und eine Jause für den hungrigen Radler.

Nach einer ¾ Stunde fahre ich weiter, lasse Kirchdorf links liegen und steuere den Stausee in Klaus an. Hier war ich noch nie schwimmen, was ich heute endlich nachhole. Ohne Eile und mit genug Strom im "Tank" radle ich später zur Bahnstation in Klaus zurück, wo ich meine Fahrt ins Blaue beende.

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Triathlon / 13.7.2026

194 Kilometer mit der Bahn, 50 km mit dem Rad und 8 km zu Fuß, ein ungewöhnlicher Triathlon der es mir aber relativ einfach ermöglicht, erstmals "meine" Hütte im Gesäuse zu besuchen.

Die Bahnfahrt nach Ardning ist der gemütliche Auftakt für den heutigen Tag. Von dort geht's auf zwei Rädern weiter, zuerst nach Admont, dann zum Parkplatz Haindlkarhütte, wo ich nach 25 km das Rad abstelle.

Nun beginnt die langsamste Art der Fortbewegung, das Gehen. Meine Wanderung führt mich zuerst zum Erlebniszentrum Weidendom. Dort biege ich auf den Sagenweg in Richtung Johnsbach ab und folge diesem fast eben bis zur nächsten Abzweigung, wo ich erstmals einen Blick zur Gsengscharte habe.

Der erste Eindruck ist ernüchternd. Vor mir liegt ein breites, schattenlosen Kar mit Unmengen an Geröll. Der Aufstieg um die Mittagszeit ist suboptimal und das Gehen auf den losen Steinen mühsam. Weiter oben wird es aber besser, wahrscheinlich liegt es auch an der herrlichen Aussicht. Imposante Felswände links und rechts und dazwischen der schmale Steig, der vor der Scharte mit einem Seil entschärft wurde.

Oben ändert sich dann das Bild. Ich blicke in ein weites, eher flaches Kar und kann bereits die Haindlkarhütte sehen. Dahinter fast senkrechte Felswände, wo der berühmte Peternpfad durch die Felsen führt, unglaublich.

Rasch bin ich unten bei der Hütte und genieße das Essen und den einmaligen Ausblick. Woher der Name der Hütte und des Kars stammt, kann mir die Wirtin allerdings nicht sagen, mit meinen Vorfahren dürfte es aber nichts zu tun haben. Schade, aber vielleicht kann ich das noch aufklären.

Nach einem abschließenden Kaffee mit Kuchen steige ich in einer Stunde zum Ausgangspunkt ab. Dann radle ich mit dem kühlenden Fahrtwind im Gesicht nach Ardning zurück, wo ich nach kurzer Wartezeit in den fast leeren Zug nach Linz steige.

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Drei Gipfel und ein Bergsee / 10.7.2026


Dank einer Mitfahrgelegenheit erspare ich mir heute die teilweise sehr steile Auffahrt von Rottenmann zum Ausgangspunkt der Wanderung. Vor drei Jahren bin ich ja mit dem Rad "angereist" und soweit ich mich erinnern, war die Straße damals in einen besseren Zustand .... aber vielleicht täusche ich mich.

Mit einem ungefähren Plan im Kopf gehen wir los. Am ersten Gipfel - Stein am Mandl - stehen wir nach etwa 1¾ Stunden. Es ist etwas windig und wir verlegen die Gipfelrast nach weiter unten bevor der Weg wieder ansteigt zum Seegupf, ein leicht erreichbarer Gipfel am Weg zur Hochhaide. Spätestens hier ist es angebracht uns über die weitere Route Gedanken zu machen.

Bis zur Hochhaide ist es noch weit und der anschließende Abstieg zur Singsdorferalm lang. Wäre zwar machbar, das ist dann aber doch ein ambitioniertes Vorhaben. Nach kurzer Erörterung der anderen Möglichkeiten entscheiden wir uns einstimmig für folgende Genussvariante.

Wir gehen noch bis zum Diewaldgupf, dann zurück zur Seescharte, hinunter zum Globuckensee und machen dort eine Badepause.

2¼ Stunden später schwimme ich im gar nicht so kalten Bergsee, der sogar mit dem Luxus eines einfachen Badestegs aufwarten kann. Diesen könnte man auch als Stand-Up-Paddle zweckentfremden und damit den kleinen See befahren. Nur sitzen und rasten ist aber auch ganz schön.

Erfrischt und vom Schweiß befreit gehen wir anschließend zur Rottenmanner Hütte, die sich für eine Rast vorzüglich eignet, liegt sie doch nur mehr eine halbe Stunde vom Ausgangspunkt entfernt. Und diese kurze Strecke ist auch mit vollem Magen zu schaffen.

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Im Schongang / 27.6.2026

Bei der herrschenden Hitzewelle lautet die allgemeinen Empfehlung: anstrengende Tätigkeiten wenn möglich vermeiden. Eine Bergwanderung scheidet also aus, aber moderates Radfahren sollte kein Problem sein.

Meine Route lässt sich wie folgt kurz zusammenfassen. Mit der Bahn nach Großraming, dann durch den Lumplgraben nach Brunnbach. Von dort auf den Hirschkogelsattel und weiter zur Anlaufalm. Nach der Mittagsrast hinunter zum schwarzen Bach, Abstecher zur Haselschlucht und dann zu "meinem" Badeplatz. Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Reichraming.

Am Ende des Tages stehen 50 km mehr am Tacho, genug für einen extrem heißen Sommertag.

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Weißwasser / 25.6.2026

Der nächste heiße Tag kündigt sich an. Dank einiger harmloser Wolken merke ich davon bei der Auffahrt zum Hengstpass noch nichts, auch nicht bei der anschließenden fast 13 km langen Abfahrt nach Unterlaussa. Erst beim folgenden Anstieg zur Mooshöhe wird mir erstmals warm. Den notwendigen Durstlöscher gibt es dann bei Jausenstation. Und am ofenwarmen Strudel kann ich natürlich auch nicht vorbeiradeln.

Die folgende Abfahrt ins Hintergebirge sollte man nicht unterschätzen. Die Schotterstraße ist nämlich stellenweise steiler als es aussieht und das Bremsen mit einem schweren Stromradl eine heikle Angelegenheit. Vorausschauendes Fahren ist kein Nachteil, nicht nur hier.

Weißwasser. Idyllisch plätschert der Bach neben mir während ich auf der Schotterstraße ins Hintergebirge radle. Ich komme zu mehreren Tafeln, auf denen die Geschichte des ehemaligen Bergbaugebietes kurz dargestellt wird. Mangels Handyempfang ist die virtuelle Zeitreise aber nicht möglich. Auch zu Hause habe ich es nicht geschafft, schade. Manchmal wäre eine kleine (analoge) Broschüre die bessere Wahl.

Mittlerweile ist es schon sehr warm geworden und ich freue mich auf "meinen" Badeplatz bei der großen Schlucht. Eine schattige Schotterbank und ein zwei Meter tiefer Tümpel in dem ich sogar etwas schwimmen kann, besser geht es nicht. Hier könnte man stundenlang sitzen und auf das gleichmäßige Rauschen des Wassers hören.

Von der Zivilisation (Bahnstation in Reichraming) trennen mich nur mehr 20 km, noch dazu leicht bergab. Es ist ein gemütlicher letzter Abschnitt trotz der spürbar höheren Temperatur im Ennstal.

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Bike & Hike / 20.6.2026

Es wird wärmer und meine Begeisterung fürs Wandern schwindet mit zunehmender Temperatur. Jetzt ist die richtige Zeit für die Umsetzung eines schon länger geplanten Tour gekommen.

Als einer der wenigen Fahrgäste steige ich in Linz in den klimatisierten Zug (Niederflurfahrzeug!!!). Diese Verbindung ist ideal, denn ich kann ohne Umsteigen bis nach Grünau fahren. Im Ort kaufe ich mir noch eine Jause und radle in Richtung Almsee los. Nach 11 km komme ich zur Seeklause und mache wie schon so oft ein Foto vom See mit dem Ameisstein. Dann biege ich auf die Forststraße "Hochpfad" ab.

Schon nach wenigen Metern komme ich zu einer Tafel mit einem Hinweis zur Schwierigkeit der Strecke. Die Warnung ist durchaus begründet, wie ich im Laufe des Tages noch feststellen werde. Aber vorerst geht es eher moderat, manchmal etwas steiler auf einer gut befahrbaren Schotterstraße zum Gschirrsattel hinauf. Hier gönne ich dem Rad eine Pause und gehe zu Fuß weiter.

Anfang noch flach schlängelt sich der unmarkierte Pfad bald steil zum Gschirreck hinauf. Bei Nässe könnte es hier unangenehm sein, heute aber ist es staubtrocken. Nach einer Stunde erreiche ich den Gipfel. Länger möchte ich bei der Hitze nicht gehen. In Anbetracht der angekündigten Gewitter steige ich aber bald wieder ab.

Nun folgt die anspruchsvolle Abfahrt zum Offensee. Anfangs ist der Weg noch befahrbar, doch dann steige ich ab und schiebe das schwere Rad hinunter. Und das ist tatsächlich sehr mühsam, zumal das Rad gewichtsbedingt eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Gut zwanzig Minuten benötige ich für diesen Abschnitt, dann habe ich endlich wieder eine Forststraße unter den Rädern und rolle leicht bergab bis zum Ufer des Offensees. Badepause.

Dann die Rückfahrt ins Trauntal, ein Genuss, da es nur bergab geht. Unten in Ebensee spüre ich aber wieder die Hitze. Auch neben dem See ist es kaum kühler. Da hilft nur eine letztes Bad kurz vor Altmünster, um die folgenden Kilometer bis nach Attnang zu überstehen.

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